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THE FUTURE

THE FUTURE

Regie Miranda July
Kinostart 27.10.2011
Genre Drama, Liebesgeschichte

Kritiken • THE FUTURE

17. Februar 2011 | THE FUTURE • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Sascha Keilholz ist enttäuscht. Das alles ist "dauerhaft unangenehm selbstbezogen. Während aus Miranda Julys erstem Film einzelne Szenen herausragten, etwa die extraordinäre Oralsexerfahrung eines Jungen, haftet sich aus The Future (2011) (The Future (2011) Trailer) wenig ins Gedächtnis. Am ehesten sind es auch hier die mehr oder minder erotischen Momente, die positiv aus dem Rahmen fallen. Etwa, wenn Sophie mit heruntergezogenem Höschen und blankem Hintern darauf wartet, spontan beglückt zu werden. Manchmal kann Freiheit so profan und enttäuschend sein."

17. Februar 2011 | THE FUTURE • Kritik • negativ-film.de Partner von film-zeit

Daniel Bund sah "ein bisweilen comicartig überzeichnetes Lebensmosaik, das sich unterschiedlichster Handlungsminiaturen bedient, um ein größtenteils stimmiges Gesamtbild zu entwerfen. Um die großen Themen geht es, aber mit der gebührenden ironischen Distanz. Um Liebe und Tod, Verzweiflung im Alltag, Verzweiflung angesichts lächerlicher Eitelkeiten, Verzweiflung am Partner. Die Verzweiflung ist bei Miranda July aber nicht schwarz, sie deprimiert nicht. Die Verzweiflung ist ein grellgelbes Stretch-T-Shirt, das den Menschen für einen kurzen Moment gefangen hält wie ein Kokon."

25. Oktober 2011 | THE FUTURE • Kritik • schnitt.de

THE FUTURE ist laut Marieke Steinhoff "furchtlos und wahrhaftig, banal und abstoßend zugleich. Was leicht als gnadenlose Kritik an den Befindlichkeiten der 30+-Generation enden könnte, gerät bei July zu einer emphatischen, verträumt-verspielten Studie eben dieser, in der sie sowohl Beobachterin als auch Darstellerin ist."

09. Oktober 2011 | THE FUTURE • Kritik • programmkino.de

Volker Mazassek denkt über den Filmtitel nach, der hier weniger verheißungsvoll ist, als er klingt. "Die Zukunft steht hier nicht für Fortschritt und offene Horizonte, sondern für eine Bedrohung, die es zu meistern gilt. So ändern sich die Zeiten."

09. Oktober 2011 | THE FUTURE • Kritik • Sennhausers Filmblog

Brigitte Häring sah einen verschrobenen Film. "Denn Sophie und Jason sind nicht nur sehr schräge Figuren, sie sind auch beide unheimlich lethargisch, so dass man irgendwie das Gefühl hat, beider Leben läuft quasi in Zeitlupe ab – und als Sophie wegen einer Affäre mit Jason Schluss machen will, stoppt die Zeit schliesslich ganz. Kommentiert wird die Geschichte immer wieder von der Stimme der Katze, die im Tierheim darauf wartet, von den beiden endlich abgeholt zu werden."

17. Februar 2011 | THE FUTURE • Kritik • festivalblog.de

Andreas Tai hat der Film gefallen. "The Future (2011) (The Future (2011) Trailer) ist ein Film, der auch wunderbar als Theaterstück oder als Performance funktionieren würde. Die Dialoge sind pointiert, aber trotzdem verspielt und erinnern ein wenig an den frühen Hal Hartley. Obwohl die Hauptfiguren im Film einem von Grund auf sympathisch sind, scheinen sie dennoch ganz weit weg, so wie Engel, die noch einmal ihr Leben nachspielen, wo es um nichts und doch um alles geht."

16. Februar 2011 | THE FUTURE • Kritik • Berliner Zeitung

Daniel Kothenschulte schaut auf Miranda July. "Stets handeln ihre Arbeiten von der Doppelbödigkeit der eigenen Zurschaustellung und Risiken, wie sie bereits eine einfache Liebeserklärung mit sich bringen kann. Auch Miranda Julys neue Hauptrolle lebt von jener kontrollierten Verspieltheit, die ihre Video- und Performance-Arbeiten auszeichnet. Ihre Kurzgeschichten weisen sie als liebevolle Sammlerin jener alltäglichen Absonderlichkeiten aus, mit denen Menschen glauben, ihre Gefühle auszudrücken."

16. Februar 2011 | THE FUTURE • Kritik • Der Tagesspiegel

Christina Tilmann stellt fest: "Die Torschlusspanik der Mittdreißiger, die sie in ihrem wunderbar leichthändigen zweiten Spielfilm entwirft, ist nur allzu bekannt: die Ahnung, dass die Zeit abläuft, fürs Kinderkriegen, für die Karriere. In einer hinreißenden Episode steht Sophie an der Empfangstheke ihrer Ballettschule und trifft zwei Freundinnen, die sie ein paar Wochen nicht gesehen hat: Beide sind schwanger, nein, sie haben schon Kinder, die Kinder sind sogar ziemlich groß, sie sind erwachsen und haben eigene Kinder, die beiden Freundinnen sind tot, die Zeit ist verstrichen und Sophie hat es nicht gemerkt."

15. Februar 2011 | THE FUTURE • Kritik • Der Spiegel

Daniel Sander ist durchaus angetan: "Miranda July reichert das im Stile ihres Erstlings Ich und du und alle, die wir kennen mit viel abgedrehtem Humor an (erzählt wird aus Sicht einer Katze), der den ernsthaften, traurigen Kern aber nicht lang verdecken kann. Ein schöner Film über Erwachsene, die nicht wahrhaben wollen, dass sie erwachsen sind."

15. Februar 2011 | THE FUTURE • Kritik • perlentaucher.de

Nicht, dass einiges laut Thomas Groh "nicht charmant wäre in The Future (2011) (The Future (2011) Trailer). Doch überwiegt der Eindruck des Kalküls, der bieder zurecht gezimmerten Indie-Wohlfühlwelt, in der auch Beziehungskrisen nicht Erfahrungen werden, sondern zum Bestandteil eines Lifestyle-Angebots, in dem orientierungsloses Umherirren in der eigenen Biografie, das Gefühl, nicht und nie anzukommen, kein gesellschaftliches Symptom ist, sondern eine Art beigelegtes Impfstoff-Zuckerli: Anfangs bitter, drinnen süß, muss man leider schlucken."

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