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DIE KINDER VON PARIS

DIE KINDER VON PARIS

Regie Rose Bosch
Kinostart 10.02.2011

Kritiken • DIE KINDER VON PARIS

21. Januar 2011 | DIE KINDER VON PARIS • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Rose Bosch stellt sich mit Die Kinder von Paris (Die Kinder von Paris Trailer) den dunklen Seiten der Geschichte, schreibt Nino Klingler. "Es ist schmerzhaft, als Zuschauer zu erleben, wie vertraut die Abläufe der Shoah nur mehr geworden sind, und wie funktional sie im Kontext Kino mittlerweile eingesetzt werden. Die bellenden Stimmen der Nazis bei den Razzien, die langen Reihen gesenkter Häupter bei ihrem Weg ins Verderben, die visuell so eindrücklichen Achsen und Geometrien der Barackensiedlungen im Konzentrationslager; die Züge, die Laderampen, das Bellen der Schäferhunde. Gerade weil all dies wirklich so war, scheinen Regisseure nicht umhin zu kommen, es immer aufs Neue wiedergeben zu wollen. Doch dadurch erzielen sie das genaue Gegenteil einer Konstruktion historischer Gewissheit: Sie etablieren ein fiktionales Bildgedächtnis."

08. Februar 2011 | DIE KINDER VON PARIS • Kritik • textezumfilm.de

So mancher Perspektivenwechsel ist laut José García "dramaturgisch bereits nicht ganz gelungen, so misslingt der Regie die Verknüpfung mit der "großen Politik" vollends: Die Szenen mit Marschall Pétain, dem Chef des Vichy-Regimes, etwa bei einem Treffen mit Hitler, wirken wie ein Fremdkörper im Film. Trotz aller klischeehaften Darstellung der "bösen" Polizisten und der "guten" Feuerwehrmänner, die in der Radsporthalle dadurch ein Zeichen der Menschlichkeit setzen, dass sie gegen die ausdrücklichen Anweisungen der Polizei die Inhaftierten mit Trinkwasser versorgen, gelingt es Rose Bosch jedoch, das Unfassbare in teils monumentale, teils intime Bilder zu fassen."

08. Februar 2011 | DIE KINDER VON PARIS • Kritik • getidan.de

Als bedauerlich bezeichnet Peter Claus das Filmerlebnis. DIE KINDER VON PARIS (DIE KINDER VON PARIS Trailer) "soll auf Tatsachen beruhen, die Figuren sollen wirklichen Menschen nach gestaltet worden sein. Das mag stimmen. Es beweist dann aber wieder einmal nur, dass die Wirklichkeit in der Kunst, wo erst Überspitzung Wirkung zeigt, kaum als Garant für Wahrhaftigkeit taugt. Die wünschenswerte Diskussion über die gesellschaftlichen Zustände, die den Faschismus mit seinen grauenvollen Auswirkungen erst möglich machten, bleibt aus."

07. Februar 2011 | DIE KINDER VON PARIS • Kritik • Der Tagesspiegel

Schlichte Mittel wie in DIE KINDER VON PARIS (DIE KINDER VON PARIS Trailer), mit denen Filmemacher versuchen, Gefühle zu mobilisieren – und seien es die besten –, sollte man laut Jan Schulz-Ojala immer kritisieren. "Überhaupt setzt DIE KINDER VON PARIS (DIE KINDER VON PARIS Trailer), als Gedächtnisarbeit wuchtig und ehrenvoll, auf Emotionen der einfachen Art. Die Guten sind sehr gut, die Bösen sehr böse, und bei der gewaltig ausgemalten Razzia ist es einzig eine Bäckersfrau, die zeternd die antisemitische Anfeuerin gibt. Im Lager gibt es herzzerreißende Szenen von Kindern, die den Lastwagen entgegenrennen, weil sie glauben, dass sie dort ihre Mutter wiedersehen. Und Mélanie Laurent muss besonders viel weinen."

02. Januar 2011 | DIE KINDER VON PARIS • Kritik • programmkino.de

Volker Mazassek hat sich nicht ganz überzeugen lassen. "Davon abgesehen ist der Appell ans Mitgefühl ein bisschen einfach gedacht. Selbst wenn der Widerstand gegen die Judenverfolgung größer gewesen wäre, hätte sich ein skrupelloses und zu allem entschlossenes Besatzungsregime wie das der Nazis nicht von seinen Plänen abbringen lassen. Die angedeutete Versöhnung zum Schluss, die die Lebenden und Überlebenden mit einer Perspektive ausstattet, wirkt dann auch etwas schal. Und zieht die Frage nach sich, ob es angesichts der Monstrosität des Verbrechens und des Respekts vor den Ermordeten angemessen ist, auf der Klaviatur des Gefühlskinos zu spielen, als handele es sich beim Thema Judenvernichtung um einen beliebigen Dramen-Stoff."

01. Januar 2011 | DIE KINDER VON PARIS • Kritik • filmszene.de

Für F.-M. Helmke wirkt DIE KINDER VON PARIS (DIE KINDER VON PARIS Trailer) "ein wenig duckmäuserisch angesichts des kontroversen Themas. Vor allem wenn man sich an ein vor nicht allzu langer Zeit erschienenes, thematisch verwandtes Gegenbeispiel erinnert: Wie Paul Verhoeven in seinem Film BLACK BOOK über Widerstand und Kollaboration in seiner niederländischen Heimat reflektierte, war als Film nicht nur viel spannender und dramatischer, sondern in seinen Darstellungen und Aussagen auch weitaus provokanter und kontroverser. Ein Film, der in der Lage ist, eine politische Debatte in seiner Heimat auszulösen. DIE KINDER VON PARIS (DIE KINDER VON PARIS Trailer) hingegen ist ein derart "familienfreundliches" Rührstück von einem Weltkriegsfilm, dass er sich nicht mal traut, den Tod eines Häftlings durch die Hand von Polizei oder Militär zu zeigen - die einzige Leiche des Films ist eine Selbstmörderin."

01. November 2010 | DIE KINDER VON PARIS • Kritik • Die Kinder von Paris

Überblick zum Film auf moviepilot.de

01. Juli 2010 | DIE KINDER VON PARIS • Kritik • hagalil.com

Benjamin Rosendahl schaut auf schweigende Archive, laufende Kameras und die Schoa.

01. Mai 2010 | DIE KINDER VON PARIS • Kritik • Jüdische Zeitung

Anthony Baratier stellt fest: "Bis heute hat es in Frankreich noch keinen Film von Bedeutung gegeben, der sich in dieser klaren Form mit den Kriegsverbrechen beschäftigt und das Wort Holocaust in Verbindung mit Frankreich bringt. Noch ist DIE KINDER VON PARIS (DIE KINDER VON PARIS Trailer) nicht in aller Munde. Die Franzosen beschäftigten sich in den letzten Monaten stattdessen mit der Frage nach der "Nationalen Identität". Um zu wissen, wer man ist, müsste man aber zuerst die dunklen Augenblicke seiner eigenen Geschichte benennen."

25. März 2010 | DIE KINDER VON PARIS • Kritik • juedische-allgemeine.de

Tilman Vogt sieht ein Ende der Verdrängung. "Es stellt sich die Frage, ob Filme wie DIE KINDER VON PARIS (DIE KINDER VON PARIS Trailer) dem heute grassierenden Antisemitismus wirksam den Boden entziehen können. Die Verdoppelung der antisemitischen Straftaten in Frankreich im Jahr 2009 ist in erster Linie auf irregeleitete Reaktionen auf den Gazakrieg zurückzuführen. Doch bedürfen jene Migrantenkinder, denen ein Sinneswandel gut- täte, wirklich der Erinnerung an die Kollaboration mit den Deutschen? Der Film erreicht weder muslimische Jugendliche in der Pariser Banlieue noch die wiedererstarkte Rechte im Land."

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