| Regie | Justin Lin |
| Kinostart | 28.04.2011 |
Mit seinem Beitrag FAST FIVE (
) zum Auto-Raser-Franchise setzt Justin Lin auf Erprobtes und Bewährtes und furiose Showeffekte, wie Robert Zimmermann schreibt. "Wohlkalkuliert trägt der Film dem Umstand Rechnung, dass die Fangemeinde älter wird, denn es kündigt sich alsbald Nachwuchs an, und damit – so absurd das zunächst auch anmutet – klingen nun auch Familienwerte an. Doch keine Angst, hierüber tiefer zu reflektieren lässt sich FAST FIVE (
) keine Zeit. Das gilt auch für die sozialen Kontraste: Der Film spielt größtenteils in den Favelas von Rio De Janeiro, wo die Armut zu den hochgetunten Edel-Rennmaschinen einen krassen Widerspruch darstellt. Doch Steven F. Windons Kamera bleibt an der Oberfläche und lässt die Realität nur so weit zu, wie sie als spaßerhaltender Hintergrund für das temporeiche Spektakel herhalten kann."
"Das Zugpferd bleiben die Schrottberge. Und was für Schrottberge türmt Justin Lin im Laufe des Films auf! Von der ersten Actionsequenz an lautet der stete Untertitel von FAST FIVE (
): Yeah, we’re really doing this! Ein Zwinkern angesichts der technischen Großmannssucht ist immer dabei, wenn ein paar Autos aus einem rasenden Zug geklaut oder das Finanzdistrikt von Rio de Janeiro für einen Heist in Schuttberge verwandelt wird. Das Zwinkern ist gerechtfertigt."
Asokan Nirmalarajah ist durchaus angetan. "Die erste halbe Stunde von FAST FIVE (
) hält sich trotz einer absurden, aber solide inszenierten Actionsequenz noch damit auf, das Ende des unmittelbaren Vorläufers aufzuarbeiten und an die selten wirklich überzeugende Wir-sind-eine-Familie-von-Außenseitern-Rhetorik des Originals anzuschließen. Doch hat man erst einmal das grausige Schauspiel des grimmigen Vin Diesels, des verdutzten Paul Walkers und der hübschen Jordana Brewster in ihren unbeholfenen 'Familienszenen' überstanden, gewinnt der Film an Fahrt und vor allem Spaß, indem er Elemente des Heist-Films einfließen läßt."
Arne Hübner sah einen Film für harte Kerle. "Proll-Kino vom Feinsten: Regisseur Justin Lin lässt sein Genre-Starensemble durch Rio de Janeiro brausen, lässt die Hintern diverser Tuning-Tanten kreisen und inszeniert einmal mehr wahrhaft atemberaubende Action-Sequenzen."
Benjamin Hahn fühlte sich gut unterhalten. "Trotz einiger Schwächen ist FAST FIVE (
) ein gelungener Actionfilm mit atemberaubenden Stunts und sympathischen Darstellern, die sichtlich Freude an ihrem Job haben. Und auch wenn er sich thematisch vom eigentlichen Sujet der Filmreihe emanzipiert hat, so ist er am Ende doch eine überaus gute Fortführung selbiger und ein guter Eintrag ins Stammbuch der Gangsterfilme."
Michael Föls ist erstaunt, dass FAST FIVE (
) so gut gelungen ist. "Der Film macht einen Heidenspaß, nimmt sich selbst nicht allzu ernst, sodass man mit Genuss der wunderbar inszenierten Action folgen kann ohne sich über die wenig ausgeklügelte Story sorgen zu müssen. Das Tempo ist hoch, für Spannung und Unterhaltung ist durchgehend gesorgt, die Schauwerte stimmen ebenfalls auf allen Ebenen und da es letzten Endes nichts gibt, was man dem Film wirklich vorwerfen kann, sollten Actionfans keine Sekunde zögern sich das Spektakel anzusehen. Fast Five (
) ist ein 130 Minuten andauernder Ritt voll mit Testosteron, getragen von gut gelaunten Darstellern und gesegnet mit einem unerwartet hohem Unterhaltungswert."
"FAST FIVE (
) ist ein gut in Szene gesetzter Actionfilm geworden, der rummst und bummst, während er in den stilleren Sequenzen ein bisschen Mühe hat. Darstellerisch wird das geboten, was man erwartet, die Action ist toll (wenn auch ein bisschen gar übertrieben) und der Sound dazu passt ebenfalls. Für Action- und Autofans ein gefundenes Fressen!"
F.-M. Helmke stellt fest: "Auch mit Teil Fünf bietet die Reihe jedenfalls ausreichend Schauwerte und hält sich auch noch stabil genug am oberen Rand des Mittelmaßes, als dass man ruhig weiter planen kann. Was offensichtlich auch schon geschehen ist: Wer die ersten zwei Minuten des Abspanns ausharrt bekommt noch eine Nachklapp-Szene serviert, die überdeutlich einen sechsten Teil einläutet, in dem das Fast & Furious-Klassentreffen dann fröhlich weitergeht (und das womöglich sogar in Deutschland, Heimat der Autobahnen und dem Motto "Freie Fahrt für freie Bürger!")."
Überblick zum Film auf moviepilot.de