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PLEIN SUD

PLEIN SUD

Regie Sébastien Lifshitz
Kinostart 16.12.2010
Genre Drama

Kritiken • PLEIN SUD

09. März 2010 | PLEIN SUD • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Ein Film ohne Liebe, Überschreitung oder Ziel, sah Jana Papenbroock. "Der Western-Archetypus des Lonesome Cowboys findet in PLEIN SUD (PLEIN SUD Trailer) gewissermaßen erst wirklich zu sich selbst, da der Lonesome Cowboy Sam ein durchtrainierter, schwuler Posterboy ist, der sich im Verlauf des Films auch tatsächlich, ganz klischeegetreu und unpersifliert, in Jeans mit nacktem Oberkörper und Gartenschlau die Muskeln unter der prallen Mittagssonne im Zenit abspritzt. Ganz filmhistorisch akkurat vereint Sébastien Lifshitz den männlich-misogynen Western als Vorläufer des eskapistisch-egozentrischen Roadmovies zu einer homoerotischen, rein äußerlichen Irrfahrt durch diverse narzisstische Begehren."

21. Dezember 2010 | PLEIN SUD • Kritik • Die Tageszeitung

Claudia Lenssen sah ein Roadmovie mit psychologischem Tiefgang. PLEIN SUD (PLEIN SUD Trailer) ist "eher eine subtile psychologische Studie als ein klassisches Roadmovie über eine Gruppe junger Ferientramper. Die Last, die der Protagonist mit sich trägt, macht ihn stumpf. Mathieu, der sich in den Fahrer zu verlieben beginnt, kann ihn zwar bei einem tollen nächtlichen Strandfest am Meer endlich verführen, aber Sam muss danach allein weiterreisen, bis er - die Pistole immer bei sich tragend - die Mutter gefunden hat, mit ihr am Tisch sitzt und endlich Worte findet."

15. Dezember 2010 | PLEIN SUD • Kritik • Die Zeit

PLEIN SUD (PLEIN SUD Trailer) zeigt die Gefühle vier junger Menschen so verlangsamt, dass sie stillzustehen scheinen. In den besten Momenten erzeugt das Roadmovie damit eine poetische Ruhe, lobt Ruben Donsbach. Dies "ist der Versuch, das doch eigentlich Rauschhafte der emotionalen Verirrungen junger Erwachsener so lange zu verlangsamen, fast zum Stillstand zu bringen, bis sich die Bilder selbst jenes Gefühl einverleibt haben. Das ist manchmal langweilig und nicht immer stimmig. Aber es ist eine wunderschöne Referenz an das amerikanische und französische Kino der fünfziger und sechziger Jahre, in dem noch Zeit war, in Ruhe eine Landschaft zu betrachten und diese zurückblicken zu lassen."

10. Dezember 2010 | PLEIN SUD • Kritik • film-dienst

Stefan Volk ist enttäuscht. "Ähnlich wie in WILD SIDE ist die Kamera auch in PLEIN SUD (PLEIN SUD Trailer) nah am Geschehen. Sie wackelt gern ein wenig dokumentarisch herum. Aber dadurch kommt man, nders als in WILD SIDE, den Protagonisten nicht näher. Anstatt Coolness, anstatt prächtiger Landschaftsaufnahmen hat Sébastien Lifshitz von Road Movie und Western vor allem die Genreklischees adaptiert. Ohne Vergangenheit bzw. mit einer, die derart plakativ als traumatisch geschildert wird, bleiben die vier jungen Franzosen kaum mehr als simple Stereotypen."

02. Dezember 2010 | PLEIN SUD • Kritik • br-online.de

Kirsten Liese sah ein feinfühlig skizziertes Kindheitsdrama, das tief berührt. "Gleichwohl wirkt die Haupthandlung etwas blass, da sich nichts Erwähnenswertes ereignet und man bis auf Sam niemanden näher kennen lernt. Man beobachtet die jungen Leute nur dabei, wie sie ihre Zeit vertrödeln, aus purem Übermut eine Kuh jagen, sinnlos herumballern, sich hilflos sexuell einander anzunähern versuchen und irgendwie nicht recht wissen, wonach sie eigentlich suchen. Das in Rückblenden feinfühlig skizzierte Kindheitsdrama aber geht tief unter die Haut. Sébastien Lifshitz schildert den schicksalhaften Zerfall von Sams Familie rudimentär mit großen Auslassungen. Auf diese Weise schürt er die Spannung und weckt Neugier. Bis zum Schluss erfährt man nicht die Gründe, die zu der Verzweiflungstat des Vaters führten."

01. November 2010 | PLEIN SUD • Kritik • Plein sud - Auf der Reise nach Süden

Überlick zum Film auf moviepilot.de

20. Februar 2010 | PLEIN SUD • Kritik • Berliner Zeitung

Gerhard Midding sah "kein reinrassiges Roadmovie, denn der Weg ist nicht sein Ziel. In Rückblenden, die Sébastien Lifshitz immer enger mit der Reise parallelführt, enthüllt er den eigentlichen Zweck, der Sam nach Spanien führt. Er muss ein Phantom aus seiner Vergangenheit verjagen. Er wird heimgesucht vom Selbstmord seines Vaters, seine verrückte Mutter hat ihn und seinen Bruder allein zurückgelassen. Er gibt ihr eine zweifache Schuld, für die sie nun bezahlen soll. Aber der Schuss aus dem Revolver des Vaters findet ein anderes Ziel. Vielleicht waren die Begegnungen auf der Reise doch nicht vergeblich, sondern eine unbemerkte Katharsis."

20. Februar 2010 | PLEIN SUD • Kritik • festivalblog.com

Christian Westheide hat "das Gefühl, hier sollte der hübsch anzuschauende Film mit hübsch anzuschauenen Homo- und Heterosexuellen mit einer Tragik unterfüttert werden, weil es sonst ein Film über ein einziges Gefühl gewesen wäre: im Sommer bei runtergekurbelten Fenstern gen Süden fahren, die heiß Luft weht herein, die Pinien riechen und man schläft am Strand und ist horny, horny, horny.
Der Versuch jedoch über dieses Sommergefühl hinaus, Spannung und Dramatik einzubauen, ist allzu durchschaubar. Und so ist der Film, wie man es ja leider oft auch von sehr schönen Menschen erlebt: Schön an der Oberfläche, langweilig darunter."

14. Februar 2010 | PLEIN SUD • Kritik • perlentaucher.de

Wie in der Titelsequenz rückt laut Lukas Foerster Sébastien Lifshitz "mit seiner nervösen, agitierten Kamera seinen Figuren und der Welt, durch die sie sich bewegen, immer wieder ganz nahe auf den Leib, so nahe manchmal, dass da auf der Leinwand nur noch Texturen sind und pulsierendes Fleisch. So nahe, dass die souveräne Zuschauerperspektive, die aufs Sortieren aus ist und auf Kontrolle, flöten geht. Dass man sich zu dem Film von Anfang an, weil schon auf der unmittelbaren Bildebene, anders verhalten muss denn souverän ordnend. Zusätzlich greift das Homemovie im Film, das Mathieu dreht, immer wieder auf den Film über, die defizitären Texturen des Videobildes brechen in die 35mm-Welt ein und zerstören deren Kontinuität."

01. Februar 2010 | PLEIN SUD • Kritik • Berlinale.de

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