Inhalt • PLEIN SUD
Es ist Sommer. Sam, 27 Jahre alt, sitzt am Steuer seines alten Ford und ist auf dem Weg nach Süden. Auf dem Rücksitz ein Geschwister-Paar, Léa und Mathieu, die Sam als Anhalter mitgenommen hat. Léa liebt die Männer, Mathieu auch. Auf ihrer langen Reise werden sie sich kennen lernen, sich herausfordern, sich verlieben. Aber Sam hat ein Geheimnis, eine alte Wunde, die wieder aufgerissen ist – er hat nach langer Zeit eine Nachricht von seiner Mutter erhalten und jetzt will er sie wiedersehen.
Crew • PLEIN SUD
Regie: Sébastien Lifshitz
Darsteller: Léa Seydoux, Yannick Rénier, Théo Frilet, Pierre Perrier
Verleih/Copyright: Salzgeber
Kritik • PLEIN SUD • 02. Dezember 2010 • br-online.de
Kirsten Liese sah ein feinfühlig skizziertes Kindheitsdrama, das tief berührt. "Gleichwohl wirkt die Haupthandlung etwas blass, da sich nichts Erwähnenswertes ereignet und man bis auf Sam niemanden näher kennen lernt. Man beobachtet die jungen Leute nur dabei, wie sie ihre Zeit vertrödeln, aus purem Übermut eine Kuh jagen, sinnlos herumballern, sich hilflos sexuell einander anzunähern versuchen und irgendwie nicht recht wissen, wonach sie eigentlich suchen. Das in Rückblenden feinfühlig skizzierte Kindheitsdrama aber geht tief unter die Haut. Sébastien Lifshitz schildert den schicksalhaften Zerfall von Sams Familie rudimentär mit großen Auslassungen. Auf diese Weise schürt er die Spannung und weckt Neugier. Bis zum Schluss erfährt man nicht die Gründe, die zu der Verzweiflungstat des Vaters führten."