| Regie | Shawn Levy |
| Kinostart | 03.11.2011 |
Laut Ciprian David ist REAL STEEL (
) nicht nur für pubertäre Jungs, für Videospieler oder für nerdige Männer - es ist ein Film für alle. "REAL STEEL (
) gibt uns einen Achtziger-Film und eine Rocky-Geschichte mit menschlichen Robotern und andersrum eine Hommage an das Melodram der Heldenreise als Vision einer nahen Zukunft, in welcher der Mensch wieder seine Kinder und seine Roboter erziehen und programmieren lernen muss.... Natürlich macht es sich der Film einfach, denn er operiert mit Archetypen, die in einem neuen Setting vom Zuschauer nur wiedererkannt werden und dadurch unterhalten und belohnen, aber die Thematisierung dieses neuen Settings ist eine essenzielle, denn die Hauptfrage, auch keine neue, bleibt eine wichtige: Können wir Menschen oder können wir nicht mit neuen Welten umgehen?"
Die Geschichte ist nach Meinung von Sarah Stutte zwar nicht neu. "Levy erzählt die emotionale Wandlung seiner Hauptfigur – die Hugh Jackman herrlich überzeugend spielt – jedoch so behutsam, immer nachvollziehbar und anrührend, dass man als Zuschauer trotzdem mitgeht und diesem verkorksten Dad ein gutes Ende wünscht. Dass der Regisseur bisher fast ausschliesslich durch Komödien bekannt wurde, merkt man REAL STEEL (
) trotz aller Emotionen an. Sein Humor ertrinkt jedoch nie in Plattitüden, sondern wächst fein und sinnig aus der jeweiligen Situation heraus. ... REAL STEEL (
) ist vermutlich, fern von Santa-Claus-Filmkitsch, der beste vorweihnachtliche Familienfilm seit langem."
Funken sprühen in REAL STEEL (
) genug, meint Orlindo Frick, "aber keine vor Originalität. Doch warum Ambitionen suchen, wo nie welche beabsichtigt waren? Der Film ist ein als Original verkauftes Remake eines ganzen Genres. Dieses durfte zwar auch dank der Hilfe von Mister Stallone einige Revivals erleben und verschwand nie wirklich von der Bildfläche, aber verschließt sich letztendlich dem heutigen Zeitgeist, wie es seit jeher Rockys alte Schweißbänder taten."
REAL STEEL (
) ist immerhin nicht so schlimm wie der Vorgängerfilm DATE NIGHT (
) von Regisseur Shawn Levy, findet Lukas Foerster. "Der Film läuft halbwegs rund, in absolut vorhersehbaren Bahnen. Dem Schematismus des Drehbuchs hat Levys völlig unpersönliche Regie freilich nicht das geringste entgegen zu setzen, nicht einmal ein Farbschema, das nach mehr aussehen würde als nach "Disney Club"."
REAL STEEL (
) ist laut Arne Hübner ein lautes, herzloses Hollywood-Fließbandprodukt, das blitzschnell wieder vergessen ist. Der Film i"st eine familienfreundliche Mogelpackung, die sich trotz aller konservativer Züchtigkeit frech bei TRANSFORMERS (
) und der ROCKY-Reihe bedient. Zwischen den brutalen Blech an Blech-Romanzen im Ring wird dem Zuschauer eine banal-doofe Vater-Sohn-Geschichte aufgetischt und Lost-Star Evangeline Lilly darf als einzige Frau unter all den Männern und Robo-Kumpanen die Alibi-Mutti geben, die in der heimischen Box-Turnhalle brav auf Mann und Kind wartet."
Ein herausragender Film, meint Michael Föls. "Angetrieben von einem schwungvollen Soundtrack und der verspielt-kreativen Inszenierung von Michel Hazanavicius lässt der Film das Goldene Zeitalter des alten Studiosystem Hollywoods wieder auferstehen. Der Film an sich ist dabei schon ein Film über das Filmemachen selbst, aber durch die formale Verschmelzung mit der Stummfilmära entstehen eine noch viel engere Verflechtung zwischen dem Film und seinem Inhalt, als man es gewohnt ist."
Benjamin Hahn sah keinen Film der großen Innovationen. "Doch kurioserweise ist es genau dieses überraschungsarme Befolgen genrespezifischer Konventionen, das diesen Film so sehenswert macht, denn statt sich an dem Versuch einer Science-Fiction-Utopie abzumühen, verlassen sich Regisseur Shawn Levy (NACHTS IM MUSEUM, DATE NIGHT (
)) und seine Autoren auf das, was sie wohl am besten können: Geschichten fürs Herz zu erzählen. Deshalb auch passiert in REAL STEEL (
) kaum etwas Schlimmes und selbst die typischen Wendungen und Beziehungsbrüche wirken rosiger als in vergleichbaren Filmen. Es menschelt an allen Ecken und Ende und schlussendlich ist man ob der kitschigen Gutmenschlichkeit so bewegt, dass man sich während des Finales vor lauter Mitfiebern kaum ruhig im Kinosessel halten kann und später sogar die ein oder andere Träne verdrücken muss."
Günter H. Jekubzik lobt: "REAL STEEL (
) kombiniert den bekannten Star Hugh Jackman mit dem netten, noch kindlichen Gesicht Dakota Goyos - und es funktioniert. Psychologisch ist der Knirps Max weiter entwickelt als der Vater und analysiert diesen schon nach wenigen Stunden: „Du schmeißt alles weg, was du nicht brauchst!"... Wie der Roboter das Kind im Schatten-Modus imitiert, macht der Junge seinem Vater nach. Das sorgt für viel Spaß, nicht nur bei den flotten Tanzeinlagen, auch beim Wiedererkennen der Charakterzüge und vor allem bei den verkehrten Rollen mit ultranervösem Vater und coolem Kid vor dem ersten großen Kampf Atoms."
Denis Sasse lobt die Technik. "Um die Roboter auf die Leinwand zu bringen, hat sich Shawn Levy nicht mit einer Green Screen begnügt, vor der er hätte drehen müssen um die Roboter später am Computer hinzuzufügen. Vielmehr hat er sich bei James Cameron und dessen für AVATAR (
) entwickelten Technik bedient – einer Motion-Capture-Methode, bei der echte Boxer gegeneinander antreten mussten, damit die Bewegungsabläufe erfasst, digitalisiert und abgespeichert werden konnten. Eine gute Entscheidung, die sich auf der Kinoleinwand sehen lassen kann. An keiner Stelle wirken die Roboter künstlich im filmischen Sinne."
Holger Römers hätte mehr erwartet. "Einige Szenen lassen sich so deuten, als schlummere in dem stummen Blechmann künstliche Intelligenz und als bringe er quasi-menschliche Gefühle für seinen kleinen Freund auf. Solche Andeutungen mag man dem Einfluss von Steven Spielberg als ausführendem Produzenten zuschreiben, doch dieser Aspekt wird nicht weiter entwickelt. Das Gleiche gilt auch für näher liegende Themen."
Frank-Michael Helmke kann schwerlich übersehen, dass REAL STEEL (
) "wirklich nur ein als Kinder-Unterhaltung tauglicher Abenteuerfilm ist, eine Art TRANSFORMERS-Sparausgabe, und auch als solcher nicht einmal sonderlich gut. Da helfen auch hervorragende Effekte, fast schon spektakulär knackig-klare Bilder (1A-Kamera, keine Frage) und ein sich wirklich bemühender Hugh Jackman nicht. Denn auch der kann noch so viel tun – gegen solch ein lieblos durchkonstruiertes Drehbuch kommt auch er nicht an. REAL STEEL ist echter Käse."
"Die im Motion-Capture-Verfahren umgesetzten Boxkämpfe, bei denen echte Boxer gegeneinander angetreten sind, sind sehr real und wirken nicht wie billiges Aufeinanderhauen von Blech auf Blech. Fazit: REAL STEEL (
) bringt alles für gutes Popcornkino mit, ist rührend, hat Charme, zeigt viel Action und sehenswerte Darsteller. Ein Film, der zwar keinen langen Eindruck hinterlässt, aber für gelungene Unterhaltung sorgen kann."
REAL STEEL (
) rüht laut Daniel Rehn kräftig im Schmalztopf, ist jedoch auch ein Mash-Up aus ROCKY BALBOA und TRANSFORMERS (
). Ein wilder Genre-Mix, ein Außenseiter-2nd-Chance-Coming-of-Age-Box-Drama mit Robotern, das alle glücklich machen will – und das über weite Strecken auch überraschend gut hinbekommt."
REAL STEEL - Offizielle Website (deutsch)
REAL STEEL - Offizielle Website (englisch)
REAL STEEL - imdb.com
REAL STEEL - moviepilot.de
REAL STEEL - filmmag.de