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WAS WILL ICH MEHR

WAS WILL ICH MEHR

Regie Silvio Soldini
Kinostart 09.12.2010
Genre Liebesgeschichte

Kritiken • WAS WILL ICH MEHR

25. November 2010 | WAS WILL ICH MEHR • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Kristina Detemple kritisiert den Regisseur. "In der Geduldsprobe, auf die er uns mit der unablässigen Inszenierung ihres Zauderns und ihrer Inkonsequenz stellt – ohne die Figuren je ganz ins Unsympathische kippen zu lassen, liegt freilich schon ein wertendes Moment, denn gerade dadurch entlarvt der Regisseur die Protagonisten Anna und Domenico ja als ignorante und feige Charaktere. So verlässt man den Film nach einem offenen Ende mit nachklingendem Unbehagen. Wenn es Soldinis Absicht war, dieses Unbehagen vor einem Leben in der Unentschlossenheit hervorzurufen, so gelingt ihm dies vortrefflich. Andere Gründe, warum man sich Was will ich mehr ansehen sollte, sind jedenfalls nicht erkennbar."

02. Dezember 2010 | WAS WILL ICH MEHR • Kritik • br-online.de

Als sehenwert bezeichnet Harald Steinwender WAS WILL ICH MEHR (WAS WILL ICH MEHR Trailer). Der Regisseur vermeidet "den expliziten Zeigegestus und den sezierenden Blick, mit dem Chéreau seine Figuren bloßstellt. Stattdessen nähert sich WAS WILL ICH MEHR (WAS WILL ICH MEHR Trailer) seinen Protagonisten mit viel Sympathie und fast dokumentarischer Kamera. Die ausgezeichneten Darsteller, allen voran die überragende Alba Rohrwacher und Pierfrancesco Favino, machen das mit 126 Minuten recht lang geratene und passagenweise etwas spröde Melodram sehenswert."

02. November 2010 | WAS WILL ICH MEHR • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns findet WAS WILL ICH MEHR (WAS WILL ICH MEHR Trailer) unbedingt sehenswert. Es "sind das die Bilder, mit denen Kameramann Ramiro Civita die schwierige Liebesgeschichte einfängt. Gleichzeitig in Scope gedreht und einen mobilen, leicht dokumentarisch wirkenden Stil wählend, bleibt die Kamera meist ganz nah an den Figuren, besonders an Anna, die den Film dominiert, dran, taucht bisweilen geradezu in die ungeschminkten Gesichter ein, blickt hinter die Fassaden. So schafft es Silvio Soldini, einer bekannten Geschichte neues Leben einzuhauchen und eine zeitlose Erzählung zu einem aufregenden, teils auch sehr sinnlichen modernen Film zu machen."

02. November 2010 | WAS WILL ICH MEHR • Kritik • schnitt.de

Silvio Soldinis Hauptaugenmerk liegt eindeutig auf der inneren Zerrissenheit seiner Figuren, schreibt Arezou Khoschnam. "Während er sie dokumentarisch auf ihrer emotionalen Achterbahnfahrt begleitet, geht er der Frage nach, ob es irgendwann zu spät ist, sein altes Leben gegen ein neues einzutauschen. Durch die inszenatorische Zurückhaltung und die Leistung der Schauspieler wirkt der Film sehr authentisch, wird die altbekannte Geschichte letztendlich sehenswert. Besonders Alba Rohrwacher in der Rolle der Anna ist hervorzuheben, deren zarte und gleichzeitig intensive Mimik regelrecht verblüfft, weil sie uns in jeder Szene davon überzeugt, daß wir ihr nicht zuschauen."

01. November 2010 | WAS WILL ICH MEHR • Kritik • Was will ich mehr

Überblick zum Film auf moviepilot.de

01. Oktober 2010 | WAS WILL ICH MEHR • Kritik • 451.ch

Differenziert leuchtet Silvio Soldini laut Walter Gasperi <3die verschiedenen Positionen aus, fokussiert zwar auf Anna, bietet aber auch Einblick in die familiäre Situation Domenicos. Niemand wird hier leichtfertig verurteilt, vielmehr macht Silvio Soldini mit hektischem Schnitt und Handkamera immer wieder die Aufgekratztheit und Unsicherheit der Figuren sichtbar, das Begehren, das sie antreibt, und die Gier nach Leben ebenso wie den Wunsch dieses Begehren abzustellen. Die Zerrissenheit kommt im wiederholten Schwanken Annas, aber auch Domenicos zum Ausdruck, allerdings überdehnt Soldini hier gegen Ende den Bogen etwas, bietet aber durchaus folgerichtig keine echte und einfache Lösung an."

20. Mai 2010 | WAS WILL ICH MEHR • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Christoph Egger befand sich im Durcheinandertal. Der Regisseur "zeigt den Sex zwar freizügiger als zuvor, aber doch stets als Liebesszene. Nicht ohne Teilnahme am Schicksal seiner Figuren blickt er auf das beelendende System ihrer Ausflüchte und Lügen und bleibt in Äquidistanz zu ihren Bemühungen, sich aus den Verstrickungen in diesem Durcheinandertal zu lösen. Dennoch ist uns die von Gefühlsstürmen gebeutelte Heldin mit den tiefschwarz umschminkten Augen in ihrer fast stummen Verzweiflung näher."

14. Mai 2010 | WAS WILL ICH MEHR • Kritik • cineast.ch

Für Nicky Schaefer bleibt "völlig unklar, ob die Beziehung zwischen Anna und Domenico mehr sein kann als eine rein sexuelle Angelegenheit – Silvio Soldini fängt diese bezeichnenderweise in äusserst unerotischen Bildern ein. Irgendwie tut einem Domenico leid, denn wie Alessio ist er im Grunde genommen völlig ahnungslos. Vielleicht deshalb interessiert sich Anna auch für Domenico; denn im Grunde genommen sind diese zwei Männer todlangweilige Typen, die sich lediglich als Projektionsfläche anbieten."

14. Mai 2010 | WAS WILL ICH MEHR • Kritik • cinemabuch.ch

Florian Leu ist enttäuscht. "Einige Szenen könnten kaum trivialer sein, doch ist es ihre vermeintliche Einfachheit, die sie so bestechend machen. Als Favinos Domenico von seiner Frau aus der Wohnung geworfen wird und im Auto übernachtet, klopft auf einmal ein Mann an die Scheibe der Beifahrerseite und steigt ein. Es ist der Vater der Frau, einen ernsten Ausdruck im Gesicht, eine fleckige Tüte in der Hand. Er sagt, als würde er dem Oberarzt das Operationsbesteck reichen: "Hier hast du die Croissants. Jetzt geh in die Wohnung hoch und mach die Sache wieder gut, bevor die Kleinen wach sind.""

14. Mai 2010 | WAS WILL ICH MEHR • Kritik • cineman.ch

Cindy Hertach hätte mehr erwartet. "Trotz der durchgängig herausragenden Leistung der beiden Hauptdarsteller sowie Soldinis realitätsnaher und dennoch subtiler Inszenierung, entwickelt der Film eine zunehmend ermüdende und repetitive Gangart. Man folgt dem Paar ins schummrige Stundenhotel und erlebt die organisatorische Mühseligkeit einer heimlichen Affäre. Man sehnt sich während dem dauernden Hin- und Her nach einem Ende, das endlich Klarheit schaffen möge."

11. Mai 2010 | WAS WILL ICH MEHR • Kritik • bernerzeitung.ch

Stefan Volk sah "keine Komödie, eigentlich müssten die Figuren und ihre Motive also umso stärker in den Vordergrund rücken. Aber Silvio Soldini interessiert sich dafür ebenso wenig wie für ihre Leidenschaft. Erotisches passiert hier allenfalls nebenbei. Das, was das kleine, nuanciert gespielte und sorgsam fotografierte Drama stattdessen atmet, ist die Unruhe seiner Protagonisten, ihre innere Zerrissenheit, ist der nervöse Blick auf das Handy, wenn sie nicht zusammen sind, sind die Schuldgefühle, wenn sie es sind."

17. Februar 2010 | WAS WILL ICH MEHR • Kritik • outnow.ch

"Silvio Soldinis Film wandelt in ausgetrampelten Pfaden, und dies dazu noch mit Überlänge. Überraschungen werden nicht geboten, dafür gute Schauspielerleistungen und die eine oder andere interessante Idee. So können Anna und Domenico ihre Begierde vorerst nicht ausleben - in der Wohnung kommt jemand vorbei, im fremden Treppenhaus hat's ständig Leute. Endlich im Hotelzimmer, sehen sich die beiden kurz an wie schüchterne Teenager vor dem ersten Mal. Fast schon könnte man denken, sie lassen es doch noch sein. Fast ..."

15. Februar 2010 | WAS WILL ICH MEHR • Kritik • festivalblog

Christian Westheide sah eine "verhängnislose Affäre, irgendwie alltäglich und überflüssig. Die Lektion der Figuren eine kleine: Sex ist nicht alles im Leben - oder so ähnlich. Der Film erzählt von Dingen, die am Ende so bleiben, wie sie waren, nachdem sie kurz hätten ganz anders sein können. Wie im wahren Leben. Aber so richtig zwingend ist das alles nicht."

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