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DER BIBER

DER BIBER

Regie Jodie Foster
Kinostart 19.05.2011
Genre Drama

Kritiken • DER BIBER

09. Mai 2011 | DER BIBER • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Es ist für Martin Gobbin bewundernswert, wie der wegen privater Eskapaden zuletzt stark kritisierte Mel Gibson in DER BIBER (DER BIBER Trailer) sein Comeback schafft. "Er scheint mit der Puppe zu verschmelzen, führt sie mit großem Geschick und noch größerer Hingabe, sodass sie nicht nur für Walter, sondern auch für das Publikum bald ein Eigenleben zu entwickeln scheint. Gibson gibt dem Biber eine (verstellte) Stimme, lässt ihn mit starkem britischem Akzent und dem Cookie Monster ähnlichen grammatischen Fehlern sprechen und verleiht ihm eigene Charakterzüge. Ebenso wie Mel Gibson sich furchtlos in die heikle, weil potenziell peinliche Aufgabe stürzt, eine Puppe zum Leben zu erwecken, so zeigt auch die Figur Walter keine Scham."

06. Mai 2011 | DER BIBER • Kritik • negativ-film.de Partner von film-zeit

DER BIBER (DER BIBER Trailer) ist laut Leah K. "kein idyllisches Familienporträt und keine typische Hollywoodproduktion, aber trotz des schwierigen Themas, erfrischend anders. Porter, der für seine Freundin Norah deren Abschlussrede schreibt, lässt die Zuhörer wissen, dass es in jedem Leben dunkle Geheimnisse oder scheinbar unüberwindbare Schwierigkeiten gibt und dass die gut gemeinte Aussage "Everything is going to be OK.", nur eine Lüge ist; nur eine Lüge sein kann, denn "Nothing is going to be OK". Trotzdem bleibt am Ende des Films die Hoffnung, dass die Familie Black dem wahren Leben wieder ein Stückchen näher gekommen ist.

19. Mai 2011 | DER BIBER • Kritik • textezumfilm.de

Das größte Problem ist laut José García die Unentschlossenheit des Filmes. "Der Film kann sich zwischen Komödie und Drama nicht entscheiden. Spricht der sachliche, manchmal zu gemächliche Inszenierungsstil eher für ein Drama, so konterkarieren dies die vielen skurrilen, der Glaubwürdigkeit eines Schizophrenie-Dramas abträglich wirkenden Momente. Diesen Widerspruch scheinen auch der Drehbuchautor und die Regisseurin gemerkt zu haben, die zu der „Biber“-Geschichte einen ebenso melodramatischen und teilweise überhandnehmenden Nebenhandlungsstrang um die Beziehung zwischen Walters siebzehnjährigem Sohn Porter und der gleichaltrigen Norah (Jennifer Lawrence) hinzufügten."

19. Mai 2011 | DER BIBER • Kritik • perlentaucher.de

Lukas Foerster sah einen Problemfilm mit vielen Rettungsschirmen. "Der Biber (Der Biber Trailer) ist ein liberaler Film durch und durch, einer, der in harmlosem, in letzter Instanz komplett folgenlosem Humanismus nur so badet. Die Probleme werden von Anfang an als therapierbare angelegt und sie werden denn auch ausführlich therapiert; miteinander reden, sich öffnen, Kommunikation: das sind Ressourcen des bürgerlichen Individuums, die prinzipiell vorhanden sind und es ist lediglich eine harmlose, mithilfe einiger Drehbuchtricks künstlich aufgeplusterte narzisstische Verbohrtheit, die verhindert, dass man das von Anfang an sieht."

19. Mai 2011 | DER BIBER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Für Daniel Kothenschulte war nicht viel dran am Film. "Mel Gibson allerdings kann nichts dafür: Er macht noch die beste Figur in dieser zusehends befremdlichen Reise ins psychologische Absurdistan."

19. Mai 2011 | DER BIBER • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Christiane Peitz hätte der Film ruhig etwas mehr Mut beweisen können. "Walter überlebt den Krieg mit dem Biber nur, indem er einen hohen Preis zahlt. Nein, du bist nicht okay, wir sind alle nicht okay – und manchmal ist Hilfe unmöglich. Eine heiter vorgetragene, mutige Botschaft für einen US-Mainstreamfilm. Leider bekommen Foster und Drehbuchautor Kyle Killen zuletzt Angst vor der eigenen Courage und fügen eine zweite Hollywood-Weisheit hinzu. Du bist nicht okay, aber du bist auch nicht allein."

19. Mai 2011 | DER BIBER • Kritik • Die TAZ

Cristina Nord meint, "es ist ein wunderbarer Einfall des Drehbuchautors Kyle Killen, die seelische Notlage der Hauptfigur in dieses bizarre Szenario zu überführen. Eine Zeit lang macht es Spaß, Walter dabei zuzusehen, wie er all seine sozialen Interaktionen über die Puppe organisiert und dabei neuen Lebensmut schöpft."

19. Mai 2011 | DER BIBER • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal fühlte sich an Hollywood-Filme aus den frühen 1990er Jahren zurück erinnert. "Jodie Fosters neuer Spielfilm Der Biber (Der Biber Trailer) wirkt irgendwie, als käme er aus einer anderen Zeit. Psychologisch fundiert, sorgfältig dramatisiert, schön ausgestattet und im besten Sinn konventionell gefilmt, erzählt er doch eine durchaus beunruhigende Geschichte."

18. Mai 2011 | DER BIBER • Kritik • Der Spiegel

Lars-Olav Beier sah ein verblüffend optimistisches Erbauungsdrama. "Mel Gibson, der nach seinen gewalttätigen und antisemitischen Ausfällen zu Hollywoods Unperson Nummer eins wurde, spielt vielleicht auch deshalb in DER BIBER (DER BIBER Trailer) so, als wäre dies seine letzte Chance. Er und Jodie Foster nehmen die Geschichte zwar ernst, entdecken mit einem feinem Gespür für die richtige Balance aber auch immer wieder höchst skurrile Momente. Und wenn Walter am Ende langsam wieder ins normale Leben zurückfindet, sagt der Film eben ganz pragmatisch: Lieber Arm halb als arm dran."

17. Mai 2011 | DER BIBER • Kritik • sennhausersfilmblog.ch

"Wenn diese Parallelhandlung etwas konstruiert wirkt, dann macht das darum nichts, weil ja auch die Biberei und Mel Gibsons Spiel mit verstellter Stimme auf der gleichen Prämisse aufbaut: Nur, wer die Geschichte akzeptiert, wie der jüngere Sohn, erlebt das Ganze zum Nennwert. Für alle anderen ist das entweder eine Zumutung – oder aber ein therapeutisches Vergnügen der Extraklasse. Ein bestechend einfacher, überaus intelligenter Film von Jodie Foster."

14. Mai 2011 | DER BIBER • Kritik • dasmanifest.com

Die Inszenierung, die bewusst eher natürlich und unauffällig gehalten werden sollte, um die Geschichte selbst in den Vordergrund treten lassen zu können, verrichtet laut Benjamin Hahn "ihre Dienste auf eine angenehm dezente Weise. Einzig die Schärfeeinstellungen wirken zuweilen ein wenig zu sehr konzentriert auf Gibsons Gesicht: Wenn die Handpuppe des Bibers den Mittelpunkt des Bildes darstellt und so groß in Szene gesetzt ist, dass sich die Aufmerksamkeit des Zuschauers darauf fokussiert, dann sorgt eine auf Gibsons im Hintergrund befindliches Gesicht abgestimmte Schärfe für Irritation. Ansonsten aber gibt es an dem Film kaum etwas auszusetzen."

14. Mai 2011 | DER BIBER • Kritik • filmrezension.de

Lida Bach ist enttäuscht. "Biber-Handpuppen für den Psychopathen im Kind, Biber-Therapiehandpuppen für den Psychologen im Kind, Biber-Betriebsberatung für marode Firmen, schließlich ein starbesetztes Familiendrama mit dem Titel "Der Nerven-Nager" oder so ähnlich, nur nichts mit beaver, denn das Wort ist im Englischen so zweideutig wie "Pussy" als Katzenname. Stattdessen heißt es back to the roots, für den Nager. Letzte liegen nicht im Wald, sondern in der Mülltonne. Dorthin gehört auch Jodie Fosters Film. Erfolg scheint dem kalkulierten Werk dennoch gewiss. In Abwandlung eines Dialogzitats: Es ist vielleicht Müll, aber jeder wird es großartig finden. Vielleicht ist es auch großartig. Aber ich finde, es ist Müll."

01. November 2010 | DER BIBER • Kritik • The Beaver

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