| Regie | Roger Michell |
| Kinostart | 13.01.2010 |
Das Gruselige an MORNING GLORY (
) ist laut Oliver Kaever das völlig fehlende Problembewusstsein, mit dem der Film seine Thematik behandelt. "Dass in einer gewaltigen Umbruchphase allerorten über die Rolle der Medien in Zeitungen, im Fernsehen und Internet diskutiert wird, davon weiß er nichts. Regisseur Roger Michell imaginiert stattdessen eine abgeschmackte Medien-Traumwelt in rosarot und findet dafür die entsprechenden Bilder ... Was ein zweitrangiges Mainstream-Melodram hätte sein können, wird so zum echten Ärgernis."
Laut Carmen Böker will der Regisseur "seiner Boulevardschelte die wahren Werte des Lebens nicht opfern, weshalb er den wie ein Uhrwerk abschnurrenden Animositäten zwischen Harrison Ford und Diane Keaton kaum den Raum lässt, den man diesem Gespann gegönnt hätte. Stattdessen wird die unermüdlich schuftende Becky in den Mittelpunkt gerückt, um ihr nach beruflichen und privaten Enttäuschungen - wie die Zuschauer es durch die recht ausgiebige Exposition nachvollziehen sollen - zusätzlich noch ein plötzlich funktionierendes Privatleben mit einem sehr verständnisvollen Starproduzenten aus ihrer Firma anzudichten."
Peter Claus fand MORNING GLORY (
) ärgerlich. "Dieser Ärger wird auch nicht durch die wirklich überragend glanzvollen komödiantischen Szenen von Diane Keaton ausgeglichen. In ihrem Spiel liegen Witz und Traurigkeit, Wut über die verspielte Ernsthaftigkeit des Mediums Fernsehen und Lust am Ausprobieren von Neuem, wirklich nahtlos beieinander, dass es nur so knistert. Wenn sie mit Harrison Ford zum verbalen Duell antritt, sind die Lachtränen nicht zu bremsen. Doch leider überwiegt das Mittelmaß schenkelklopfenden Humors."
Es gibt laut Sebastian Moitzheim "Momente, da ist MORNING GLORY (
) wirklich witzig, wenn sich Diane Keaton und Harrison Ford Momente vor der Show mit versteinertem Grinsen Wortgefechte liefern oder die quirlige, übereifrige Rachel McAdams mit Jeff Goldblums trockenem Sarkasmus konfrontiert wird. Viel zu oft jedoch wird solch bissiger Witz ersetzt durch Slapstick, durch viel zu einfache Lacher, die zwar zuverlässig funktionieren, aber auch sofort wieder vergessen, da viel zu oft dagewesen sind."
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