| Regie | George Tillman jr. |
| Kinostart | 17.03.2011 |
FASTER (
) versucht laut Thorsten Funke "offenbar, etwas anderes zu sein als Revenge-Movie-Fließbandware, und deshalb lässt das Drehbuch sich Hintergrundgeschichten zu weiteren Charakteren einfallen. Der Driver ist nicht der tumbe Killer, als der er am Anfang erscheint, sondern so etwas wie ein sensibles Muskelpaket mit einer tragischen Familiengeschichte. Dwayne Johnson, früher bekannt als Wrestler unter dem Namen "The Rock", kann diese Schwebe zwischen Brutalität und Mitgefühl durchaus halten. Dennoch fragt man sich, wie ein solch plumpes Angebot zur Identifizierung funktionieren soll bei einem Kerl, dem man die meiste Zeit dabei zusieht, wie er Leuten ohne mit der Wimper zu zucken in den Kopf schießt."
Sebastian Moitzheim hat FASTER (
) mit Ratlosigkeit verlassen. "Der Driver bekommt zunehmend Gewissensbisse, welche bei seinem letzten Opfer (ein Priester) auch noch unangenehme religiöse Untertöne bekommen - eine reichlich absurde Wendung, nachdem das Töten des Drivers zu Anfang des Films durchaus zelebriert wurde. Was der simplen Rache-Story wohl noch eine emotionale Dimension verleihen soll, wirkt in Wahrheit völlig deplatziert - zumal Dwayne "The Rock" Johnsons Schauspiel mal wieder zu Wortspielen mit seinem Künstlernamen einlädt."
"FASTER (
) biedert sich in Hommage-Form beim Genre-Publikum an. Ein Killer jagt den Rächer – alles ohne einen Funken Humor. Das ist gewollt und eigentlich sollte man dem FASTER (
)-Trio nicht den Gefallen tun und einen der anvisierten, angehimmelten Filmemacher im Zusammenhang mit diesem stumpfsinnigen Streifen beim Namen nennen, aber ich mache es dennoch: Die drei Reißbrett-Dreher wollen hier unter anderem Sam Peckinpah alle Ehre erweisen. Ihr Neo-Gewaltstrudelversuch geht aber gründlich schief und wirkt am Ende wie Grabschändung."
Das geht eigentlich auf keine Kuhhaut, schreibt Holger Römers, "weshalb es sehr für George Tillman Jr.s bodenständige Regie spricht, dass dieser Fremdkörper die Schnörkellosigkeit des Plots kaum stört. Muskelpaket Dwayne Johnson muss in der Hauptrolle wie ein Terminator stur einer Zielvorgabe folgen, während Billy Bob Thornton den Dritten im Bunde nuanciert genug spielt, um dem Klischee des verlotterten "Cops" Konturen zu verleihen, ohne zu dick aufzutragen. So kann man es durchaus goutieren, wenn eine Messerstecherei auf der Toilette eines Stripclubs so trocken wie ein Duell in einem Westernsaloon inszeniert wird."
Leider ist FASTER (
) für Nils Bothmann "mehr ein Film über Rache als ein Rachefilm, denn Dienst am Kunden in Form von Actionszenen ist Mangelware. Dabei weiß George Tillman Jr. die vorhandenen Konfrontationen durchaus ansprechend in Szene zu setzen und sich dabei meist einfacher, aber wirksamer Stilmittel zu bedienen: Gerade der Einsatz der Steadycam, die den Driver auf seinem unbeirrten Weg zu seinem Mord verfolgt, spiegelt dessen Zielstrebigkeit filmisch wieder. Schade, daß FASTER (
) nicht immer solche Ausdrucksstärke an den Tag legt und hin und wieder etwas vorhersehbar ist. Kein perfekter, aber ein durchaus interessanter Beitrag zum Rachefilmgenre.
Gregor Wossilus sah einen Actionfilm mit zu wenig Action. "So muss der Zuschauer zum Beispiel mit ansehen, wie der Auftragskiller seine Freundin heiratet, was für die Handlung keine Bewandtnis hat. Überhaupt dient diese Figur eigentlich nur dazu, schick designte Apartments, Hightechwaffen und einen schneidigen Sportwagen zeigen zu können - alles, was der Titelheld Fahrer nicht hat. Ist das schon ärgerlich genug, sollte ein Actionfilm wenigstens gute Action bieten. Davon gibt es in FASTER (
) wenig. Dwayne Johnson darf nicht mehr, als mit grimmiger Miene Kopfschüsse zu verteilen. Die zwei Autoverfolgungsjagden lassen Tempo und rasante Schnitte vermissen."
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