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DAS SCHIFF DES TORJÄGERS

DAS SCHIFF DES TORJÄGERS

Regie Heidi Specogna
Kinostart 02.12.2010

Kritiken • DAS SCHIFF DES TORJÄGERS

30. November 2010 | DAS SCHIFF DES TORJÄGERS • Kritik • Die Zeit

Es geht keinesfalls darum, Sympathien einseitig zu wecken, bemerkt René Martens. Heidi Specogna "fügt die Geschichten sehr subtil zusammen, sie setzt ihre Gesprächspartner so ins Bild, dass sämtliche Sichtweisen – so sehr sie sich auch widersprechen – plausibel werden. Jeder hat hier zumindest ein bisschen Recht. Die Regisseurin bezieht keine Position, es gibt keinerlei Off-Kommentar. Sie unterstreicht damit, wie schwierig es ist, als Europäer den richtigen Ton zu treffen, wenn man eine afrikanische Angelegenheit beurteilt, die von außen betrachtet klar scheint, aber sich von innen als komplex erweist."

23. November 2010 | DAS SCHIFF DES TORJÄGERS • Kritik • film-dienst

Stefan Volk stellt fest: "Auch wenn Heidi Specogna und ihr Team formal im Hintergrund bleiben, beschränkt sich der handwerklich solide, aber auch ein wenig bieder inszenierte Film keineswegs darauf, zu beobachten. Nicht nur führt er Adakou und Nouman im übertragenen Sinne wieder zusammen, sondern er arrangiert auch eine Begegnung zwischen Akpoborie und Peter Pander, dem damaligen Manager des VfL Wolfsburg."

02. November 2010 | DAS SCHIFF DES TORJÄGERS • Kritik • Filmbewertungsstelle Wiesbaden

"Der Film folgt einer Vielzahl solcher globalen Verkäufe und zeigt dabei immer, welchen Preis die Menschen dabei zahlen müssen. So ist Heidi Specogna ein politischer Film gelungen, der immer konkret bleibt und dadurch eine präzise Analyse der herrschenden Verhältnisse liefert."

02. November 2010 | DAS SCHIFF DES TORJÄGERS • Kritik • programmkino.de

Der ganzen Komplexität des modernen Sklavenhandels wird das nicht wirklich gerecht, kritisiert Michael Meyns. "Dennoch weist DAS SCHIFF DES TORJÄGERS mit seiner zurückhaltenden, betont objektiven Form, die komplett auf eigene Kommentare verzichten, auf vielfältige Probleme hin. Nicht zuletzt auf die marktschreierische Medienlandschaft des Westens, die meist nur dann über die vielfältigen Probleme der Welt berichtet, wenn ein tatsächlicher oder angeblicher Skandal, am besten unter Beteiligung eines Prominenten, für kurze Zeit Aufmerksamkeit verspricht."

02. November 2010 | DAS SCHIFF DES TORJÄGERS • Kritik • schnitt.de

Kyra Scheurer lobt den Film. "So entsteht ein Ganzes, das mehr als die Summe seiner Teile ist und das am Ende sogar die erzählte Geschichte aus dem vermeintlich so fernen Afrika ganz unmerklich in unsere Breitengrade hinüberführt indem das Schicksal der Kindersklaven, die durch Arbeit in einem anderen Land ihre Familie ernähren sollen im angedeuteten Alltag junger Sportler in Schweizer Profiinternaten gespiegelt wird, ohne unzulässig vereinfachende Parallelen zu ziehen."

01. November 2010 | DAS SCHIFF DES TORJÄGERS • Kritik • Das Schiff des Torjägers

Überblick zum Film auf moviepilot.de

27. Oktober 2010 | DAS SCHIFF DES TORJÄGERS • Kritik • Der Freitag

Laut Matthias Dell gelingt der Regisseurin "ein differenzierter Blick auf den Fall, der einst Peter Kloeppel betroffen aus seinen RTL-Nachrichten hatte gucken lassen: Dass Eltern ihre Kinder zum Arbeiten wegschicken, mag aus Sicht einer deutschen Mutter herzlos erscheinen – hier ist es eine ökonomische Notwendigkeit, die sich westliche Liebe nicht leisten kann. Akpobories wenn auch finanziell erfolgreicher Weg hat dieses Schicksal im Prinzip vorweggenommen, was man vor allem spürt, wenn Wolfsburg-Ex-Manager über nichts als den plötzlichen Wertverlust seines Spielers erzählt oder in Zürich über das Scouting von jungen Talenten gesprochen wird."

11. August 2010 | DAS SCHIFF DES TORJÄGERS • Kritik • outnow.ch

"Über all dem steht der Anspruch der Filmemacher, dem Geschehen ambivalent entgegenzutreten, um der Komplexität des Themas gerecht zu werden. Die durch Hilfsorganisationen lancierte energische Berichterstattung zum "Sklavenschiff vor der Küste Westafrikas" etwa war einerseits nötig, um die globale Aufmerksamkeit auf diesen Missstand zu lenken, anderseits wurde dadurch der Ruf Akpobories von heute auf morgen ruiniert. So repräsentiert auch die "Etireno" für die einen die Erinnerung an Erniedrigung und Gefangenschaft, für die anderen bis heute Lebensgrundlage und Hoffnung auf eine bessere Zukunft."

10. August 2010 | DAS SCHIFF DES TORJÄGERS • Kritik • something-to-do-with-death.blogspot.com

"Der Film versteht sich – wie erwähnt – nicht als kriminologische Angelegenheit, sondern mehr als Reflexion über die unterschiedlichen Lebensweisen in Afrika und Europa im Zeitalter der Globalisierung. So wird die Schere zwischen arm und reich dem Zuschauer brutal vor Augen geführt, wenn man diese Familien davon erzählen hört, wie sie sich am Existenzminimum durchschlagen, und in der nächsten Einstellung Akpoborie mit einem Offroader zum Training vorfährt. Auch die Zerissenheit der afrikanischen Gesellschaft zwischen Modernität und Tradition wird geradezu spürbar gemacht."

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