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HABERMANN

HABERMANN

Regie Juraj Herz
Kinostart 25.11.2010
Genre Drama

Kritiken • HABERMANN

13. November 2010 | HABERMANN • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Sonja M. Schultz findet an HABERMANN (HABERMANN Trailer) das Aufrechnen von Kriegsschuld und die Gleichsetzung der deutschen Erfahrungen mit der jüdischen ärgerlich. "HABERMANN (HABERMANN Trailer) überträgt zusätzlich Holocaust-Symbolik auf die an den Deutschen begangene Gewalt. Auf der Bildebene glaubt man zunächst, ein typisches Holocaust-Drama vor sich zu haben: Eine Gruppe von Menschen muss Spießruten laufen, sie werden blutig geschlagen, sie müssen über Glasscherben kriechen, ein Kopf knallt an die Mauer, dazu dröhnt dramatisch Musik. HABERMANN (HABERMANN Trailer) gibt sich ganz explizit brutal – beziehungsweise exquisit brutal, denn der Film ist sich seiner schicksalsschwer orchestrierten Gewalt-Schauwerte ganz bewusst. Selbst über den Filmtitel läuft Blut."

25. November 2010 | HABERMANN • Kritik • Die Tageszeitung

Für Stefan Reinecke enthält HABERMANN (HABERMANN Trailer) enthält "ein paar bedenkliche historische Umdeutungen. Der Held, der gute, unpolitische Deutsche, und Jana, die Jüdin, werden beide von dem bösen SS-Mann verfolgt, Jana auch erotisch, um gar kein Klischee auszulassen. Waren die normalen Deutschen und die Juden also gleichermaßen Opfer der Nazis? Am Ende massakrieren die undankbaren Tschechen ihren Wohltäter Habermann, während Jana heim ins Reich deportiert wird. In diesen Bildern, Habermanns Martyrium und der Deportation nach Deutschland, die an KZ-Züge erinnert, sind alle Katzen grau."

25. November 2010 | HABERMANN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte ist entsetzt. "Der dramatische und mit voyeuristischem Eifer ausgespielte Höhepunkt, der kollektive Foltermord am Deutschen durch eine bis dahin freundlich scheinende Dorfgemeinschaft vertauscht einfach die Requisiten. Statt NS-Abzeichen trägt man nun kommunistische Embleme. Und siehe da: Die Tschechen sind genauso böse wie die Deutschen. Dass der Altmeister Juraj Herz dabei Regie führt, macht das Zuschauen nur noch traurig."

25. November 2010 | HABERMANN • Kritik • Der Freitag

Barbara Schweizerhof hat sich hinterher geschämt. "Der Film ist gewissermaßen aus der Behauptung heraus aufgebaut, dass es ein überkommenes Bild der Ereignisse im Sudetenland von 1937 bis 1945 gäbe, das die Deutschen sämtlich böse und die Tschechen sämtlich gut darstelle. Mit großer Geste macht sich HABERMANN (HABERMANN Trailer) nun daran, das Gegenteil zu beweisen: Es gab gute und böse Menschen – sowohl bei den Deutschen als auch bei den Tschechen!"

25. November 2010 | HABERMANN • Kritik • textezumfilm.de

José García kann dem Film Gutes abgewinnen. "Dass ein Spielfilm mit maßgeblicher tschechischer Beteiligung nicht nur das Leid der tschechischen, sondern auch das der deutschen Bevölkerung schonungslos zeigt, ist das besondere Verdienst von HABERMANN (HABERMANN Trailer). Mit einem Aufrechnen von Schuld und Leiden oder gar mit einer revisionistischen Haltung hat dies freilich nichts zu tun."

23. November 2010 | HABERMANN • Kritik • film-dienst

Felicitas Kleiner stellt fest: "Hauptdarsteller Mark Waschke agiert wie in BUDDENBROOKS (BUDDENBROOKS Trailer) als zinnsoldatischer Ehrenmann, dessen Verhaltenskodex angesichts der Konflikte des 20. Jahrhunderts nicht mehr greifen will; er füllt seine Rolle als Märtyrer der um sich greifenden Barbarei zwar durchaus bewegend, für ein psychologisch interessantes Porträt eines Unpolitischen, der zu spät die Zeichen der Zeit erkennt, lässt ihm der Film keinen Raum. Von "historischer Bedeutung" ist HABERMANN (HABERMANN Trailer) deswegen tatsächlich höchstens als erster gemeinsamer deutsch-österreichisch-tschechischer Versuch, die Geschichte aufzuarbeiten; er lässt für kommende Filme aber noch viel Arbeit übrig."

17. November 2010 | HABERMANN • Kritik • br-online.de

Reißerisch und überemotionalisierend findet Harald Steinwender HABERMANN (HABERMANN Trailer). "Besonders ärgerlich sind die reißerischen, mitunter kolportageartigen Elemente des Films, die durch die aufdringlich emotionalisierende Filmmusik von Elia Cmiral zusätzlich herausgestrichen werden. Die Schlusseinstellung des Films ist in dieser Hinsicht bezeichnend. Hier versteigt sich Herz zu einer überzogenen Bildallegorie, mit der die Vertreibung der Sudetendeutschen zur historischen Neuauflage der Deportation der europäischen Juden parallelisiert wird."

02. November 2010 | HABERMANN • Kritik • Filmbewertungsstelle

"Manchmal ist die Spannung für den Betrachter unerträglich. Ein ungeheures Tempo der verschiedenen Erzählstränge, die Komplexität der Motive und der folgenden Entscheidungen, die mit hoher Präzision von allen Schauspielern eindrucksvoll dargestellt werden, die sich immer wieder bestätigende Befürchtung einer sich anbahnenden Katastrophe bleiben bis zum bitteren Ende dieser dramatischen Entwicklung erhalten. Sie ist wie ein Spiegel der realen Situation der Verhältnisse im Sudetenland, auch nachdem der Krieg vorbei ist."

02. November 2010 | HABERMANN • Kritik • hollyglade.com

"Vereinzelte Glanzlichter setzen lediglich die überzeugenden Darsteller. Besonders Ben Becker, Franziska Weisz und Karel Roden verleihen der Handlung mit ihren differenzierten Charakterporträts etwas Spannung. Ansonsten verschenkt HABERMANN (HABERMANN Trailer) sein überbordendes dramatisches Potenzial. Bis heute sorgt der Streit um Schuldige, Opfer und Entschädigungen für heftige Debatten. Der Brisanz des historischen Stoffes sind sich Regisseur Juraj Herz und Autor Wolfgang Limmer, der das Drehbuch äußerst frei nach Josef Urbans Roman "Habermanns Mühle" verfasste, peinlich bewusst."

02. November 2010 | HABERMANN • Kritik • progammkino.de

Michael Meyns kann dem Ganzen nicht viel abgewinnen. "Letztlich ist HABERMANN (HABERMANN Trailer) einer jener Filme, die viel wollen, aber wenig erreichen. Wirklich schlecht ist nichts an Juraj Herz Film, besonders gut allerdings auch nicht. Die Möglichkeit, ein zwar heikles, aber auch wichtiges Thema deutsch/ tschechischer Geschichte filmisch interessant umzusetzen, wurde bedauerlicherweise vergeben."

01. November 2010 | HABERMANN • Kritik • Habermann

Überblick zum Film auf moviepilot.de

04. August 2010 | HABERMANN • Kritik • visionkino.de

Carsten Siehl stellt fest: "Visuell und dramaturgisch überzeugt HABERMANN (HABERMANN Trailer) über die gesamte Spiellänge. Sowohl die stilsicher und wirkungsvoll umgesetzten Massenszenen als auch die mit größter Sorgfalt entwickelte Figurenkonstellation sind Teil einer funktionierenden Spannungsdramaturgie. Herz hat kein Interesse an einem simplen Gut-Böse-Schema. Zudem meidet er explizite körperliche Gewaltexzesse, sondern konzentriert sich auf den psychischen Terror und die daraus resultierenden Konsequenzen."

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