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9 LEBEN

9 LEBEN

Regie Maria Speth
Kinostart 19.05.2011

Kritiken • 9 LEBEN

12. November 2010 | 9 LEBEN • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Maria Speth drehte mit 9 LEBEN (9 LEBEN Trailer) eine Dokumentation über Berliner Straßenkinder und wählt für ihr Thema einen ungewöhnlichen Zugang, wie Michael Kienzl schreibt. "Den Einstieg in den Film bilden etwa detaillierte Schilderungen von der Drogensucht und der Schwierigkeit, sich als Junkie zu resozialisieren. Erst viel später, wenn man die einzelnen Personen bereits kennengelernt hat, stellen sie sich mit Namen vor. Gegen Ende wird die Anordnung aber dann doch sehr schematisch. Themen werden nacheinander abgehackt, und am Schluss steht die Erkenntnis, dass sich auch Straßenkinder insgeheim nach einem bürgerlichen Dasein sehnen."

19. Mai 2011 | 9 LEBEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Silvia Hallensleben sieht es so: "Straßenkinder und ihr Überlebenskampf sind ein gerne gefilmtes journalistisches Sujet. Regisseurin Maria Speth geht mit ihrem Dokumentarfilm 9 Leben (9 Leben Trailer) einen anderen Weg. Sie geht mit ihren Heldinnen und Helden nicht zum Betteln oder in die Wärmestube, sondern setzt sie vor einer weißen Wand im Studio in Pose – perfekt ausgeleuchtet, in bester Kameraqualität."

19. Mai 2011 | 9 LEBEN • Kritik • Die TAZ

Claudia Lenssen meint: "9 Leben (9 Leben Trailer) besticht durch seine Form. Die sieben Protagonisten wurden fern von ihrem Milieu in ein abstraktes Studioambiente gebeten, wo sie vor weißem Hintergrund sitzen und einzeln ihre Lebensgeschichten erzählen. In Schwarz-Weiß aufgenommen und nach thematischen Bezügen montiert, wirken sie wie ausdrucksstarke Leinwandpersönlichkeiten."

14. Mai 2011 | 9 LEBEN • Kritik • schnitt.de

Sarah Sander hat sich nicht überzeugen lassen. "Ein bißchen zu hell ausgeleuchtet also für einen ungetrübten Blick aufs weiße Blatt. Ein bißchen viel Fokus aufs Drama, wenn alles außer der Selbstanalyse außen vor bleibt. Die gutausgeleuchteten White Cubes lassen nicht nur die klischierten Milieubilder weg, sondern auch die Geschichten, die sich über Bilder erzählen würden. Die über Nebensächlichkeiten, Farben oder Stadtlandschaften von allbekannten Kleinigkeiten ebenso wie von Sehnsüchten, Ängsten und Alltag erzählen könnten."

09. Mai 2011 | 9 LEBEN • Kritik • film-dienst

Esther Buss lobt die Dokumentation. "So unterschiedlich die familiären Hintergründe, Motive, Lebenseinstellungen, Welt- und Selbstbilder auch sind, ergibt sich gerade im Zusammenspiel der Einzelporträts so etwas wie ein Dialog. Man erkennt strukturelle Parallelen wie familiäre Gewalt, gesellschaftliche Missstände, aber auch das Spezifische der Biografien, denn letztendlich stehen hinter allen Geschichten individuelle Entscheidungen. Auf diese Weise vermeidet 9 LEBEN (9 LEBEN Trailer) die Konstruktion einer fatalistischen Zwangsläufigkeit: Man könnte sich für Sunny, Toni, Krümel, JJ, Stöpsel, Soja und Za tatsächlich auch ein anderes Leben vorstellen."

02. Mai 2011 | 9 LEBEN • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns schreibt: "Ein Außen gibt es nicht, keine Bilder von der Straße, von den Gegenden Berlins, in denen gelebt wird. Diese formale Strenge ist nicht immer ganz zwingend, zumal Speth den gleichermaßen distanzierten, wie respektvollen Blick auf die Protagonisten immer wieder durchbricht und als Fragende aus dem Off in Erscheinung tritt. Und doch gelingt es gerade durch die Distanz von der Straße, den neutralen Hintergrund, sich den unterschiedlichen Typen zu nähern. So wird aus 9 LEBEN (9 LEBEN Trailer), der eigentlich nur Nebenprodukt der Recherchearbeit zu einem Spielfilmprojekt war, ein vorurteilsloser, differenzierter Blick auf eine Welt, an der der Großteil der Bevölkerung meist achtlos allzu oft voller Vorurteile vorbeigeht."

28. April 2011 | 9 LEBEN • Kritik • filmgazette.de

Sven Jachmann war beeindruckt. "Über das Gespräch und einem sich nur ihnen verpflichtenden Raum wachsen die Figuren von der Variable zur omnipräsenten Biographie. Zweifel darüber, was mit aller Härte, Offenheit und Verletzlichkeit gesagt wird, wollen die Bilder, die ausschließlich Gesichter kennen, jedenfalls mit sämtlichen zur Verfügung stehenden Mitteln des Films verhindern und aus den Portraits wird eine regelrechte Apotheose."

01. Februar 2011 | 9 LEBEN • Kritik • 9 Leben

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