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LIVE AUS PEEPLI - IRGENDWO IN INDIEN

LIVE AUS PEEPLI - IRGENDWO IN INDIEN

Regie Anusha Rizvi
Kinostart 11.11.2010

Kritiken • LIVE AUS PEEPLI - IRGENDWO IN INDIEN

03. November 2010 | LIVE AUS PEEPLI - IRGENDWO IN INDIEN • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Wie Thorsten Funke schreibt, zerfasert der Film "in seiner Struktur leider ein wenig, weil er die vielen Figuren und Interessengruppen nicht straff genug organisiert. Und ähnlich wie die Medien auf der Leinwand macht der Film die soziale Situation der Landbevölkerung nicht zu seinem Zentrum. Die wird eher vorausgesetzt als beschrieben. Die Zusammenhänge, die hinter den Bauernselbstmorden stehen (teures genverändertes Saatgut, Konkurrenz auf dem Weltmarkt, Wucherzinsen bei Krediten), sind kein Thema, der angekündigte Suizid selbst eigentlich nur der Aufhänger für eine Darstellung unfähiger Eliten. Die allerdings gelingt mit pointiertem und makabren Humor so gut, dass einem das Lachen im Hals steckenbleibt."

10. November 2010 | LIVE AUS PEEPLI - IRGENDWO IN INDIEN • Kritik • kultiversum.de

Oliver Heilwagen weiß kaum, was er "an dieser charmant makabren Sozialsatire am meisten bewundern soll. Die originelle Handlung? Die treffende Figurenzeichnung von Bauern, Politiker und Medienmenschen – samt culture clash, wenn sie aufeinanderprallen? Die überzeugenden Darsteller, einschließlich der Komparsen auf dem Dorf? Oder die leichthändige Inszenierung von Regisseurin Anusha Rizvi? Dabei zeigt LIVE AUS PEEPLI - IRGENDWO IN INDIEN (LIVE AUS PEEPLI - IRGENDWO IN INDIEN Trailer) keine Tanz- und nur wenige Gesangseinlagen. Zwar ist der Film mit satten Farben und turbulenten Massenszenen ein typisch indischer Augenschmaus. Aber einer ohne Bollywood-Klischees."

09. November 2010 | LIVE AUS PEEPLI - IRGENDWO IN INDIEN • Kritik • schnitt.de

Julian Bauer ist durchaus angetan. "Die Regisseurin Anusha Rizvi nähert sich dem Thema komödiantisch, manchmal in etwas überzogener Manier. Getreu dem Vorbild einer Komödie sind die Charaktere scherenschnittartig. Doch auch wenn manche Sätze zu Aphorismen zu verkommen drohen, verfällt der Film nicht in Polemiken. Es gibt wenige Rührseligkeiten, sowie die Sympathien nicht durchgängig bei einem Charakter verortbar sind. Das liegt oft daran, daß die Montage in ihrer Kommentarfunktion nie überstrapaziert wird. So geschieht es, daß man zuweilen ein wenig in den zahlreichen Personenkonstellationen umherirrt."

01. Oktober 2010 | LIVE AUS PEEPLI - IRGENDWO IN INDIEN • Kritik • Live aus Peepli - Irgendwo in Indien

Überblick zum Film auf moviepilot.de

26. September 2010 | LIVE AUS PEEPLI - IRGENDWO IN INDIEN • Kritik • weltexpress.info

Lida Bach sah einen Film "weit weg von Kitsch-Fantasien, die das indische Kino auf westlichen Leinwänden repräsentieren. Anstelle farbenfroher Kulissen tritt das stumpfe Braun und Ocker der ländlichen Gegend. Ihr Weg führt das Brüderpaar nicht an glitzernde Wasserfälle umrankt von exotischer Blütenpracht, sondern über unbefestigte Straßen und staubige Äcker. Der Boden ist ausgelaugt wie die Menschen. Beide gehören der Bank. Wie nah ihre Geschichte an der Wirklichkeit ist, lässt die Regisseurin im Namen ihrer Hauptfigur anklingen. Natha trägt den tatsächlichen Zunamen von Darsteller Omkar Das Manikpuri. Anusha Rizvis ungeschöntes Sozialdrama könnte auch eine Reportage sein."

18. Februar 2010 | LIVE AUS PEEPLI - IRGENDWO IN INDIEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Sebastian Handke sah "eine derbe, schwarzhumorige – und zugleich tieftraurige – Dorfposse. Ihre Spitzen gegen die politische Klasse sind treffsicher, ihr Blick auf die Dorfbewohner voller Empathie. Anusha Rizvi ließ sich für die Dreharbeiten selbst in einem kleinen Dorf nieder, den größten Teil der Rollen gab sie an Schauspieler aus ländlichen Theatergruppen. Sie verleihen den Figuren eine Wahrhaftigkeit, wie sie mit einer Studioproduktion nie zu erreichen gewesen wäre. Ein sehenswerter Film, dem man jederzeit ansieht, wie viel Herzblut in seine Herstellung eingegangen ist."

18. Februar 2010 | LIVE AUS PEEPLI - IRGENDWO IN INDIEN • Kritik • kultiversum.de

Für Oliver Heilwagen ist der Film "mit seiner Schaulust an satten Farben und dem Trubel von Massenszenen ein typisch indischer Augenschmaus. Aber einer, der ohne jedes Bollywood-Klischee auskommt. Stattdessen enthüllt seine bunt schillernde Verpackung einen wahren Skandal: Von 1997 bis 2007 begingen 182.000 Bauern in Indien aus Geldmangel Selbstmord. Anusha Rizvi erinnert daran, dass zwei Drittel aller Inder auf dem Land leben, wo ihnen der Boom der IT-Branche nicht zugute kommt. Das verdient mehr Aufmerksamkeit – auch auf der Berlinale. Im Wettbewerb darf der Film aber nicht laufen, da er schon andernorts zu sehen war."

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