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PLUG & PRAY

PLUG & PRAY

Regie Jens Schanze
Kinostart 11.11.2010

Kritiken • PLUG & PRAY

23. August 2010 | PLUG & PRAY • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Nino Klingler sah "eine Dokumentation über wissenschaftliche Forschung wie über wissenschaftliche Inspiration. Und diese Querverbindung wird gerne unter den Teppich gekehrt: Auch der härteste Empirist muss inspiriert werden, um eine Richtung zu wählen im mechanischen Universum. Und Film, Comic und Literatur haben die Freiheit, Welten zu behaupten, von denen der Stand der Wissenschaft noch weit entfernt ist. Insofern kann man sagen, dass, ebenso wie der Roboter das Gegenüber des Menschen ist, das Gegenüber der Roboterentwickler Autoren, Zeichner und Regisseure sind, die vergessenen Forscher der Inspiration. Ins Labor der Robotik gehören Asimov, Tezuka und Spielberg mindestens genauso wie Fachbücher zu Mathematik, Kybernetik und Physik."

10. November 2010 | PLUG & PRAY • Kritik • textezumfilm.de

"Gegen die geradezu euphorische Stimmung, die in solchen Forschungseinrichtungen und insbesondere bei Kurzweils Firma herrscht, baut Jens Schanzes Film dadurch einen Gegensatz, dass er Joseph Weizenbaum nicht nur die meiste Leinwandzeit einräumt, sondern ihn auch immer wieder in Großaufnahme zeigt, womit seine mahnende Stimme ein ganz besonderes Gewicht erhält. PLUG & PRAY (PLUG & PRAY Trailer) könnte sogar als Hommage an den großen Skeptiker bezeichnet werden. Seine Mahnungen, die sich in der Frage "Ist der Mensch eine Maschine aus Fleisch?" verdichten, bilden das Herzstück von Schanzes Dokumentation."

09. November 2010 | PLUG & PRAY • Kritik • schnitt.de

Rebekka Hufendiek ist enttäuscht. "Roboter, die über lange Zeitstrecken Lernprozessen ausgesetzt sind, können durchaus eine eigene Geschichte haben, was diese Roboter einmal können werden, ist längst nicht mehr berechenbar, sondern unterliegt ebenso kontigenten Entwicklungsbedingungen wie menschliche Lernprozesse. Im Angesicht dieser Entwicklungen, die im Film kaum vorkommen, wirken Weizenbaums Bedenken wie angestaubte philosophische Worthülsen aus dem letzten Jahrhundert. PLUG & PRAY (PLUG & PRAY Trailer) bleibt bei alldem ein recht hübsch gemachter und informativer Dokumentarfilm. Die eigentlich interessante Dimension seines Themas vermag er jedoch kaum zu streifen."

05. November 2010 | PLUG & PRAY • Kritik • filmgazette.de

Im parallelen Aufbau von Jens Schanzes Film ergeben sich so immer wieder wechselseitige Kommentierungen, schreibt Wolfgang Nierlin. "Zum Beispiel wenn der italienische Forscher Giorgio Metta ein lernfähiges künstliches System vorstellt, der Japaner Hiroshi Ishiguro an der Konstruktion eines Roboters arbeitet, der eine möglichst hohe Menschenähnlichkeit aufweisen soll, oder wenn Nano-Technologen, die mit der Kreuzung von Informatik, Chemie und Biologie beschäftigt sind, davon schwärmen, "intelligente Zellen" zu bauen."

02. November 2010 | PLUG & PRAY • Kritik • schnitt.de

Rebekka Hufendiek resümmiert: "Roboter, die über lange Zeitstrecken Lernprozessen ausgesetzt sind, können durchaus eine eigene Geschichte haben, was diese Roboter einmal können werden, ist längst nicht mehr berechenbar, sondern unterliegt ebenso kontigenten Entwicklungsbedingungen wie menschliche Lernprozesse. Im Angesicht dieser Entwicklungen, die im Film kaum vorkommen, wirken Weizenbaums Bedenken wie angestaubte philosophische Worthülsen aus dem letzten Jahrhundert. PLUG & PRAY (PLUG & PRAY Trailer) bleibt bei alldem ein recht hübsch gemachter und informativer Dokumentarfilm. Die eigentlich interessante Dimension seines Themas vermag er jedoch kaum zu streifen."

31. Oktober 2010 | PLUG & PRAY • Kritik • negativ-film.de

Simon Frauendorfer lobt den Film. "PLUG & PRAY (PLUG & PRAY Trailer) ist ein lohnender Film, der von großer Recherchemühe zeugt und sein Ziel, einen groben Überblick des Diskurses über Technologisierung und künstliche Intelligenz zu verschaffen, auch erreicht. Dabei stellt er wichtige Fragen zur Relation des Menschen zu seinen Schöpfungen und überzeugt dank einer differenzierten Betrachtung ohne apokalyptische Endzeitszenarien oder Lobeshymen auf die wundervolle Welt der Technik. PLUG & PRAY (PLUG & PRAY Trailer) ist eine durchweg optimistische Einstellung."

02. Oktober 2010 | PLUG & PRAY • Kritik • Filmbewertungsstelle Wiesbaden

Es gelingt "dem Film, ein differenziertes Bild der gegenwärtigen Gesamtdiskussion zu zeichnen, die am Beispiel der Künstlichen Intelligenz grundlegende Fragen wie Willensfreiheit, Erosion von Verantwortung oder Identitätsproblematik anschaulich skizziert. Auch die filmischen Passagen, die sich auf die zukunftsträchtige Nanotechnologie beziehen, zeigen deutlich, dass die genannten Problembereiche nicht gelöst, sondern eher noch radikalisieren werden. Diese Aussagen treffen die gegenwärtigen Diskussionszusammenhänge um grundlagentheoretische Implikationen moderner Informationstechnologien sehr genau."

02. Oktober 2010 | PLUG & PRAY • Kritik • programmkino.de

Dorothee Tackmann hätte mehr erwartet. "Universitäre Verwaltungsräume, vollgestellte Laboratorien und halbfertige Roboter geben nicht die dankbarsten Motive her. Offenbar sollte hier die sterile Ödnis und Trockenheit wissenschaftlicher Arbeit unterstrichen werden. Die matten Bilder rechtfertigen nicht unbedingt die große Leinwand. Mehr als auf eine entfesselte Technologie konzentriert sich Jens Schanze auf Joseph Weizenbaum, der während der Dreharbeiten ablebte. PLUG & PRAY (PLUG & PRAY Trailer) ist ein Porträt seiner letzten nachdenklichen Tage."

01. Oktober 2010 | PLUG & PRAY • Kritik • Plug & Pray

Überblick zum Film auf moviepilot.de

19. April 2010 | PLUG & PRAY • Kritik • sennhausersfilmblog.ch

"Das alles ist erhellend und stimmt nachdenklich, aber wirklich beeindruckend ist Joe Weizenbaum, auch dann, wenn er sich mit unnachahmlicher Lakonie über die moderne Computertechnik in seiner Wohung lustig macht, über die unzähligen Laptops, von denen er immer wieder neue kauft, über kabellose Funktionen, die man an den Kabelhaufen unterm Tisch erkennt und ähnliche Alltagsphänomene, die wir nur allzu gut kennen."

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