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DIE KOMMENDEN TAGE

DIE KOMMENDEN TAGE

Regie Lars Kraume
Kinostart 04.11.2010
Genre Drama

Kritiken • DIE KOMMENDEN TAGE

04. November 2010 | DIE KOMMENDEN TAGE • Kritik • kultiversum.de

Vermutlich tritt in naher Zukunft einiges von dem ein, was der Regisseur in seiner Fiktion prognostiziert, glaubt Denis Demmerle. "Sein Drama scheitert nicht an der Frage, wie plausibel seine Ideen sind, sondern am fehlenden dramaturgischen Fokus. Da erschießt in den Alpen ein versklavter afrikanischer Kindersoldat kaltblütig einen linken Terroristen, um seinen erblindenden Herren zu rächen. Der war kurz zuvor im Begriff, nach Fehlgeburt und Trennung endlich die Liebe seines Lebens samt eines fremden Kindes - eigenes Kinderglück ist ihm verwehrt - versöhnlich in die Arme zu schließen. Doch der Zuschauer weiß, dass der leibliche Vater sein Mörder ist - so eine eine Geschichte klingt nicht nur unsinnig."

03. November 2010 | DIE KOMMENDEN TAGE • Kritik • schnitt.de

Till Boller ist enttäuscht. "Mutlos flüchtet sich DIE KOMMENDEN TAGE (DIE KOMMENDEN TAGE Trailer) in Eskapismus-Ideale. Die Lösung aller Probleme findet sich ausgerechnet auf der Alm. Ein Aufbegehren gegen die eigene dystopische Vision lehnt der Film ab und entwirft trotz Systemversagen ein konservativ gezeichnetes Bild von gut-böse Zuweisungen. Die Ereignisse der deutschen Gesellschaft aus den 1960er und 70er Jahren werden mit Problemen der Gegenwart vermischt, um aus beiden ein Bild der Zukunft zu stricken, das logischerweise recht unharmonisch und anachronistisch gerät."

03. November 2010 | DIE KOMMENDEN TAGE • Kritik • schnitt.de

Oliver Baumgarten stellt fest: "Vor allem die ausgewogene Ausstattung, die in Sonja Roms gewohnt hervorragenden Bildern zum Ausdruck kommt, und der Handlungskontext erlauben Rückschlüsse auf vermutliche Mechanismen der erzählten Welt. Ein solcher Ansatz steht und fällt natürlich mit der Überzeugungskraft der Darsteller, und das namhafte Ensemble enttäuscht in keinster Weise, diese düstere Vision zu glaubhafter und packender Science Fiction werden zu lassen."

29. Oktober 2010 | DIE KOMMENDEN TAGE • Kritik • film-dienst

Michael Kohler hat sich nicht ganz überzeugen lassen. "An einigen Stellen "vergisst" Lars Kraume über einem netten Einfall jede Handlungslogik, und welcher Teufel ihn geritten hat, sein utopisches Finale durch Kintopp-Geballere zu entstellen, weiß nur er allein. Manche Regisseure scheitern, weil sie sich allzu demütig in mittelmäßige Ambitionen fügen. Das will sich Lars Kraume nicht nachsagen lassen. Wenn schon scheitern, so lässt sich sein Film auch verstehen, dann aber richtig: am eigenen Ehrgeiz."

29. Oktober 2010 | DIE KOMMENDEN TAGE • Kritik • filmrezension.de

Nicolas Oxen sah deutsche Routinearbeit als großes Wagnis. "Immerhin schlagen die Schauspieler sich wacker. August Diehl zeigt wieder einmal mehr, als nur sein uns lieb gewordenes deutsches Schauspielergesicht. Susanne Lothar lässt, wie zuletzt in DAS WEISSE BAND (DAS WEISSE BAND Trailer) trotz Nebenrolle als Mutter, psychische Zustände schauspielerisch eindrucksvoll sichtbar werden. Dass dann aber Jürgen Vogel (auch Produzent des Films) nochmal vorbeischaut, wirkt wie ein unfreiwilliger Cameo-Gag und sieht aus, als spiele er sich selbst. Man sollte dem Titel dieses Films folgen und ihn auf sich zukommen lassen, denn das Ende ist doch großartig unfreiwillig originell."

29. Oktober 2010 | DIE KOMMENDEN TAGE • Kritik • negativ-film.de

Was den Zuschauer erwartet, ist laut Dominik Eichhorn "nicht etwa die waghalsige Zukunftsprognose eines Filmemachers, sondern eine bedachte Abhandlung all der Ängste einer Gesellschaft, die sich in heutigen Bürgerbegehren und sonstigen Umweltdebatten widerspiegeln. Gerade deswegen verlässt der Zuschauer aufgewühlt den Kinosaal, im Bewusstsein all dieser Wahrheiten gewesen zu sein und plötzlich am Ende zusammen mit den Darstellern des Films wieder vor der anfangs erwähnten Mauer zu stehen – doch diesmal ein wenig mehr als nur sprachlos."

28. Oktober 2010 | DIE KOMMENDEN TAGE • Kritik • Der Tagesspiegel

Eva Kalwa spürte den Hauch von Herbststimmung bei der Premiere in Berlin.

25. Oktober 2010 | DIE KOMMENDEN TAGE • Kritik • br-online.de

Für Margret Köhler kehrt der Regisseur mit DIE KOMMENDEN TAGE (DIE KOMMENDEN TAGE Trailer) zum "klassischen Erzählkino zurück und beeindruckt durch eine im deutschen Kino rare Bilderwucht und einen spektakulären Showdown. Dass die krude Story funktioniert, liegt an den stark aufspielenden Schauspielern, allen voran Bernadette Herwagen als sanfte und sehnsuchtsvolle Frau, Johanna Wokalek als abgründige Kämpferin für eine bessere Gesellschaft erinnert etwas an ihren Auftritt als Gudrun Ensslin in DER BAADER MEINHOF KOMPLEX (DER BAADER MEINHOF KOMPLEX Trailer), Daniel Brühl als fast blinder Zivilisationskritiker mimt mal wieder den Guten und August Diehl den Bösen als teuflischer "agent provocateur". Ein interessanter Mix."

15. Oktober 2010 | DIE KOMMENDEN TAGE • Kritik • programmkino.de

Dass Volker Mazassek "mehr als zwei Stunden am Ball bleibt, liegt vor allem daran, dass Lars Kraume die Lebensentscheidungen seiner Figuren konsequent ausspinnt. Gangbare Wege zeigt er nicht. Es gibt ein paar Andeutungen, dass ein Zurück zur Natur vielleicht gut wäre. Kein naives Zurück zur Natur allerdings. Es wäre eher eine Natur, die ohne Menschen auskommt."

14. Oktober 2010 | DIE KOMMENDEN TAGE • Kritik • outnow.ch

DIE KOMMENDEN TAGE (DIE KOMMENDEN TAGE Trailer) "scheitert an seinem eigenen Anspruch. Kraume und sein Team wollten zu viel in ihren Film packen, weshalb oftmals Handlungsstränge abgehackt wirken, während andere zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Ein Director's Cut des Filmes, wenn es denn mal einen geben sollte, wäre sicherlich interessant, denn Potenzial ist klar vorhanden. Leider kann es sich hier nicht entfalten."

02. Oktober 2010 | DIE KOMMENDEN TAGE • Kritik • Filmbewertungsstelle Wiesbaden

"Sicherlich hat der Film in der angestrebten Bandbreite der Bilder und Modelle eine gewisse Thesenhaftigkeit, die eine emotionale Involviertheit des Zuschauers nicht immer im vollen Maße zulassen mag; und nicht jede erreichte Etappe im Ablauf der immer chaotischeren Lebenswege kommt ohne Stereotypisierungen aus. Gleichwohl überzeugt der Film insgesamt durch seinen langen Atem, nicht zuletzt etwa in Details des Szenenbildes, der Figurenzeichnung und der Kameraarbeit."

01. Oktober 2010 | DIE KOMMENDEN TAGE • Kritik • Die kommenden Tage

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