| Regie | Christopher Nolan |
| Kinostart | 26.07.2012 |
Nino Klingler empfiehlt, "keinesfalls einen Glaubwürdigkeit heischenden Look mit einer um wahrhaftige Lebensnähe bemühten Inszenierung [zu] verwechseln. Ersteres hat Christopher Nolan in The Dark Knight (
) für den Superheldenfilm perfektioniert, Letzteres hat er in keinem seiner Filme wirklich herzustellen vermocht. Es scheint, als begreife Nolan das normale Leben schlicht und ergreifend nicht und könne ihm doch nicht den Rücken zuwenden."
"Die konsequente Ignoranz der Joker-Geschichte ist befremdlich; die Nachvollziehbarkeit diverser Entwicklungen eines langen, stark gerafften Handlungszeitraums bleibt teils auf der Strecke. Doch für hochgezogene Augenbrauen bleibt eh keine Zeit. THE DARK KNIGHT RISES ist ein 164minütiges Abenteuer ohne Langeweile, mit tollen Überraschungen, meisterlich ausbalancierten Komponenten und einem wuchtigen wie würdigen Schluss des Kreises."
Der Film verwendet laut Anke Westphal viel Sorgfalt für die Ausgestaltung einer "apokalyptischen Subgesellschaft, die bald ein Terrorregime errichtet. ... [Und] erzeugt damit noch einmal tiefe Beunruhigung: Die politische Selbstermächtigung von Teilen der Bevölkerung ist ja aktuell ein Dauerthema."
Christiane Peitz kritisiert den Griff des Regisseurs in die Mythenkiste: "Das Bleischwere, ja Plumpe dieser 163 Minuten langen, zunächst hoffnungslos verhackstückten Story wird dadurch nur noch verstärkt, von Hans Zimmers Wummer-Soundtrack zu schweigen. Wenn Batman und Bane sich mit maskenverzerrten Stimmen anknurren, als begegne Darth Vader sich selbst, entsteht höchstens unfreiwillige Komik."
Fade nennt Christoph Huber den Abschluß der Trilogie. Ohne einen Gegenspieler wie den Joker bleibt der Film ein "langatmiges Arrangement von Versatzstücken mit dem staubigen Retroflair von 1980er-Untergangsszenarien. Bei allem Bemühen, die Batman-Trilogie als die große Popkultur-Paraphrase zu 9/11 und dem War on Terror zu zelebrieren: Selbst die erstmalige Verwendung von Wahrzeichen New Yorks im (aus mehreren Städten komponierten) Gotham City des Films bringt den Film der Wirklichkeit nicht näher – als Politkommentar bleibt er Gestammel."
Für Rüdiger Suchsland ist dies "eine Dekadenzstudie. Er ist ernster, kühler als früher. Wenn man so will: den Zeiten angemessen. Dieser Superheld ist manchmal gar nicht so super: angeschlagen, hinkend, ein Opfer von Folter und Gefangenschaft. Einer, der dauernd einstecken muss. Kein Winner, sondern ein Überlebender."
Dominik Kamalzadeh vermisst trotz manchem guten Einfalls insgesamt Wendigkeit. "Anstatt Dynamik zu erzeugen, häuft der Film Szenen an und verliert sich immer wieder in Nebenplots. Die Erzählung drängt beständig auf Bedeutsamkeit. ... Nolans Finale der Trilogie versucht viel zu angestrengt, All- inclusive-Kino zu bieten: Er glaubt daher, jeden schattigen Winkel der Fledermaushöhle mit Relevanz füllen zu müssen. Daraus ist eine überlange Kraftanstrengung geworden, vor der man kapituliert."
Bernd Bösel hätte sich mehr Ironie gewünscht. "Die Erzeugung von Spannung erfolgt bloß über negative Affekte: zur Lebensform geronnene Angst, Verzweiflung angesichts endzeitlicher Bedrohungen, Frustration, weil ein Ausgleich durch positive Affekte (Liebe, Freundschaft, Freude) nicht möglich ist. Und dieser Spannung steht keine Auflockerung gegenüber."
Holprig nennt Andreas Borcholte den Film. Ihm fehlt "über weiten Strecken die Emotionalität, um fesseln zu können. Denn auch der ewig verschlossene und unterkühlte "Batman" Christian Bale, ob mit oder ohne Kostüm, taugte noch nie zur Identifikationsfigur. Wie schon in den beiden vorherigen Filmen bleibt er ein Zeichen, ein reines Symbolbild."
Das Filmteam liefert "einen in Form und Inhalt sensationellen Abschluss der Trilogie ab. Fazit: THE DARK KNIGHT RISES setzt nahtlos an die vorhergehenden Episoden."
Laut Stefan Mader vermag der Film es nicht, seinen Vorgänger "vom Thron zu stoßen, wer aber Christopher Nolans Bricolage von Elementen aus den besten Comics des Dunklen Ritters und die tollen Bat-Gadgets schon in BATMAN BEGINS gut fand, wird auch THE DARK KNIGHT RISES als gelungenen Abschluss der Trilogie genießen können. Und den anderen ist eh nicht zu helfen."
Bei allem großen Kino - unterstützt von einem endlich mal wieder beeindruckenden Soundtrack Hans Zimmers - lassen für Günter H. Jekubzik "fast drei Stunden Lauflänge zu wenig Zeit: Marion Cotillard verschwindet als wahrlich nicht unwichtige Wayne-Gespielin Miranda Tate in den Hintergrund, das Handlungs-Holterdiepolter wirkt stellenweise übereilt. Was aber beim gespannten Staunen nicht wirklich auffällt. THE DARK KNIGHT RISES liefert ein gelungenes Finale zu Nolans Latex-Triptychon."
Jenny ist enttäuscht. "Das, was gewiefte Kritiker als Subtext bezeichnen, bleibt nichtsdestotrotz der einzige Reiz dieser Comic-Verfilmung, die in Überlänge versucht, ihre Herkunft zu verleugnen. Entschlackt von den halbgaren, zeitgeschichtlichen Parallelen sticht ein Wort-für-Wort verfilmtes Drehbuch hervor, das seinen Zuschauern nichts zutraut und jeden Sachverhalt in meist dreifacher Ausführung aus dem teils verdeckten Mund teils talentierter Darsteller flutschen lässt."
Michael Föls ist irgendwie enttäuscht. "Technisch makellos, visuell sicher toll, aber irgendwie auch einfallslos und beliebig. Es fehlt an großen Überraschungen, an jenen Momenten die dafür sorgen, dass dem Zuseher die Kinnlade herunterkippt und man gebannt der Action folgt. An einigen wenigen Stellen gelingt es Nolan ein begeisterndes Kribbeln der Freude hervorzukitzeln - aber es sind leider viel zu wenige um wirklich mit Begeisterung auf den Film zurückzublicken."
"THE DARK KNIGHT RISES ist ein spektakulärer und eindrücklicher Abschluss geworden. Regisseur Nolan hielt nichts zurück und packte all seine Ideen in einen fast dreistündigen Marathonlauf, welchen die Kinowelt selten gesehen hat. Weil es leicht überladen ist und ein paar kleinere Logikfehler aufweist, kommt das Werk aber nicht ganz an THE DARK KNIGHT heran."
Die Dialoge sind "die Achillesferse von The Dark Knight Rises. Mir scheint, Christopher Nolan ist vom dümmsten Zuschauer ausgegangen, denn ständig meint er, dem Publikum das Gesehene erklären zu müssen. So handelt es sich bei vielen Gesprächen der Leinwandfiguren um unnötige Kommentare dessen, was ohnehin gezeigt wird."
Laut Philippe Zweifel fällt die Fortsetzung "nicht ab, sondern entwickelt ihren eigenen hypnotischen Sog, der einer Düsterkeit geschuldet ist, die sich auch in den komödiantischen Passagen oder Flirt-Szenen zwischen Batman und Catwoman nie ganz verflüchtigt."
Für Rochus Wolff ist der Regisseur gescheitert. Er sah in THE DARK KNIGHT RISES "einen ziemlich holperig rumpelnden Blockbuster, der viel zu viel Erzählung in immer noch zu viel Laufzeit unterbringen wollte und sich dann nicht mehr für die Details des Erzählens interessieren wollte: Und am Ende wird sogar noch ein Bösewicht demontiert."
Für Anne Hathaway könnte 2011 nicht besser anfangen: Sie wird die neue Catwoman in BATMAN 3 (THE DARK KNIGHT RISES (
)) – und stach unter anderem Keira Knightley und Natalie Portman aus.
Tom Hardy mimt Batmans Gegenspieler Bane, Anne Hathaway ist Catwoman. Christopher Nolan will mit THE DARK KNIGHT RISES (
) seine Batman-Reihe abschließen.
Der Film kommt erst in zwei Jahren in die Kinos, und doch macht THE DARK KNIGHT RISES (
) derzeit halb Hollywood verrückt. Gleich sechs Top-Schauspielerinnen buhlen um die weibliche Hauptrolle in der Batman-Fortsetzung. Es sind Natalie Portman, Anne Hathaway, Keira Knightley, Naomi Watts, Blake Lively und Rachel Weisz.
Die Presse berichtet vom Titels des Films und spekuliert über den Bösewicht.
THE DARK KNIGHT RISES - Offizielle Webseite (englisch)
THE DARK KNIGHT RISES - imdb.com
THE DARK KNIGHT RISES - filmmag.de
THE DARK KNIGHT RISES - moviepilot.de