| Regie | Jeff Tremaine |
| Kinostart | 28.10.2010 |
Sven Ole Lorenzen stellt fest: "Die eigentlichen Höhepunkte sind nicht die großen, aufwendigen Stunts sondern die stilleren Momente, wenn beispielsweise ganz im Stile von "Schmidteinander" Sprichwörter auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden, Johnny Knoxville zu "You Can't Rollerskate in a Buffalo Herd" auf Rollschuhen tanzt und sich als heutiger Buster Keaton zeigt. Was immer das auch über unsere Zeit sagen mag."
Für Thomas Groh entwickelt JACKASS 3D (
) "einen regelrechten Fetisch neuer Sichtbarkeiten: Super-SloMo-Verfahren, die einen minutiösen Nachvollzug von Bewegungsabläufen im Millisekundenbereich gestatten, finden allenthalben spektakuläre Anwendung, als lägen zwischen Muybridge und Jackass noch keine 140 Jahre. Die Stuntleute überantworten ihre Körper damit nicht nur regelmäßig der Domäne herber Schmerzerfahrungen, sondern geben damit noch deren unwillkürlichste Regungen und Reaktionen dem Kinoauge preis."
"Auch wenn die besonders denkwürdigen Einfälle dieses Mal ausbleiben, vermutlich weil auch die JACKASS-Jungs irgendwann einmal erwachsen werden, man also auf Evergreens wie das Papierschneiden oder Pferdesperma trinken der Vorgänger verzichten muss, hat auch dieser Film noch einen enorm schadenfreudigen Unterhaltungswert. Und man lacht auch immer noch mit den Jungs, statt über sie, weil in erster Linie sie selbst die größte Freude am eigenen Blödsinn haben. Wie Trophäen präsentieren sie sich gegenseitig ihre klaffenden Wunden, demonstrieren Männlichkeit und führen sie doch nur als reine Albernheit vor."
JACKASS 3D (
) feiert Europapremiere in Berlin. Lucas Vogelsang schreibt über Neues vom Volltrottel.
"Die Ausgangslage ist klar: Wer mit JACKASS 3D (
) nichts anfangen kann meidet den Film, die Fans der Serie werden auch mit diesem Film ihren Spaß haben. Ein paar Auffälligkeiten seien dennoch erwähnt: Hauptdarsteller Johnny Knoxville muss sich manchmal arg bemühen über die Gags noch zu lachen und der 3D Effekt erscheint nur in der Intro- und Abschlusssequenz, die im Studio gedreht wurden, sinnvoll. Ansonsten sollten die Fronten geklärt sein."
Stefan Höltgen schaut auf die Vergangenheit. "Dort finden sich Filmvorführungen auf Großleinwänden mit beweglichen Stühlen, die dem Zuschauer das Gefühl totaler Immersion geben, also "mittendrin" statt nur dabei zu sein. JACKASS 3D (
) erreicht diesen Effekt auf bestmögliche Weise ebenfalls. Dass er damit allerdings nichts besonders Neues, sondern im Gegenteil sogar etwas besonders Altes vollführt, ist als Stärke des Formates anzusehen. Mit JACKASS 3D (
) wird Kino wieder zum simuliert multisensorischen Jahrmarktvergnügen."
Überblick zum Film auf moviepilot.de