Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

STILL WALKING

STILL WALKING

Regie Hirokazu Kore-eda
Kinostart 18.11.2010
Genre Drama

Kritiken • STILL WALKING

17. Oktober 2010 | STILL WALKING • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Mit STILL WALKING (STILL WALKING Trailer) beweist Hirokazu Kore-eda, dass er einer der stilsichersten Regisseure seiner Zeit ist, schreibt Till Kadritzke. "Die Wohnung erscheint als bedrängender Ort der Rituale, in dem jeder Mensch darauf bedacht ist, sein Verhalten an die Erwartungen anderer anzupassen, als Raum der Konventionen, die Patriarch Junbei schon durch die Anwesenheit von Ryotos neuer Frau und deren Sohn gebrochen sieht. Drinnen dürfen derartige Konflikte nicht offen ausgesprochen werden, und doch kommt es zu Störungen und Irritationen, weil eine japanische Wohnung zu klein ist für die vielen Geheimnisse und versteckten Vorwürfe einer ganzen Familie."

18. November 2010 | STILL WALKING • Kritik • kultiversum.de

Oliver Heilwagen hätte etwas mehr erwartet. "So plätschert diese Familienaufstellung auf der Leinwand gleichförmig dahin. Gewiss sind die kleinen Misstöne präzise beobachtet und diskret ins Geschehen integriert. Sie sagen dem Zuschauer jedoch nichts Neues: Dass bei Familientreffen der Wille zur Harmonie unausgetragene Konflikte in Watte packt. Und dass diese Konstellation nicht ideal ist, sich aber kaum ändern wird. Vereinsamten Großstadt-Singles mag STILL WALKING (STILL WALKING Trailer) sentimentale Erinnerungen an normales Familienleben bescheren. Allen anderen genügt das nächste Familienfest: Verwandte kann man sich nicht aussuchen, Kinofilme schon."

16. November 2010 | STILL WALKING • Kritik • schnitt.de

Tamar Baumgarten-Noort ist begeistert. "Sofort spürt der Zuschauer das Unwohlsein Ryotas, wenn er plötzlich mit seinem Vater allein am Tisch sitzt. Ein Blick der Mutter reicht aus, um 15 Jahre Wut nachzufühlen, die unter einer gutmütigen Oberfläche lichterloh brennt. Hirokazu Kore-eda erzählt die Geschichte der Yokoyamas betont beiläufig; es sind keine Tränen nötig, keine Gedenkrituale, kein Gebet. Der Tod ist in die Familie gekommen und hat sich dort sanft gebettet."

01. November 2010 | STILL WALKING • Kritik • filmdesmonats.de

"Der Film ist eine Meditation über grundlegende soziale und existentielle Fragen, über die Beziehung der Generationen, über Zeit, Gedächtnis und Vergessen. Dahinter wird die Suche nach einer Lebensform erkennbar, die die Flüchtigkeit des Individuellen überdauert. Mit großer psychologischer und sinnlicher Raffinesse entfaltet der Film ein Familienpanorama, formvollendet und von universeller Gültigkeit."

01. November 2010 | STILL WALKING • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns bilanziert: "Was Hirokazu Kore-eda mit STILL WALKING (STILL WALKING Trailer) gelingt, ist außerordentlich. Er verzichtet vollständig auf dramatische Wendungen, aufsehenerregende Ereignisse, selbst Streitigkeiten werden kaum ausgetragen. Und doch plätschert die Geschichte keineswegs einfach so dahin, sondern ist bei aller Beiläufigkeit von höchster Präzision. Selten hat sich Aufmerksamkeit, genaues Zuhören und -sehen im Kino so sehr ausgezahlt wie hier. Insofern ein Film wie das Leben: Meist läuft es ohne größere Vorkommnisse ab, so dass man Gefahr läuft, das Besondere im scheinbar Unwichtigen zu verpassen."

02. Oktober 2010 | STILL WALKING • Kritik • cineman.de

Eduard Ulrich lobt den Regisseur. "Hirokazu Kore-Eda zeigt die Ruinen, das Bild vom zerstörerischen Ereignis entsteht stückweise aus den Bemerkungen, die in den Gesprächen fallen. Wie immer wird nichts erklärt, die Genauigkeit der Inszenierung des Alltags lässt das nicht zu. Dennoch wird alles klar aus den kleinen Gesten, aus der Wortwahl. Langsam schälen sich die Diskrepanzen heraus: Innen- gegen Außensicht einer Person und in der eigentlich gemeinsamen Erinnerung. Die (Stief-)Großmutter hält sich für einen guten Menschen, hat sich aber zu einem Filou entwickelt, das eine perfide Vergeltungsstrategie verfolgt, die keinen Sinn mehr besitzt. Trotzdem ist das alles kein gefilmtes Theater, sondern lebendiges Kino."

01. Oktober 2010 | STILL WALKING • Kritik • Still Walking

Überblick zum Film auf moviepilot.de

01. Oktober 2010 | STILL WALKING • Kritik • 451.ch

Stefan Volk schreibt: "Das zurückhaltende, kleine Spiel, der grossartigen Darsteller, die wunderbar stimmigen, so vielsagend nuancierten Dialoge: das alles könnte kaum authentischer sein. Und doch hat Kore-edas filigraner Realismus nichts Sprödes, nichts Unbarmherziges. Die wie zum Atemholen eingestreuten malerischen Kameraeinstellungen von Yutaka Yamazaki und die melancholischen Gitarrenklänge von Gontiti offenbaren vielmehr die tiefe poetische Seele des ganz normalen Lebens: ungeheuer traurig und ungeheuer liebenswert."

27. Oktober 2009 | STILL WALKING • Kritik • Der Standard

Laut Dominik Kamalzadeh benötigt der Regisseur "keine demonstrativen Mittel, um von Reibungen zwischen Generationen zu erzählen. Die flexible Arbeitssituation des Sohnes passt nicht ins Lebensmodell des Vaters; seine Ehe mit einer Witwe toleriert er zwar, kleine Seitenhiebe verkneift er sich aber trotzdem nicht. Während die Kinder für ausgelassene Stimmung sorgen oder die Großmutter mit Essen die aufgehitzten Gemüter beruhigt, schwelt der Missmut weiter unter der Oberfläche."

16. September 2009 | STILL WALKING • Kritik • derbund.ch

Wie aus dem Leben gegriffen ist STILL WALKING (STILL WALKING Trailer) für Christoph Neidhart. Der Regisseur "habe einen Film über die Liebe gedreht. Der Hass sei nur dessen Kehrseite. Das alte Paar sei zusammengeblieben, das sei eine Art Liebe. Seine Figuren sind keine Monster, sondern liebenswürdige Alltagsmenschen, stets überfordert von der Mechanik ihrer Gefühle, für die ihre Grammatik des Lebens nicht mehr taugt. Das macht Hirokazu Kore-edas Trauerarbeit zu einem heiteren Film. Und dass die Frauen stark sind, mag den Männern zwar Angst machen. Aber die Männer brauchen diese Frauen auch."

16. September 2009 | STILL WALKING • Kritik • sennhausersfilmblog.ch

STILL WALKING (STILL WALKING Trailer) ist "ein Film, der wie eine unumstösslich gültige Momentaufnahme aus dem Leben einer Familie wirkt, die vierundzwanzig Stunden des Beisammenseins erschliessen dem Publikum fast die ganze Familiengeschichte und viel von dem was kommen wird – ohne Anstrengung, ohne Rückblenden, ohne direkte Erzählung. Und die Leichtigkeit, die Fröhlichkeit auch, mit der das auf die Leinwand fällt, wirkt wie eine dieser japanischen Tuschezeichnungen, die scheinbar mühelos mit wenigen perfekten Pinselstrichen eine Welt aufs Papier werfen."

24. August 2009 | STILL WALKING • Kritik • cineast.ch

Nicky Schaefer stellt fest. "Der Tod ist im ganzen Film präsent – einerseits ist der verstorbene Bruder Junpei ja der einzige Grund, der Ryota noch mit seinen Eltern verbindet. Andererseits ist der Vater des kleinen Kyohei ebenfalls verblichen – er lebt aber, so seine Mutter und Witwe, in seiner Familie weiter. Und Ryota ist ebenfalls sein Vater, auch wenn nicht sein biologischer. Ryotas Familie ist zwar nicht die, die sich seine Eltern gewünscht haben, aber für Atsushi ist es sicher ein besseres Umfeld als das, in dem Ryota selbst aufgewachsen ist."

25. September 2008 | STILL WALKING • Kritik • festivalblog.com

Andreas Tai ist begeistert. Dem Regisseur "gelingt es die Essenz der Familienbeziehungen herauszukristallisieren, sodass die Geschichte nicht nur in Japan, sondern irgendwo auf der Welt spielen könnte. Das macht STILL WALKING (STILL WALKING Trailer) zu einem herausragenden Beitrag bei den diesjährigen Filmfestspielen von San Sebastian."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,50242