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DIE ENTBEHRLICHEN

DIE ENTBEHRLICHEN

Regie Andreas Arnstedt
Kinostart 30.09.2010
Genre Drama

Kritiken • DIE ENTBEHRLICHEN

30. September 2010 | DIE ENTBEHRLICHEN • Kritik • Berliner Zeitung

Ralf Schenk sah ein abgrundtief trauriges Säuferdrama, aber was sollen die Schauspieler mit solchen Versatzstücken anfangen? "Mathieu Carrière als Holocaust-Überlebender tut das einzig Richtige und zieht seine Fellmütze so tief über die Stirn, dass ihn niemand erkennt. Marc Bischoff als keifender Entmieter, Axel Wandke als Anwalt und andere Nebendarsteller sind hoffnungslos dem Klischee ausgeliefert. Dagegen dürfen André Hennicke und Steffi Kühnert als Jakobs Eltern ein ganzes Universum aus Gewalt und Zärtlichkeit ausspielen. Ingeborg Westphal als Oma, die sich die Welt mit Schnaps schön redet, ist sowieso sehr gut."

26. September 2010 | DIE ENTBEHRLICHEN • Kritik • deutschlandradio.de

DIE ENTBEHRLICHEN (DIE ENTBEHRLICHEN Trailer) zeigt laut Wolfgang Martin Hamdorf die Auswirkungen von Hartz IV. "Der Film beschreibt das Geflecht von Lebenslügen, Illusionen und Hoffnungen, das die Familie zusammenhält, bis es nicht mehr geht, und erzählt das alles mit menschlicher Wärme, Humor und Lokalkolorit, dank seiner beeindruckenden Schauspieler: Oskar Bökelmann als ebenso träumerischer, wie Katastrophen gewohnter Jugendlicher, Steffi Kühnert als seine Mutter, und ganz besonders André Hennicke als Jürgen Weiss, der arbeitslose Malermeister, der immer wieder versucht, den Teufelskreis aus Alkohol und Aggression zu durchbrechen."

26. September 2010 | DIE ENTBEHRLICHEN • Kritik • negativ-film.de

Ciprian David entdeckt Probleme: "Die Charaktere werden skizzenhafter und dadurch gerade hier unnötig, sie werden wie Knete den Bedürfnissen angepasst und verlieren an Konsistenz, die Dialoge werden pointierter und wirken oft bemüht, die zusätzlich nötigen Szenen stechen heraus. Und, als zweites Symptom, wurde auch dieser Film einer unnötigen Stilisierung ausgesetzt. Diesmal ist dies dem Anspruch auf zu viel zuzurechnen: Übergänge im Rahmen des Elliptischen müssen aufgrund der Fülle an Stoff komprimiert werden, sie wiederholen sich zu oft. Einzelne Szenen, die mehr Raum gebraucht hätten, werden grob gekürzt, Bildmetaphern wirken manchmal plakativ."

22. September 2010 | DIE ENTBEHRLICHEN • Kritik • br-online.de

Ausgrenzung und soziales Elend findet Harald Steinwender stimmig inszeniert. "Die Ursachen für die Misere sieht Andreas Arnstedt, der als Schauspieler in der Seifenoper "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" bekannt wurde und mit DIE ENTBEHRLICHEN (DIE ENTBEHRLICHEN Trailer) sein Regiedebüt vorlegt, maßgeblich in den Reformen der Sozialgesetzgebung, in der Agenda 2010 und Hartz IV. Mit viel Sympathie für die sozial Deklassierten gelingt es ihm, die Dynamik von Ausgrenzung, Elend und Gewalt nachvollziehbar zu machen. Auch die Hauptdarsteller überzeugen, allen voran André Hennicke als zwischen Sentimentalität, Destruktion und Selbstmitleid pendelnder Vater und der Schauspieldebütant Oskar Brökelmann."

02. September 2010 | DIE ENTBEHRLICHEN • Kritik • Filmbewertungsstelle Wiesbaden

"Hier stimmen auch die trefflich durchgezeichneten Charaktere mit hervorragenden darstellerischen Leistungen durch André Hennicke als Vater, Steffi Kühnert als Mutter und Ingeborg Westphal als Großmutter. Oskar Bökelmann als Jacob durchläuft unter guter Führung eine glaubhaft eindrucksvolle Entwicklung. Geht die Erzählung in Nebenstränge und Randbereiche wie die Beziehung zu Jacobs Freundin und deren Familie, seine Schule mit Lehrerin und Schulfest oder dem durchgeknallten Nachbarn Rott (Mathieu Carrière), gleiten Handlung und vor allem Dialoge bedauerlicherweise in Klischees ab und überfrachten das sonst beachtliche und zugleich berührende Sozialstück."

02. September 2010 | DIE ENTBEHRLICHEN • Kritik • programmkino.de

Nicht zuletzt die nicht-lineare Struktur des Films macht seine Qualität aus, lobt Michael Meyns. "Immer wieder springt die Geschichte in der Zeit zurück, zeigt prägnante Momente, die nicht unbedingt erklären was passiert ist, aber doch zeigen, wie vielschichtig die Realität der Familie aussieht. Man kann froh sein, dass Andreas Arnstedt sich von der Absage der Förderanstalten nicht hat abhalten lassen, seinen Film zu drehen. DIE ENTBEHRLICHEN (DIE ENTBEHRLICHEN Trailer) ist in seiner wechselhaften Tonart, seiner komplexen Struktur vielleicht etwas überambitioniert für einen praktisch ohne nennenswertes Budget entstandenen Debütfilm, aber mit viel Kraft und viel Gespür für seine Darsteller."

01. September 2010 | DIE ENTBEHRLICHEN • Kritik • Die Entbehrlichen

Überblick zum Film auf moviepilot.de

05. November 2009 | DIE ENTBEHRLICHEN • Kritik • arte.tv

Nana A.T. Rebhan sah ein schonungsloses Porträt der Armut einer chancenlosen deutschen Familie. "Andreas Arnstedt, der selbst Schauspieler ist, gelingt es, seine sehr passend gewählte Besetzung gut zu führen. Die einfühlsame Kameraarbeit von Patricia Lewandowska und die melancholischen, zurückgenommenen Klänge von Contriva & Masha Qrella tragen ebenfalls dazu bei, ein atmosphärisch dichtes Drama entstehen zu lassen, das noch lange nachwirkt."

01. Januar 2009 | DIE ENTBEHRLICHEN • Kritik • artechock.cd

Rüdiger Suchsland lobt die Darsteller. "Auch Andreas Arnstedts Tragikomödie Die Entbehrlichen – Verleihförderpreis –, ließe sich unter "Sozialdrama" subsummieren, hätte der Regisseur seinen Film nicht geschickt ins Traumhafte überhöht. Auch gelingt es Andreas Arnstedt, in seinem deprimierenden Plot – ein Zwölfjähriger lebt tagelang mit dem toten Vater allein in der Wohnung und erinnert sich an sein Leben als Alkoholikerkind – komische Seiten zu finden. Mit André Hennecke hat der Film zudem einen Hauptdarsteller, dem man stundenlang zusehen mag – selbst da, wo er mal chargiert."

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