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DER GROSSE KATER

DER GROSSE KATER

Regie Wolfgang Panzer
Kinostart 28.10.2010
Genre Drama

Kritiken • DER GROSSE KATER

22. Oktober 2010 | DER GROSSE KATER • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Für Robert Zimmermann balanciere der Film "von einer Behauptung und von einer Standardsituation zur nächsten, wovon keine recht überzeugen kann. Über die so entstehende narrative Holprigkeit können auch Verdichtungen und Tempoerhöhungen in der Inszenierung kaum hinweghelfen. Edwin Horaks Bildgestaltung zeigt vor allem den Glanz der Macht mit aufwändigen Interieurs, Hubschraubern, Fahrzeugkolonnen und dergleichen mehr, als gelte es den Produktionsaufwand zu dokumentieren. Dort wo sich das Bild den Figuren nähern will, bleibt außer der Fassade oftmals wenig von Bestand. Gleiches gilt für die großorchestrierte Musik von Patrick Kirst."

29. Oktober 2010 | DER GROSSE KATER • Kritik • schnitt.de

Gerrit Booms kritisiert: "Große Schlußdramatik und altkluge Lebensweisheiten vor Alpenkulisse – das gehört wohl doch eher ins Fernsehen als ins Kino. Ebendieses Fazit muß sich wohl auch Regisseur Wolfgang Panzer gefallen lassen: Im Gegensatz zu seinem Protagonisten ist ihm sein Manöver leider nicht sehr galant und clever gelungen. Dieser Kater schnurrt genüßlich vor sich hin, kann aber niemanden aus der Reserve locken. Panzer hat einen ansehnlichen Fernsehfilm gedreht, für die Leinwand ist DER GROSSE KATER (DER GROSSE KATER Trailer) aber nicht geeignet."

26. Oktober 2010 | DER GROSSE KATER • Kritik • film-dienst

Es ist laut Rolf-Ruediger Hamacher "die Präsenz von Bruno Ganz, die den Film prägt. Neben ihm fallen selbst gestandene Schauspieler wie Ulrich Tukur als Stotzer und der ungewohnt chargierende Edgar Selge (als maliziöser Nuntius) ab. Auch Marie Bäumers Spiel wirkt fahrig: Ihr glaubt man weder die aufmüpfige Bundespräsidentengattin noch die um ihren Sohn besorgte Mutter. Nur Christiane Paul als "Katers" loyale – und wohl ein wenig verliebte – Pressesprecherin kann dem Charisma von Bruno Ganz etwas entgegensetzen. ... Für einen Politthriller reicht der dramaturgische Atem nicht, und die autobiografisch-persönliche Dimension der Buchvorlage bleibt in Ansätzen stecken."

03. September 2010 | DER GROSSE KATER • Kritik • programmkino.de

Für Norbert Raffelsiefen kommt hier nicht alles "psychologisch plausibel daherkommt. Dafür gerät das Politspektakel zum bieder anmutenden Possenspiel, dem auch die namhaften Akteure keine relevante Tiefe einhauchen können. Da degradiert das unausgereifte Drehbuch einen Schauspieler wie Edgar Selge zur Karikatur eines katholischen Hardliners, während Ulrich Tukur als sinistrer Strippenzieher im Hintergrund zu parodistisch wirkt, um als Persönlichkeit ernst genommen werden zu können. Man hat sich hier entweder zu wenig oder zu viel von der Vorlage entfernt, um als Film zu überzeugen."

02. September 2010 | DER GROSSE KATER • Kritik • 451.ch

Irene Genhart schreibt: "Ein hübsch schweizerisches Intrigenspiel. Die fesselnde Schilderung einer diffizilen Gratwanderung zwischen öffentlicher Pflicht und privatem Leben. Nicht zuletzt auch ein heftiges Liebesdrama, das von zu bringenden Opfern berichtet."

02. September 2010 | DER GROSSE KATER • Kritik • Filmbewertungsstelle Wiesbaden

"Der Film nimmt sich anfangs viel Zeit, den Zuschauer in die Geschichte zu führen, versteht es aber um so besser, ihn dann unmerklich mehr und mehr in die Geschichte und auf die Seite des großen Katers zu ziehen, man durchlebt die suggestiv-einnehmende Kraft dieses politischen Machtmenschen am eigenen Leib. DER GROSSE KATER (DER GROSSE KATER Trailer) ist beste Unterhaltung für klassisches Bürgertum und alle, die einen Blick hinter die Fassaden der Macht und in persönliche Schicksale werfen wollen. Darüber hinaus kann alles über die schweizerischen Verhältnisse hinaus universell interpretiert werden."

02. September 2010 | DER GROSSE KATER • Kritik • cineman.de

Beatrice Minger hat mehr erwartet. "Aus der fein gesponnenen Intrige wird ein spannungsgeladener Politthriller. Die Flashbacks in Katers Kindheit sind so romantisch verklärt, dass sie - anstatt sein animalisches Wesen zu ergründen - ihn in das rührselige Schema des armen Bauernburschen pressen, der zum obersten Mitglied der Landesregierung aufsteigt. Trotz des immensen Aufwandes bleibt der Film ästhetisch in den gewohnten Bahnen. Kurzum: Von Bruno Ganz' Leistung abgesehen, fehlt es der Verfilmung an dem, was der Kater - gemäss seiner Ehefrau (Marie Bäumer) - seinem Widersacher Pfiff voraus hat: an Grösse."

01. September 2010 | DER GROSSE KATER • Kritik • Der große Kater

Überblick zum Film auf moviepilot.de

01. September 2010 | DER GROSSE KATER • Kritik • imdb.com

Überblick zum Film auf der imdb.com

30. Januar 2010 | DER GROSSE KATER • Kritik • cinemabuch.ch

Martina Huber resümmiert: "Im Endprodukt bleibt die Entourage beim Staatsempfang reine Kulisse; die Figuren wirken nie lebensnah, sie bleiben immer Schauspieler, die leider auch noch miserabel schweizerdeutsch synchronisiert wurden. Auch der Plot orientiert sich an der Oberfläche: alle Handlung wird erklärt und jede Emotion kommentiert. Und so ausgiebig wie das Schweizer Fernsehen, die luxuriöse Hotelküche und die Armee ins Bild gesetzt wurden (ohne dass es für die Geschichte notwendig gewesen wäre), bekräftigt den Vorrang produktionstechnischer Überlegungen."

19. Januar 2010 | DER GROSSE KATER • Kritik • cineast.ch

Nicky Schaefer findet nicht viel Gutes. "Nicht stimmig ist in DER GROSSE KATER (DER GROSSE KATER Trailer) aber nicht allein die seifige Story, die nicht gerade Lust auf Thomas Hürlimanns Romanvorlage (die anders als der Film in den 70er-Jahren spielt) macht. Sprachlich wirkt der Streifen oft unbeholfen, sogar wenn die SchauspielerInnen sich ihrer Muttersprache bedienen dürfen, wirkt alles nachsynchronisiert. Dabei wurde wohl nicht der gesamte Film nachträglich vertont – sicher aber die Stimmen von zahlreichen ProtagonistInnen, darunter auch das spanische Königspaar und Katers Ehefrau."

19. Januar 2010 | DER GROSSE KATER • Kritik • Neue Züricher Zeitung

DER GROSSE KATER (DER GROSSE KATER Trailer) hat die Krallen eingezogen, schreibt Bettina Spoerri. "Diese Filmproduktion ist alles andere als knauserig. Da wird mit der ganz grossen Kelle angerührt, wenn es um Ausstattungsfragen, um Helikopterflüge, Galadiner oder Fliegerstaffel geht. Die filmische Technik ist tadellos – doch es fehlen die unverwechselbaren Bilder, die Durchdringung des Stoffes und der Figuren, die Kraft neuer Einsichten. Perfekt sind die Reihen der Kellner choreografiert, kulinarische Leckereien werden exklusiv vor unseren Augen zubereitet – doch bringen einem diese standardisierten Chiffren den zentralen Konflikt näher? Unterfordert fühlt man sich auch, wenn die Figuren ständig ihre Handlungen und Emotionen erzählen und erklären."

17. Januar 2010 | DER GROSSE KATER • Kritik • filmsprung.ch

"Die Inszenierung ist auf ansehnlichem Niveau. Besonders bei der Ausstattung wurde nicht gekleckert, sondern ordentlich geklotzt. Da macht sogar das Schweizer Militär beinahe den Eindruck, die beste Armee der Welt zu sein. Weniger herausragend ist hingegen die Kameraarbeit, die nicht wirklich über den Wert einer Fernsehproduktion hinauskommt. Nur weil sich die Kamera bei einem Gespräch von zwei Personen langsam von links nach rechts bewegt, wird dadurch noch keine visuelle Spannung aufgebaut. Handwerkliche Schnitzer sind jedoch besonders beim Schnitt auszumachen, der lediglich bei der Titelsequenz ein wenig den Eindruck einer Prestigeproduktion erwecken kann."

14. Januar 2010 | DER GROSSE KATER • Kritik • outnow.ch

"Ein unstimmiger Film, der weder gute Politsatire noch Biopic noch gute Unterhaltung, sondern am ehsten noch ein unüberzeugendes Melodram mit unerfülltem Potential geworden ist. Trotz grosser Enttäuschung bei diesem eher deutschen als Schweizer Film gibt es wohl genügend hoffnungsvolle junge Talente im Schweizer Filmgeschäft, die es in Zukunft hoffentlich besser machen werden. Miau!"

09. Januar 2010 | DER GROSSE KATER • Kritik • Berner Zeitung

Christoph Schneider ist zutiefst enttäuscht. "Im Grunde ist es ein Elend. Nirgends spürt man den Anspruch auf visuelle Freiheit. Über allem liegt der alte Fluch des fantasiearmen Erzählkinos: die Rührseligkeit. Am besten, gewissermassen ganz bei sich, ist DER GROSSE KATER (DER GROSSE KATER Trailer) deshalb in der letzten halben Stunde; der Fluch wirkt dort am reinsten und rührendsten. Alles löst sich auf dem Königsweg der Sentimentalität."

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