| Regie | Dominique Garing |
| Frédéric Goupil | |
| Kinostart | 09.09.2010 |
Jörg Gerle hat genau hingeschaut. "Mit seiner konsequenten Beschaulichkeit hilft der Film, sich auf "Nebensächlichkeiten" des (Tier-)Lebens einzulassen. Wenn selbst dem schlichten "Abenteuer" des Eierlegens eine gewisse Spannung abgerungen werden kann, ist das in einer reizüberfluteten Welt sicherlich nicht der schlechteste Unterhaltungsansatz für Kinder. Auch deshalb ist DIE WILDE FARM (
) kein Dokumentarfilm, sondern ein Kinofilm – und zwar ein gelungener."
Michael Meyns sah einen merkwürdigen Hybridfilm. "Einerseits der Versuch einen authentischen, dokumentarischen Blick auf einen Bauernhof zu werfen, andererseits die durch die narrative Struktur unvermeidliche Vermenschlichung der Tiere. Einerseits ein gelegentliches Erwähnen der Unbarmherzigkeit und Brutalität der Tierwelt, andererseits ein verklärtes, verharmlostes Bild der Tierhaltung. Fraglos ein interessanter Film, aber in vielerlei Hinsicht auch ein unausgegorener, problematischer."
"Zwar stört der untergelegte Kommentar, der zu den ohnehin schon aussagekräftigen Bildern noch Erklärungen und pseudophilosophische Gedanken liefert, an manchen Stellen, da er den Tieren allzu menschliche Eigenschaften zuspricht. Auch hätten einige Minuten weniger dem Film nicht geschadet, da er insgesamt ein wenig zu langatmig ist. Doch selbst diese kleineren Mängel können den positiven Gesamteindruck dieser fast schon märchenhaften und nicht nur für Kinder sehr reizvollen Reise in die Welt der Tiere, bei der man manches über Verhalten und Reaktionen von bekannten und auch weniger bekannten Haus- und Hofgenossen erfährt, nicht wirklich zerstören."
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Lida Bach stellt fest: "Einige Geheimnisse bleiben den Tieren: Die Hunde, eine Nachtigall und eine grüne Maus sind in der Besetzungsliste aufgeführte Mitglieder des tierischen Ensembles, die unentdeckt blieben. Wurden sie aufgrund von Materialüberschuss herausgeschnitten oder hielten sie sich im Verborgenen? Ein weiterer Grund, DIE WILDE FARM (
) erneut zu besuchen und sich vielleicht von den Kindern, deren Blick auf die Natur ungetrübter ist als der erwachsene, bei der Suche helfen zu lassen. "Die Tiere leben in ihrer Welt, die nicht ganz die unsere ist. Geheimnisvoll, manchmal unsichtbar." Der liebevoll inszenierte Familienfilm enthüllt ein Stück des Unsichtbaren."