Sascha Keilholz ist begeistert. "Die Farbdramaturgie unterstützt jene Intensität, die Essential Killing auszeichnet. In ihr manifestiert sich die parabelhafte Konstruktion des Films, die sich als solche nie in den Vordergrund drängt. Dem polnischen Filmemacher ist ein politisches Kunstwerk gelungen, das gerade durch seine Zeitlosigkeit fasziniert. Und über das man dennoch zunächst sagen kann: Einer der großen Filme unserer Zeit."
Jan Schulz-Ojala hat sich nicht ganz überzeugen lassen. "Jerzy Skolimowskis ESSENTIAL KILLING schwelgt mit Inbrunst und imponierender Bilderwucht in Lebensranderfahrungen und wägt nebenbei, nicht eben trennscharf, das Morden gegen das Töten aus Notwehr ab. Aber gerade wegen seines bloßen Schwelgens fürs Extrem wirkt auch er, für einen Augenblick, wie eine flüchtige Fluchtfantasie."
Für Daniel Kothenschulte bewegt sich ESSENTIAL KILLING "in einer Mehrdeutigkeit, die indes nicht nur ironisch ist: Er handelt von der Verfolgung eines Verdächtigen durch eine hochtechnisierte Armee von Häschern, die es offiziell gar nicht gibt. In einem triumphalen Comeback kehrt Jerzy Skolimowski zurück zu den minimalistischen Tugenden der polnischen Filmavantgarde. 1962 schrieb er die Dialoge für Roman Polanskis ersten Langfilm DAS MESSER IM WASSER; nun präsentiert er einen Protagonisten, der ganz ohne Worte auskommt."
Peter Claus versteht nicht, warum dieser Film in den Wettbewerb geladen wurde. "Prätentiös in der Gestaltung, unglaubwürdig in der kleinen Fabel, schauspielerisch nahe Null, – die Fragen bleiben unbeantwortet, es bleiben die Rätsel."
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