| Regie | Christopher Smith |
| Kinostart | 09.09.2010 |
Für Jochen Werner gelingt dem Regisseur die Synthese von Form und Inhalt nicht so ganz überzeugend. "Im Zentrum des Interesses steht hier vor allem der Zusammenprall von religiösem Wahn mit antireligiösem (und somit wohl: weltlichem) Wahn, und diese beiden extremistischen Positionen spielt Smith in BLACK DEATH (
) mit bedächtiger Konsequenz gegeneinander aus. Damit betritt er neues Terrain im Vergleich zu seinem bisherigen Œuvre, da er hier den Affekt erstmals zurücktreten lässt hinter ein größeres konzeptuelles Ganzes, welches zudem stärker als das recht offen epigonale Frühwerk als ein individuelles Ideenkonstrukt seines Regisseurs erkennbar ist."
Inhaltlich überzeugt dieser Genrefilm Werner Busch "durchweg und kann in seinen ruhigen Momenten durch unheilvolle Stimmungsvölle fesseln. Je näher die Männer zu dem verwunschenen Dorf gelangen, desto stärker und drängender steigt im Zuschauer die Frage danach auf, in was für einem Genrefilm er sich überhaupt befindet. Existiert das Übernatürliche in der Welt von BLACK DEATH (
)? Für die Bewohner dieses Film-Mittelalters stellt sich diese Frage nicht und das gibt Gelegenheit für einige wirklich schöne Momente, die die Auswüchse wahnhaft-pragmatischer und weltbestimmender Religiosität besser veranschaulichen können, als viele "ernstere" filmische Auseinandersetzungen mit dem Mittelalter dies bislang taten."
Überblick zum Film auf moviepilot.de
"Visuell ist BLACK DEATH (
) düster gehalten. Schlamm und Dreck dominieren das Bild und an Farben wird bewusst gespart. Dass der Film in Deutschland und nicht in Grossbritannien gedreht wurde, ist nicht zu bemerken. Der Film ist eine unterhaltsame Parabel, die spannend inszeniert ist und doch einige interessante Fragen aufwirft, lässt man sich darauf ein. Leider muss man zuerst ein wenig Geduld haben, bevor der Film richtig loslegt. Christopher Smith bleibt auch nach diesem Film ein Regisseur, den zu beobachten es sich nach wie vor lohnt."
"Düster und dreckig erweckt Christopher Smith in BLACK DEATH (
) das Mittelalter zum Leben. Mit viel Schwung treibt er die Geschichte voran und lässt immer wieder Raum für einige schonungslose Gemetzel. Obschon die Truppe von Ulric mit allerlei brutalsten Folter- und Mordinstrumenten ausgestattet ist, so kommen bei den gnadenlos hart geführten Kämpfen doch hauptsächlich Schwerter und weitere Stich- und Schlagwaffen zum wirkungsvollen Einsatz. Auch gewisse Ironie ist enthalten. Daneben erzeugt Smith aber auch immer wieder eine geheimnisvolle Stimmung und lässt Unsicherheit über die wahren Ereignisse im fernen Dorf aufkommen. Die Auflösung erweist sich dann jedoch als angenehm konkret."
BLACK DEATH (
) ist laut Lukas Hunziker "nicht wirklich ein Horrorfilm, sondern eher ein historischer Thriller mit einer gehörigen Portion Religionskritik. Die düstere, stimmige Atmosphäre lässt lange auf ein fantastisch-grusliges Finale der Extraklasse hoffen, doch diese Erwartungen werden herb enttäuscht. Am Schluss des Films fragt man sich, warum Christopher Smiths Film überhaupt in einem Wettbewerb für fantastische Filme spielen kann, denn alles Übernatürliche wird im Film schlussendlich rational erklärt."