Inhalt • ZARTE PARASITEN
Jakob (Robert Stadlober) und Manu (Maja Schöne) haben nur sich, keine Vergangenheit, keine Zukunft und keinen festen Wohnsitz. Sie campieren im Wald und - anstelle von Arbeit - praktizieren sie ihre eigene Strategie des Überlebens, die sie in der Vergangenheit erfolgreich entwickelt haben. Gegen Geld geben sie anderen Menschen, was fehlt: Hilfe, Interesse, Zuneigung und Wärme.
Kritik • ZARTE PARASITEN • 02. August 2010 • screenshot
Harald Mühlbeyer hätte etwas mehr erwartet. "Ein großer Entwurf um kleine, verlorene Leben ist es, was ZARTE PARASITEN (
) bietet, bei dem das emotionale Gefüge der Figuren ganz fragil gebaut ist. Leider aber knirscht es ab und an im Gefüge des Films, mitunter arbeitet der Film, arbeitet die Bildgestaltung zu deutlich auf etwas bestimmtes hin - das sind dann die Momente, in denen man herausgerissen wird, wo man merkt, dass etwas nicht ganz stimmt, dass irgendwo Haarrisse sind im Filmkonzept. Und insbesondere: Die Sprache der Figuren ist nicht natürlich, auch nicht da, wo sie es sein müsste; manche Worte sind zu weit hergeholt, und immer wieder reden die Figuren im Präteritum, nicht im umgangsprachlichen Perfekt."