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NAOKOS LÄCHELN

NAOKOS LÄCHELN

Regie Tran Anh Hung
Kinostart 30.06.2011
Genre Drama

Kritiken • NAOKOS LÄCHELN

17. April 2011 | NAOKOS LÄCHELN • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Obwohl über zwei Stunden lang, versammelt NAOKOS LÄCHELN (NAOKOS LÄCHELN Trailer) nur Bruchstücke von Murakamis Roman, doch die Splitter sind so vollkommen geschliffen, dass sie dennoch Lida Bach bis ins Herz schneiden. "Die seelischen Konflikte, die über dem emotionalen Triangel schweben, zeigen sich mehr im Soundtrack und den kongenialen Aufnahmen als in Dialogen und Schauspiel. Doch nicht die Darsteller sind schwach, sondern die fiktiven Charaktere, die sie spielen. Erotik und klaustrophobische Bedrängung verschmelzen in den expliziten Sexszenen. Die Arme eines anderen bringen nicht Geborgenheit, sondern Gefangenschaft."

30. Juni 2011 | NAOKOS LÄCHELN • Kritik • kultiversum.de

Oliver Heilwagen stellt fest: "Erhabene Naturszenen wechseln mit Interieurs, die von der Tapete bis zur Kleidung liebevoll mit zeittypischem Kolorit ausstaffiert sind: Perfekte Kulissen für eine Handlung aus gemurmelten Gesprächen und flehenden Blicken. Von der Aufbruchsstimmung der Epoche ist nichts zu spüren. Stattdessen Sinnsuche, Selbstvorwürfe und Seelenqualen der schweigenden Mehrheit um 1968, die mit romantischen Idealen nicht die Welt verändern, sondern nur ihr Privatleben regeln wollte."

30. Juni 2011 | NAOKOS LÄCHELN • Kritik • getidan.de

Peter Claus ist angetan. "Komponist Johnny Greenwood hat gelegentlich leider eine etwas zu süßlich anmutende Musik beigesteuert. Die Spannung aber ist groß. Da guckt man dann auch über die gelegentlichen sentimentalen Momente hinweg. Trotzdem geschieht, was geradezu typisch für Kino-Adaptionen gewichtiger Literatur ist: Die Kino-Bilder drängen in ihrer Eindeutigkeit ins Banale. Was im Buch als zartes, filigranes Gewebe vielsagender Wortkaskaden begeistert, die der Leser in seine ureigenen Bildwelten transportieren kann, wirkt hier doch etwas konstruiert."

27. Juni 2011 | NAOKOS LÄCHELN • Kritik • schnitt.de

Was für die Tragödie der Geschichte zählt, wird für Heiko Martens "auch im Setdesign, den Kostümen und nicht zuletzt der Filmmusik fortgeführt. Hier fällt zunächst der zurückhaltende Score von Jonny Greenwood auf, der auch schon für There will be blood (There will be blood Trailer) eine Untermalung zwischen Klassik und Neuer Musik fand und im Übrigen als Keyboarder und Gitarrist bei Radiohead fungiert. Daneben ist Can zu hören, auch nach über vierzig Jahren noch eine der innovativsten Rockbands der Musikgeschichte. Irgendwie aus der Zeit gefallen. Oder eben zeitlos."

20. Juni 2011 | NAOKOS LÄCHELN • Kritik • dasmanifest.com

Laut Florin Lieb gelingt es dem Regisseur nicht, "sich wirklich in seine Figuren hinein zu versetzen, was wohl daran liegt, dass manches zwischen Roman und Film auf der Strecke bleibt. So erfährt man zum Beispiel nicht, wieso sich Kizuki umgebracht hat und wie genau Naokos Therapie im Sanatorium über die Monate hinweg abläuft. Zusätzlich wurde offenbar versucht, Elemente der Vorlage hinüber zu retten, ohne dass dies immer vollends glückt. Da rennen im Bildhintergrund zwar gelegentlich einige demonstrierende Kommilitonen herum, die auf die Studentenaufstände der späten Sechziger hinweisen sollen, nur wird dies zum einen nicht wirklich deutlich und ist zum anderen für die Geschichte auch nicht von Belang."

04. September 2010 | NAOKOS LÄCHELN • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Es ist laut Susan Ostwald dem Regisseur "gelungen, die sonderbare Diskrepanz zwischen einer in Konventionen erstarrten japanischen Gesellschaft und dem sexuellen Aufbruch der späten sechziger Jahre evident zu machen. Die irritierende Durchlässigkeit der wie stets von ihm erlesen ins Bild gesetzten Aussen- und Innenräume korrespondiert mit dem verwirrten Innenleben der jugendlichen Protagonisten, die an der starren Aussenwelt zu zerbrechen drohen."

Kurz-Kritiken • NAOKOS LÄCHELN

"Naokos Lächeln opfert letztendlich die Emotion zugunsten des Stils." - Berliner Zeitung

"Eine wunderschöne, erschütternde Dreiecksgeschichte, die viel über den nostalgischen Blick auf Leichtigkeit und Jungsein erzählt." - Die Taz

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