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DREI

DREI

Regie Tom Tykwer
Kinostart 23.12.2010
Genre Drama, Liebesgeschichte

Kritiken • DREI

01. November 2010 | DREI • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Tom Tykwer macht in DREI (DREI Trailer) das Kino zum Laboratorium für Beziehungsexperimente jenseits von Norm und Realität, findet Marian Petraitis. Der Regisseur "bleibt sehr nah bei den Figuren und setzt statt emotionsgeladener Konfliktszenarien auf stille Momente. Der unaufgeregte Erzählton schafft Platz für die Ergründung der Sehnsüchte und Abgründe von Simon und Hanna, ohne sich groß um die Plausibilität der Handlung zu scheren. Durchaus gelingen dabei auch poetische Momente, wie gleich zu Beginn, als Simon aus dem Off fast beiläufig über den Charakter zwischenmenschlicher Beziehungen reflektiert und dies auf visueller Ebene einfallsreich durch zwei Stromkabel über einer fahrenden Bahn unterstrichen wird."

23. Dezember 2010 | DREI • Kritik • kultiversum.de

Denis Demmerle sah eine "allzu unwahrscheinliche Beziehungs-Utopie, die alle Fallstricke vermeidet und daher auf unwirkliche Art verpufft. Trotz der einmaligen Sophie Rois. Es fehlt dem Zuschauer an Identifikation mit den stereotypischen mitt-vierziger Prenzlbergern, die im steten philosophischen Diskurs mit sich selbst und ihrer Umgebung spielerisch alle Grenzen überwinden, um am Ende die Erlösung zu finden."

22. Dezember 2010 | DREI • Kritik • Der Spiegel

Christian Buß sah mit DREI (DREI Trailer) von Tom Tykwer eine großartige Liebes-Utopie, die auch beim letzten Spießer die Frage hervorkitzelt: Sind wir nicht alle bisexuell? "Trotzdem mögen wir Tom Tykwers ambitioniertem Befreiungskino folgen, und das liegt daran, dass er die sexuelle Libertinage aus einer ganz gewöhnlich verklemmten Beziehungskiste erwachsen lässt. Das macht Hoffnung, auch für die noch nicht ganz Befreiten unter uns: Es ist nie zu spät für eine spannende Dreiecksgeschichte, es ist nie zu spät für ein unerwartetes Coming-out. Die Libido geht selten in Frührente."

22. Dezember 2010 | DREI • Kritik • Berliner Zeitung

Vertrackt, verspielt, verführerisch nennt Anke Westphal DREI (DREI Trailer). "Noch nie leuchtete das Badeschiff an der Grenze zwischen Kreuzberg und Treptow so magisch in der Nacht wie bei Tykwer. Man lernt in DREI (DREI Trailer) so vieles neu zu sehen, was man längst zu kennen glaubte. Und das verdankt sich ebenso den großartigen Darstellern wie den ständigen Perspektivwechseln und gedanklichen Volten, die den Film ausmachen. Hanna, Simon und Adam - das sind eben nicht nur verschiedene Möglichkeiten der Paar-Konstellation, sondern auch je eigene Sichtweisen und Entscheidungen."

22. Dezember 2010 | DREI • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz sah eine Hommage an die Stadt der Liebe. Schön ist "die Verspieltheit, mit der da geliebt, theoretisiert und ästhetisiert wird, das latente Zuviel, eine innere Unruhe und leichte Fiebrigkeit. Keine Totalen, sondern Close-ups, Traumszenen, SplitScreen, Kitsch, Kolportage, Sexfantasien à la Jeff Koons. Auch die Bilder gehen fremd, wenn sie sich eine dokumentarisch drastische Hoden-OP leisten, eine Pferdekutsche mit Sarg auf dem 17. Juni, als Zitat aus de Sicas Schwarz-Weiß-Film DAS WUNDER VON MAILAND, oder Angela Winkler, die als Engel in den Himmel über Berlin entschwebt."

22. Dezember 2010 | DREI • Kritik • Die Zeit

Carolin Ströbele nennt DREI (DREI Trailer) eine mit Zeitgeist-Problemen überfrachtete Nabelschau deutscher Mittdreißiger. Tom Tykwer "hat glücklicherweise kein Problem damit, die hetero- und homosexuellen Szenen ganz unverkrampft darzustellen. Er zeigt Sex ohne Komik, ohne falsches Pathos. So, wie er sein sollte zwischen zwei Menschen, die zum ersten Mal miteinander schlafen: aufregend und ungestüm. Vor allem die homosexuellen Szenen sind von einer Offenheit und Sinnlichkeit, die es im deutschen Film bisher selten zu sehen gab."

21. Dezember 2010 | DREI • Kritik • Frankfurter Rundschau

Die erotische Dreiecksgeschichte aus dem Berliner Kulturbetrieb macht die scheinbare Unmöglichkeit der gegensätzlichen Harmonie zum Thema, schreibt Daniel Kothenschulte. "Es ist ein Vergnügen zu erleben, wie die unterschiedlichen Temperamente der Figuren auch den Klang des Films verändern, Tom Tykwer hat bekanntlich seine Seele in jungen Jahren vielleicht nicht dem Teufel verkauft, aber dem Zufall. Und doch wehrt er sich als Perfektionist dagegen, sich ihm auch in der Form seiner Filme auszuliefern. Die Stärke von DREI (DREI Trailer) ist eine überraschende Verspieltheit inmitten der artifiziellen Konstruktion, und es ist ein absolut filmisches Vergnügen. Es überwiegt bei weitem die Schwächen im Bemühen um politischen Zeitbezug."

16. Dezember 2010 | DREI • Kritik • negativ-film.de

Dennis Stormer resümmiert: "Die Handlung ist entweder unwichtig für die überfüllte Leere inmitten des Lebens oder kommt zu kurz bei der Fülle an Verweisen und dem Benutzen von Comicsequenzen, Film-Noir und sichtlich trashigen Elementen wie der Mutter, die mit Engelsflügeln zu Simon spricht und schwebt. Was aber in jedem Fall positiv auffällt, ist der Ideenreichtum, das Spielen mit filmischen Möglichkeiten und das bewusste Einsetzen dieses Mediums, all dies zeigt eine gewisse Genialität, ohne dass eine Handlung überhaupt im Vordergrund stehen oder zu einem Schluss kommen muss."

16. Dezember 2010 | DREI • Kritik • filmrezension.de

Lida Bach ist enttäuscht. "Die Handlung und Charaktere von Tom Tykwers überlanger Liebesgeschichte bewegen sich auf dem Niveau einer Fernsehromanze."

09. Dezember 2010 | DREI • Kritik • filmgazette.de

Harald Mühlbeyer schreibt: "Diesem Trio, das der alltäglichen Lebenswirklichkeit des intellektuell-kulturbeflissenen Milieus von Berlin entnommen ist, verleiht Tom Tykwer mit seinem typischen übergroßen, überhöhenden Stilwillen eine zusätzliche, quasi-metaphysische Dimension und umgeht damit elegant die Gefahr des Lächerlichen, das in dieser Dreieckbeziehungskiste steckt. Der manieristischen, beinahe exaltierten Inszenierung, in der Kamera und Musik, Darsteller und Szenenaufbau sich zu übergroßer Stilisierung verstärken, stellt Tom Tykwer die kleine Triade seiner Protagonisten gegenüber. Teils Beziehungskomödie, teils Liebesdrama, teils eleganter Tanz um Themen wie Tod, Krankheit, Liebe und Alltagstrott untersucht Tom Tykwer die Möglichkeiten von Beziehungen jenseits von Kategorisierungen und Konventionalität."

20. November 2010 | DREI • Kritik • schnitt.de

Ekaterina Vassilieva sah mit DREI (DREI Trailer) die Utopie über eine sich selbst erzeugende, von metaphysischen Schranken befreite Existenz. "Alles spielt sich bei ihm auf der Oberfläche ab, denn Selbstreflexion oder Skrupel würden seine Tatkraft hemmen, und das will und kann er sich nicht leisten. So ist die Flirt- bzw. Werbungsphase bei Adam und seinen Partnern extrem verkürzt bzw. überhaupt nicht gegeben, was, wenn auch moralisch unbedenklich, das Geheimnisvolle und Zaghafte aus der Beziehung weitgehend verbannt. Die Liebschaften unterscheiden sich kaum von Freundschaften, sind aber dadurch besonders unproblematisch und erfüllend."

11. September 2010 | DREI • Kritik • Berliner Zeitung

Daniel Kothenschulte hat sich nicht überzeugen lassen. "Nur durch ihre wunderbaren Darsteller werden diese Figuren überhaupt lebendig. Allen voran Devid Striesow, der viele Drehbuchsätze einfach durch süffisante Blicke ersetzte. Welcher Schauspieler kann physische Präsenz und intellektuelles Charisma derart miteinander kombinieren? Ohne diese für Tom Tykwer ungewohnte Ironie wäre die Aussage seines Films kaum zu ertragen. Denn trotz der lustvoll ausgespielten sexuellen Befreiung seines Trios ist die schon recht konservativ: Wieder einmal droht uns der "Verlust der Mitte" wie ihn der Kunsthistoriker Hans Sedlmayr einst der Moderne attestierte."

11. September 2010 | DREI • Kritik • Der Tagesspiegel

Ein flotter Dreier sieht für Jan Schulz-Ojala anders aus. "Nicht, dass sich irgendwer in die mattgoldenen Zeiten der deutschen Beziehungskomödie zurückwünscht; eine solche wäre vom Grübler Tom Tykwer ohnehin nicht zu erwarten gewesen. Tatsächlich mixt er Komödie, Tragödie, Romanze, Groteske und Generationenporträt großstädtischer Mittvierziger mit einem diffus ganzheitlichen Volksbildungsimpuls. Woran die kleine, am vorletzten Tag der Filmfestspiele Venedig eher lau aufgenommene Geschichte bereits schwer zu tragen hat. Vor allem aber ist dieser Dreier schon deshalb nicht flott, weil er so unendlich langsam vor sich geht."

11. September 2010 | DREI • Kritik • Der Tagesanzeiger

Einen Spiessertraum von der Freiheit sah Florian Keller. "Eine Komödie über ein Paar, das sich totgelaufen hat, ist ihm nicht anspruchsvoll genug. Tom Tykwer will Diskurskino. Also packt er massenhaft kulturelle Verweise hinein und garniert den Film, der auch ein Krebsdrama ist, mit allen möglichen Themen, die gerade durch die globalisierte Gegenwart schwirren. DREI (DREI Trailer), das ist eine Tragikomödie für ein postmodernes Bildungsbürgertum, das seine sexuellen Fantasien bei Jeff Koons bezieht und "Moby Dick" auf dem Kindle liest. Und es ist ein spiessiger Traum von der Befreiung aus dem bürgerlichen Korsett."

11. September 2010 | DREI • Kritik • film-dienst-blog

Felicitas Kleiner hat DREI (DREI Trailer) durch einen schrägen Sinn für Humor überrascht. "Leider überlastet Tom Tykwer, der den Stoff nicht nur inszeniert, sondern auch geschrieben hat, seine Geschichte zwar allzu sehr mit solchen Verweisen, mit Analogiespielen und Assoziationen; die guten Darsteller tragen jedoch dazu bei, die spürbare Konstruiertheit dieser Versuchsanordnung zu überspielen, sodass der Film durchaus sehenswert bleibt."

11. September 2010 | DREI • Kritik • filmgazette

Rüdiger Suchsland schreibt: "DREI (DREI Trailer) ist auch ein witziger Film, der bei der ersten Pressevorführung für viele Lacher sorgte. Eine Komödie von der Subtilität des Francois Ozon-Films POTICHE ist dies aber keinesfalls. Stattdessen immer wieder dieses aus deutschen Filmen leider vertraute Gefühl: Da stimmt doch was nicht. Da ist der Ton falsch. Das ist geschrieben, ausgedacht, etc. Völlig daneben liegen zum Beispiel die Szenen, in denen Hanna bei ihrer Arbeit als TV-Moderatorin gezeigt wird. Jeder, der ab und an Fernsehen guckt, weiß: So redet keiner, da sieht man nur Intellektuellen-Klischees wie sie sich ein Anti-Intellektueller vorstellt. Dabei ist Tom Tykwer das ja gar nicht. Er schafft es nur nicht, in solchen Momenten seinen Figuren Leben einzuhauchen."

10. September 2010 | DREI • Kritik • getidan.de

Peter Claus mag DREI (DREI Trailer) nicht. "Die kleine Story von dem heterosexuellen Paar, das einen bisexuellen Mann als Dritten im Bunde erwählt, finde ich inhaltlich unoriginell – und ebenfalls nicht originell präsentiert. Mir ist die Gestaltung zu manieristisch. Da wird das Bild geteilt, muss Angela Winkler als tote Mutter eines der Männer als Engelsvision herumspuken, wird mir unentwegt die Kultur-Bildung der Macher mit Verweisen etwa auf die bildende Kunst und die Literatur um die Ohren gehauen. Zu viele Dialoge triefen mir zu sehr mit bildungsbürgerlicher Bedeutsamkeitsbehauptung vor sich hin."

09. September 2010 | DREI • Kritik • getidan

Daniela Kloock sprach mit Filmemacher Tom Tykwer über seinen Film.

01. Juli 2010 | DREI • Kritik • Drei

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