| Regie | Chris Miller |
| Kinostart | 08.12.2011 |
Elisbath Maurer ist enttäuscht. "Insgesamt werden die Märchenversatzstücke und die Filmzitate aus dem Western- und dem Mantel-und-Degen-Genre einfallslos zusammengemischt, nichts erinnert an die intelligente Dekonstruktion der Legenden und Vorbilder wie sie zumindest der erste Shrek hervorragend beherrschte. ... So jedoch bietet DER GESTIEFELTE KATER einen nett anzuschauenden Trip, bei dem sich durch die langweilige und nicht plausible Geschichte die Spannung und das eigentliche Potential immer mehr im Sand der mexikanischen Wüste verschwinden."
Es ist - schon, weil Lukas Foerster "das Werk begnadeter Handwerker bewundern kann - eine Attraktion für sich, wie die artifiziellen Felle vibrieren, pulsieren, sich spannen und zusammenziehen, Licht reflektieren und verschlucken; wie die Animatoren mit jedem neuen Film realistische Wesensart und Bewegungsmuster von Tieren nachahmen und für das Kino verfügbar machen."
Durchzogen von actiongeladenen Sequenzen und reichhaltig an raffinierten Gags birgt der Animationsfilm laut Julia Weninger "mit seiner besonderen Visualisierung der 3D-Technik viel Begeisterungspotential für Groß und Klein. In der Vermischung verschiedener Märchenmotive beweist sich der feurige Kater als charmanter und verführerischer Titelheld und sorgt, natürlich auch mit seinem typischen Kulleraugen-Blick, gemeinsam mit neuen, markanten Charakteren für ein mitreißendes und unterhaltsames Filmerlebnis.
"Dieser merkwürdige Mischmasch glänzt einzig durch seine stimmigen, äußerst rasanten Action-Sequenzen. Übrig bleibt der übliche Konsenskram mit aufgeblasener Geschichte aus dem wie hier wieder einmal hart an der Hach-wie-süß-Verträglichkeitsgrenze entlang schmetternden Animationskosmos."
Der erste Osterfilm der Saison - so schreibt Günter H. Jekubzik - bietet "neben vielen Eier-Scherzen eine unterhaltsame, witzige Spielerei. Der anarchische Humor von SHREK ist völlig weg, der nicht nur mit seiner unwiderstehlichen Augennummer einschmeichelnde Kater legt alles Rebellische schnell ab. Das 3D läuft ohne beeindruckende Effekte ab. Die negative Folge ist, dass vor allem die Innenszenen sehr dunkel bleiben - die unbequemen Brillen fordern ihren Preis nicht nur an der Kasse."
Thomas Werner ist angetan: "Was diesen Film aber zu etwas Besonderem macht, sind seine liebevoll gezeichneten Charaktere und sein – auch kostspieliger – visueller Einfallsreichtum. Eine so perfekt choreografierte Szene wie den nicht mit dem Degen, sondern dem Körpergefühl ausgetragenen Tanzwettbewerb zwischen Gestiefeltem Kater und Kitty Samtpfote in einer nur für Katzen (und nicht Kater) zugänglichen Cantina wird man wohl nur in diesem Film sehen und bewundern können."
Thomas Friedrich sah den besten Dreamworksfilm seit SHREK (
). "Die Animationen sind genial, die Bewegungen fließend, der Gesichtsausdruck von "Puss" (im Original an die Sprechweise von Synchronsprecher Antonio Banderas angepasst) ist zu jeder Sekunde überzeugend; die Vermenschlichung tierischer Gesichtszüge, sonst eine Disney-Domäne, ist selten so gelungen wie hier."
DER GESTIEFELTE KATER "ist ein Animationsfilm mit zwei Gesichtern. Einerseits bietet der Film harmlose, rasante und perfekt animierte Familienunterhaltung mit einigen zweideutigen Sprüchen eines sympathischen und charismatischen Titelhelden. Andererseits fehlt dem Film eine überzeugende Geschichte und manchmal auch die Seele, welche durchschnittliche Animationsfilme von wirklich gelungenen unterscheidet."
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