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8. WONDERLAND

8. WONDERLAND

Regie Nicolas Alberny
Jean Mach
Kinostart 12.08.2010
Genre Drama

Kritiken • 8. WONDERLAND

26. November 2009 | 8. WONDERLAND • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Michael Kienzl hält 8. WONDERLAND (8. WONDERLAND Trailer) zugute, "dass sein Konzept, eine Geschichte mit unterschiedlichen Mitteln zu erzählen, teilweise zu einem stimmigen und kurzweiligen Ergebnis führt. Allerdings kann selbst das rasante Erzähltempo nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich Nicolas Alberny und Jean Mach mit ihrem Vorhaben, einen Polit-Thriller von globalem Ausmaß zu drehen, eindeutig übernommen haben. Die holprig verbundenen Erzählstränge bleiben dabei nicht das einzige Problem. Zu sehr verlässt sich der Film auf die zunächst belustigende, später dann provokative Wirkung der aneinandergereihten Aktionen. Dass es 8. Wonderland aber nicht nur an dramaturgischer Finesse mangelt, sondern auch deutlich an Budget, zeichnet sich schließlich am Einsatz digitaler Effekte und Animationen ab."

12. August 2010 | 8. WONDERLAND • Kritik • Berliner Zeitung

Was dem Film laut Philipp Bühler "fehlt, sind ein paar analoge Soft-skills wie etwa logischer Zusammenhang und gutes Schauspiel. Aber man soll ja nicht zu viel verlangen. Ganz absichtlich tappt der Film in ein paar klassische Netz-Fallen und stellt sich auch den heiklen Fragen: Wie schützt man sein Netzwerk vor den notorischen Trotteln und Nachahmern? Ist die Masse wirklich klug? Wie reagieren "echte" Staaten auf digitale Konkurrenz? Ist nicht jeder Staat, zumal in Zeiten der Mediendemokratie, im Grunde virtuell? Das alles darf man im medientheoretischen Blockseminar erörtern, rund um die naheliegende Frage, warum die Internet-Revolution nun doch wieder im Kino stattfindet."

12. August 2010 | 8. WONDERLAND • Kritik • Die Tageszeitung

Anfangs macht 8. WONDERLAND (8. WONDERLAND Trailer) einiges richtig, schreibt Andreas Resch, aber dann: "So stellt sich recht bald ein Gefühl von extremer Sterilität ein, das daraus resultiert, dass die Regisseure Nicolas Alberny und Jean Mach ihre Figuren zu bloßen Sprachrohren bestimmter Meinungen degradiert haben, die robotergleich Thesen reproduzieren, ohne dass nachvollziehbar wäre, warum sie so und nicht vollkommen anders handeln. Der Film versinkt in einem Sumpf aus Kontingenz: Alles scheint möglich, nichts geschieht aus einer erkennbaren Notwendigkeit heraus."

12. August 2010 | 8. WONDERLAND • Kritik • Der Tagesspiegel

Martin Schwickert hätte etwas mehr erwartet. "Leider stehlen sich die Filmemacher im Diskurs über den Preis von Radikalisierung und realpolitische Effizienz viel zu schnell aus der Affäre, indem sie die Verantwortung für zweifelhafte politische Aktionen im Nirwana des Chatrooms versanden lassen. Die endlosen Onlinediskussionen sind auch der dramaturgische Schwachpunkt des Filmes, der ohne Hauptfiguren auskommt und die Politthriller-Handlung immer wieder durch kollektive Entscheidungsprozesse ausbremst."

12. August 2010 | 8. WONDERLAND • Kritik • film-dienst

Offensichtlich - so glaubt Michael Kohler - "ist 8. WONDERLAND (8. WONDERLAND Trailer) als utopisches Manifest der Web 2.0-Generation gedacht, in dem sich die aktive Netzgemeinschaft über die Chancen und Risiken ihrer Avantgarde-Funktion verständigen soll. Nahezu alle Stichworte der aktuellen Internet-Debatten werden auf die eine oder andere Weise abgehandelt: eGovernance, Flash-Mobs, Schwarm-Intelligenz, die Moral des Hackens und die Frage, ob bald das Internet-Bewusstsein das Sein bestimmt. Leider teilt 8. WONDERLAND (8. WONDERLAND Trailer) das Schicksal der meisten utopischen Manifeste. Es ist so sehr von der eigenen Bedeutung überzeugt, dass der Film schnell aufgeblasen und langweilig wirkt; in den Momenten, in denen er satirisch sein will, ist er so plakativ wie der Schlachtruf "Netizens aller Länder vereinigt Euch"."

10. August 2010 | 8. WONDERLAND • Kritik • schnitt

Der vielversprechende Versuch, das Internet auf die Leinwand zu bringen, geht laut Alexander Scholz "bedauerlicherweise etwas unter, stellt er doch, besonders in Bezug auf das limitierte Budget des Filmes, einen inszenatorischen Kraftakt dar. Trotzdem ist der Gedanke, das Internet als einen großen weißen Raum zu sehen, durch den alle möglichen Bilder auf schmalen linearen Bahnen schnellen, in Bezug auf sein aufrührerisches Potential ironischerweise durchaus erhellend: Man sieht zwar, wie vieles sich bewegt, aber keine Bewegung und erst recht kein Weltbild."

10. August 2010 | 8. WONDERLAND • Kritik • br-online.de

Das Traumgebilde einer globalen Welt, wie sie in 8. WONDERLAND (8. WONDERLAND Trailer) gezeigt wird, wirkt für Magali-Ann Thomas zutiefst unglaubwürdig. "Leider verliert man bei der Fülle der Figuren schnell den Überblick und die episodenhafte Struktur lässt jede Spannung vermissen. Die Ambitionen der französischen Filmemacher waren groß, aber ihr Weltbild zeichnet sich vor allem durch ein Merkmal aus: Naivität."

04. August 2010 | 8. WONDERLAND • Kritik • br-online.de

Gebhard Hölzl schreibt über den ästhetischen Radikalismus, der als Film scheitert. "Das 8. WONDERLAND (8. WONDERLAND Trailer) funktioniert weder als Wunsch noch als Film. Aber man muss Alberny und Mach dennoch zugutehalten, dass sie mit Witz und Ironie die Mechanismen revolutionären Handelns in der Ära der Virtualisierung beleuchtet und die Grenzen des Internets aufgezeigt haben. Ästhetisch radikal sind sie dabei vorgegangen und letztendlich an den Tücken des Medium, das sie hinterfragen wollten, gescheitert."

02. Juli 2010 | 8. WONDERLAND • Kritik • programmkino.de

Für Michael Meyns steckt 8. WONDERLAND (8. WONDERLAND Trailer) "voller interessanter Ideen und Denkansätze. Fast mutet er wie ein Guerilla-Film an, der sich der Methoden bedient, die er entlarven will. Inwieweit er damit erfolgreich ist, liegt auch in der Komplexität der Denkmuster des potentiellen Besuchers. Denn zumindest im Film ist die Revolution am Ende erfolgreich, während die Realität wohl nicht so einfach zu reformieren ist, wie es hier suggeriert wird."

01. Juni 2010 | 8. WONDERLAND • Kritik • 8. Wonderland

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