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MADEMOISELLE CHAMBON

MADEMOISELLE CHAMBON

Regie Stephane Brize
Kinostart 12.08.2010
Genre Liebesgeschichte

Kritiken • MADEMOISELLE CHAMBON

13. Juli 2010 | MADEMOISELLE CHAMBON • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Dass der Regisseur laut Till Kadritzke "an dieser filmischen Herausforderung scheitert, liegt einerseits an seiner nüchternen und merkwürdig emotionslosen Inszenierung, andererseits an den Darstellern. Vincent Lindon und Sandrine Kiberlain leben zwar mittlerweile getrennt, sind aber noch immer verheiratet. Das mag eine spannende Voraussetzung für die Darstellung einer auf stillschweigender Kommunikation beruhenden Liebelei sein, konterkariert aber das Ziel, die Liebenden als Vertreter unterschiedlicher Gesellschaftsschichten darzustellen. Einfacher ausgedrückt: Man nimmt Lindon den Handwerker partout nicht ab, dafür ist sein Spiel zu angestrengt, sein Gesicht zu bourgeois."

12. August 2010 | MADEMOISELLE CHAMBON • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Kleine Gesten, grosse Intensität hat Alexandra Stäheli ausgemacht. Die "innere Poetik der Bilder (Kamera: Antoine Heberle), die MADEMOISELLE CHAMBON zart wie das Gewebe eines Blattes strukturiert, kann inzwischen als fast schon seltener Fall einer geglückten Romanverfilmung (nach Eric Holders gleichnamigem Buch) bezeichnet werden, und Stephane Brize ist denn auch an den diesjährigen Verleihungen der Césars für das beste adaptierte Drehbuch ausgezeichnet worden. Es kann seine ganze Kraft jedoch erst in der hervorragenden Darstellung von Vincent Lindon und Sandrine Kiberlain entfalten, die im echten Leben einmal ein Paar waren und vor der Kamera offenbar noch immer allein durch die Präsenz ihrer Körper eine Faszination füreinander auszustrahlen vermögen."

12. August 2010 | MADEMOISELLE CHAMBON • Kritik • Frankfurter Rundschau

Michael Althen ist begeistert. "Wie dieses Neigen von Herzen zu Herzen plötzlich Schmerzen bereitet, zeigt Stephane Brize auf sehr anmutige Weise. Dabei helfen ihm nicht nur der notorisch unterschätzte Vincent Lindon und die wie immer zauberhaft zarte Sandrine Kiberlain, sondern auch der Umstand, dass die beiden im wirklichen Leben mal ein Paar waren und eine gemeinsame Tochter haben. Der Film ist quasi eine in entgegengesetzter Richtung laufende Zeitlupe dieser Liaison, eine Beziehungstherapie im Rückspiegel."

12. August 2010 | MADEMOISELLE CHAMBON • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala ist der Schauspielerin Sandrine Kiberlain begegnet.

12. August 2010 | MADEMOISELLE CHAMBON • Kritik • Frankfurter Rundschau

Wie viele große Liebesfilme der Vergangenheit vermittelt auch MADEMOISELLE CHAMBON ein Gefühl für das Sinnliche, in dem er Dialogen aus dem Weg geht, findet Daniel Kothenschulte. "Während des gegenwärtigen Booms naiver Romantic Comedies und Hochzeitsfilme muss man kein Pessimist sein, um sich einen Liebesfilm der zweiten Kategorie herbei zu wünschen. Oder besser noch, einen Film, der sich wie MADEMOISELLE CHAMBON in einer wunderbaren Schwebe zwischen diesen Möglichkeiten befindet."

12. August 2010 | MADEMOISELLE CHAMBON • Kritik • Der Freitag

Originalität ist nicht die größte Sorge Stephane Brizes, meint Gerhard Midding. "Sein erzählerisches Temperament entfaltet sich in der Nuance. Seine Schauspielerführung vertraut umsichtig auf die Wahrheit, die auch in schon oft erzählten Konflikten ruht. Stephane Brize verfügt über eine an Claude Sautet gemahnende Geduld: Seine Zurückhaltung will den Dingen des Lebens ihr angemessenes Gewicht verleihen, ohne ein Urteil zu fällen. Gesten haben in MADEMOISELLE CHAMBON Vorrang. Sie sind präzise und beredt, während sich in den Dialogen zumeist Verlegenheit artikuliert. Die Liebe entscheidet sich wortlos."

10. August 2010 | MADEMOISELLE CHAMBON • Kritik • texte zum film

"Vieles bleibt unausgesprochen: Nicht die eher knappen Dialoge treiben die Handlung voran, sondern vielmehr der Subtext der Gesten und Blicke, wozu die Leinwandpräsenz von Sandrine Kiberlain und Vincent Lindon wesentlich beitragen. Diese ruhige Inszenierung erhält durch das CinemaScope-Format laut dem Regisseur eine "epische Dimension", die allerdings an einigen Stellen etwas plakativ wirkt, etwa wenn Jeans Frau Anne Marie im Gegensatz zur geheimnisvollen Véronique als allzu schlichtes Gemüt gezeichnet wird, oder wenn die Kamera eine Träne Jeans im Gegenlicht filmt. Allerdings erschwert die leicht elliptische Erzählstruktur des Filmes hin und wieder das Verständnis."

09. August 2010 | MADEMOISELLE CHAMBON • Kritik • schnitt.de

Alles ist gut gespielt, findet Thomas Warnecke. "Sandrine Kiberlain macht einen fertig, jede Einstellung ist dicht und präzise, und doch: Irgendwann – das ist dann wohl Identifikation mit gleich allen Figuren – hat man das Gefühl, zu ersticken. Der beim Abschied Vincent Lindon ins Auge und ins Gegenlicht der Kamera applizierte Tränentropfen ist definitiv zu dicke, aber natürlich auch das Destillat dieses durch und durch bürgerlichen Films: Genuß am ausweglosen Herzschmerz, ein hundertminütiger Seufzer über die gebrechliche Einrichtung auch der kleinsten heilen Welt."

02. Juli 2010 | MADEMOISELLE CHAMBON • Kritik • programmkino.de

Luitgard Koch lobt Regisseur Stephane Brize. "Sein langsames Erzähltempo gibt dem einstigen Schauspielerehepaar Vincent Lindon und Sandrine Kiberlain Zeit, glaubwürdig mit wenig Worten, sparsamen Gesten und zurückhaltender Mimik, die intensiven Gefühle der beiden Hauptfiguren und den dadurch hervorgerufenen heftigen Konflikt auszudrücken. In diesem perfekten Zusammenspiel der beiden entfaltet diese bittersüße Beziehungsgeschichte eine leise Authentizität und lakonische Balance."

01. Juli 2010 | MADEMOISELLE CHAMBON • Kritik • Mademoiselle Chambon

Überblick zum Film auf moviepilot.de

24. Juni 2010 | MADEMOISELLE CHAMBON • Kritik • outnow.ch

"Das Schöne an MMADEMOISELLE CHAMBON ist, dass hier nicht moralisiert wird. Der Filmemacher ergreift keine Partei, er urteilt nicht über richtig oder falsch. Keine der Figuren in der "Dreiecksbeziehung" wird favorisiert oder als unsympathisch dargestellt. Ziel dieses Filmes ist nicht eine Meinungsbildung sondern vielmehr das Einfangen einer Situation und das Erzählen einer Geschichte in Bildern und pointierten Dialogen. Kurz gesagt: MADEMOISELLE CHAMBON ist ein poetischer Film mit einer wundervollen Sandrine Kiberlain in der Hauptrolle. Bilder zum geniessen und auf sich einwirken lassen. Definitiv kein Film für Pop Corn Kino Liebhaber, denen wird es wahrscheinlich zu ruhig zu und her gehen."

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