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LOLA

LOLA

Regie Brillante Mendoza
Kinostart 15.07.2010
Genre Drama

Kritiken • LOLA

27. Juni 2010 | LOLA • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Birte Lüdeking lobt den Film. "Das Sehenswerte an LOLA (2009) (LOLA (2009) Trailer) ist, wie detailliert, geduldig und weitgehend unsentimental er die Lebenssituation seiner Protagonistinnen einfängt und wie spürbar der Regisseur das Alter der Frauen inszeniert. Obwohl Brillante Mendoza reichlich Schicksalsschläge, Geld- und Familienprobleme auf sie niederprasseln lässt, vielleicht zu viele, werden die Großmütter dabei nie zu hilflosen Opfern. Stattdessen demonstrieren sie wie Lola Sepa in der Eingangssequenz eine Willensstärke, die selbst im Unwetter eine Kerze zum Brennen bringt."

08. Juli 2010 | LOLA • Kritik • Jungle World

Als Zuschauer geht Esther Buss jeden Weg mit, die Bewegung wird physisch erfahrbar. "Zumindest glaubt man die Anstrengung zu spüren, die es kostet, die Treppe zu einer Brücke hinaufzusteigen und oben angekommen, dem Verkehrlärm ausgesetzt zu sein. Oder vom prasselnden Regen niedergedrückt zu werden, der innerhalb von Sekunden die Straßen überschwemmt. Für Gefühle bleibt in diesem Film keine Zeit. Nur zwei Mal bricht Brillante Mendoza den Realismus durch den Einsatz von Musik, etwa als Lola Sepa erstmals die Leiche ihres Enkels im Hinterraum des Bestattungsinstituts aufgebahrt sieht."

08. Juli 2010 | LOLA • Kritik • Die Zeit

Axel Estein "glaubt den Tropensturm zu spüren, der den Großmüttern den Regen ins Gesicht peitscht, während der Straßenlärm ihnen die Sinne raubt. Man glaubt zu riechen, wie sich der Dampf der verdunstenden Wolkenbrüche mit dem Gestank des Unrats in den Straßen mischt. Und man glaubt die Altersmühsal der Heldinnen in den eigenen Knochen zu fühlen, wenn ihre Langsamkeit der Hektik von Manila nicht mehr gewachsen ist. Dabei scheint die Kamera förmlich an den beiden Frauen zu kleben. ... In LOLA (2009) (LOLA (2009) Trailer) hat Brillante Mendoza seine Technik des real time writing, einer nahezu dokumentarischen Nachinszenierung, zu großer Virtuosität entwickelt."

04. Juli 2010 | LOLA • Kritik • film-dienst

Felicitas Kleiner kommt "kaum umhin, die beiden Hauptfiguren zunehmend zu bewundern: Es liegt eine große Würde in der Unermüdlichkeit und Hartnäckigkeit, mit der sie sich für ihre Angehörigen einsetzen und mit stiller Konsequenz tun, was getan werden muss, um ein Überleben zu sichern und die Formen eines menschenwürdigen Daseins zu wahren – etwa durch die Einhaltung der traditionellen Beerdigungszeremonien. Beide Frauen haben das Format camusscher Heldinnen: zwei philippinische Schwestern des Sisyphos."

02. Juli 2010 | LOLA • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns schaut auf den Regisseur. "Seine Filme faszinieren über die bloße, meist sehr lose narrative Entwicklung hinaus. Sein Gespür für Nebensächlichkeiten ist auch in LOLA (2009) (LOLA (2009) Trailer) frappierend. Ob es gefälschte Markenprodukte sind, prägnante Fernsehsendungen, die beiläufig zu sehen sind, oder die korrupten Strukturen von Bürokratie und Gericht, die ganz nebenbei aufgedeckt werden. Angesichts dieses entlarvenden, kritischen Blicks auf die philippinische Gesellschaft und ihre Missstände verwundert es kaum, dass Brillante Mendoza in seiner Heimat kaum rezipiert wird."

01. Juli 2010 | LOLA • Kritik • Jury der evangelischen Filmarbeit

"Die Einzelnen wären auf sich gestellt sind, wenn es keine "Lolas" gäbe, die ganz praktisch versuchen, das Zusammenleben zwischen den Generationen und in den Familien zu ermöglichen. In einer intelligenten Weiterentwicklung neorealistischer Verfahren, unsentimental, aber mit Nachdruck, kommt Brillante Mendoza seinen stillen Heldinnen des Alltags sehr nahe. In LOLA (2009) (LOLA (2009) Trailer) rückt "das Leben der Anderen" den Zuschauern geradezu auf den Leib. Hier wird die oft zitierte biblische "Option für die Armen" in ein bewegendes Bild gesetzt."

01. Juni 2010 | LOLA • Kritik • Lola

Überblick zum Film auf moviepilot.de

17. September 2009 | LOLA • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte ist begeistert. Er entdeckt in Videobildern eine faszinierende Einfachheit und eine Tiefe, "wie sie nur bei diesem Filmkünstler zu finden sind, wie sich die andere, gänzlich mittellose Seniorin müht, selber die Bestattungskosten aufzutreiben: Mit einem schmalen Ruderboot lässt sie sich von Haus zu Haus fahren und sammelt von den Allerärmsten kleine Spenden sein. Es gibt keinerlei Sentiment in diesem Film, der sich keine Illusionen darüber macht, dass man mit Geld vielleicht die Armut lindern kann, nie jedoch die Trauer."

14. September 2009 | LOLA • Kritik • Die Tageszeitung

Für Cristina Nord ist es "frappierend zu sehen, wie wenig Raum bei all der mühevollen Alltagsbewältigung für Trauer oder Wut bleibt. LOLA (2009) (LOLA (2009) Trailer) erkundet eine Welt, in der die Akteure es sich buchstäblich nicht leisten können, Gefühle zu haben, und reflektiert dabei, wie eisern der Kapitalismus die Gegenwart im Griff hat."

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