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ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN

ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN

Regie Mark Romanek
Kinostart 14.04.2011
Genre Science Fiction, Drama, Liebesgeschichte

Kritiken • ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN

10. Februar 2011 | ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Martin Gobbin empfiehlt Taschentücher. "ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN (ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN Trailer) schildert mit empathischer Intensität die Tragödie von Individuen, die sich ihrer Instrumentalisierung durch höhere Mächte nicht erwehren können. Allerdings stellt sich hierbei die Frage, warum die Opfer nicht gegen ihre sukzessive Ermordung rebellieren, sondern diesen Zustand apathisch und resigniert hinnehmen. Zudem erweist sich diese Emotionalität zunehmend als kalkulierter Angriff auf die Tränendrüsen. Die ohnehin bedrückende Stimmung wird durch zahlreiche Einstellungen einer weinenden Kathy und den ebenso massiven wie manipulativen Musikeinsatz noch verstärkt."

18. April 2011 | ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN • Kritik • negativ-film.de

Wenig Konkretes offenbart laut Elisabeth Maurer ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN (ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN Trailer). "Woher die Kinder genau stammen, in welchen gesellschaftlichen System sie aufwachsen, wie bedrohlich der Überwachungsapparat der Erzieher ist, alles bleibt verborgen. Somit lebt der Zuschauer genauso ohne Überblick in dieser Welt wie die Protagonisten. Doch er hat das Wissen um unsere tatsächliche Realität und gerade das Fehlen der Farben deutet auf das Grauen in dieser alternativen Wirklichkeit hin, hier gibt es keine Nähe, keine Familie, keinen Diskurs um Menschlichkeit."

14. April 2011 | ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN • Kritik • filmdienst.de

Jörg Gerle hat sich Gedanken über den noch nicht erfolgten Aufstand der Protagonisten in ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN (ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN Trailer) gemacht. "Von daher ist der Film ein Gegenentwurf zu Effektgewittern wie Matrix oder Die Insel, in denen dem Zuschauer nicht nur eine dystopische Welt präsentiert wird, zugleich aber auch die Utopie, dass es Revolutionäre gibt, die gegen das Unrecht und die Ausbeutung zu Felde ziehen. Ishiguros und Romaneks Ansatz einer passiven, schicksalsergebenen Gesellschaft feiert dagegen nicht die Ausnahmegestalt eines Heros, er hält vielmehr einer schweigenden Mehrheit den Spiegel vor."

14. April 2011 | ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN • Kritik • getidan.de

Peter Claus lobt besonders den Regisseur Mark Romanek. "In seinem erst dritten Spielfilm erweist er sich als subtiler Erzähler. Visuell liebt er es augenscheinlich opulent. Doch die Gestaltung überlagert nie das Eigentliche, das Geschehen. Die Spannung erwächst gerade daraus, dass es keinerlei billige Horroreffekte gibt. Das Böse haust im Gewöhnlichen. Der zugleich von Sachlichkeit und Gefühl geprägte Erzählton der Vorlage wird im Film erstaunlich gut getroffen."

14. April 2011 | ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN • Kritik • artechock.de

Axel Timo Purr ist begeistert, dass die literarische Vorlage von Kazuo Ishiguro so wunderbar umgesetzt wurde. "Dies mag zum einen an dem subtilen Drehbuch von Alex Garland liegen, zum anderen an der Handschrift Mark Romaneks, der zuletzt vor neun Jahren mit seiner empathischen Stalker-Geschichte One Hour Photo in den Kinos präsent war. Auch hier gelingt es ihm, individuelles-, und zudem gesamtgesellschaftliches Anderssein feinfühlig und ohne moralischen Gestus zu porträtieren."

14. April 2011 | ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN • Kritik • perlentaucher.de

Ekkehard Knörer vergleicht die literarische Vorlage mit dem fertigen Film. "Was immer der Roman an Wahrheiten, Tiefen und subtilen Unheimlichkeiten besessen haben mag: Mark Romanek und sein Drehbuchautor Alex Garland surfen obenhin auf den sorgfältig ausgewählten Untiefen dieser Geschichte. Sie spitzen sie wieder und wieder und von Anfang an zu auf eine Liebestragödie mit glücklich-unglücklichem Ende. Das biopolitische Szenario wird zum Hintergrund für ein Melodram, das die biopolitischen Aspekte zur großen Gefühlsproduktion durch starke Begrenzung der Glücksmöglichkeiten ausbeutet."

14. April 2011 | ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Dass die Zukunft nicht anders aussieht als die Gegenwart hat Daniel Kothenschulte beängstigt. "Es ist gar nicht einmal nötig, dabei an die Debatten um die Gentechnologie zu denken. So wie sich die im Film gezeigte Gesellschaft die Freiheit herausnimmt, den Tod der gezüchteten Organspender zu akzeptieren, verdrängen wir die afrikanischen Konflikte oder verschließen die Augen vor den Ausgeschlossenen von Lampedusa. Die Entscheidung, für wen sich eine Gesellschaft verantwortlich fühlt und für wen nicht, ist nicht moralisch definiert, sondern politisch."

14. April 2011 | ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN • Kritik • spiegelonline.de

David Kleingers hat den erschütterndsten Film des Jahres gesehen. "Ohne je laut oder plakativ zu werden, zieht der Film seinen Zuschauern schleichend auch noch das letzte Stück Boden unter den Füßen weg, und lässt sie angesichts der unerbittlichen Konsequenz der Erzählung um Fassung ringen. Inständig hofft man auf eine Revolution der Retortenkinder, auf Zeichen der Empörung und der Selbstbehauptung. Und selten wünschte man sich im Kino derart verzweifelt einen Deus ex machina herbei, der vielleicht doch noch eine Wendung herbeiführen könnte."

13. April 2011 | ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN • Kritik • Berliner Zeitung

Beklemmend findet Katja Lüthge die Literaturverfilmung. "Das bloße Vorhandensein der durchweg hervorragenden Schauspieler sprengt ein Stück weit die innere Logik der Erzählung auf. Wer mag sich schon vorstellen, dass die zauberhafte Carey Mulligan (Kathy) als Organlager missbraucht und im gesellschaftlichen Konsens ausgeweidet werden könnte? Ist das reale Vorhandensein eines Organressourcenheeres in Form menschlicher Klone nur schwer vorstellbar, ist die Haltung der nur kurz umrissenen Mehrheitsgesellschaft dazu absolut glaubwürdig: Sie verdrängt die Existenz der vermeintlich seelenlosen und leidensunfähigen Kreaturen, von deren Elend sie profitiert."

13. April 2011 | ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala vergleicht Roman und Film miteinander. "Schon die erste Szene, die den Voice-over Kathys illustriert und mit der der Regisseur zumindest formal die der Rückblende vorgeschaltete Exposition des Romans übernimmt, ist von krasser Überdeutlichkeit. Sie soll an dieser Stelle bewusst nicht beschrieben sein – aber ihre schockartige Wucht bewirkt, dass alles Folgende in den Ruch bloßer Belegbebilderung gerät. Wer sich den Lektüre-Zauber bewahren will, der einem Filmerlebnis auch einmal nachfolgen kann, komme daher besser ein, zwei Minuten zu spät in den Kinosaal. Oder noch besser: Erst lesen, dann sehen."

12. April 2011 | ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN • Kritik • textezumfilm.de

"Regisseur Mark Romanek inszeniert den Film in einem zeitlosen Stil. So könnte sich der erste, Ende der siebziger Jahre angesiedelte Abschnitt genauso gut Ende der fünfziger Jahre abspielen. Die Kamera von Adam Kimmel taucht die Landschaftsbilder in typisch englische, herbstliche bräunliche Töne und in kalte Farben, die eine düstere, mit der allgegenwärtigen Vorahnung der frühen "Vollendung" korrespondierende Atmosphäre entfachen. Die Filmmusik von Rachel Portman unterstützt mit ihren elegischen Klängen die wehmütige Anmutung des Filmes."

11. April 2011 | ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN • Kritik • schnitt.de

Wie alle herausragenden Filme erschafft ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN (ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN Trailer) eine eigene Welt, die an den Bildrändern längst nicht aufhört, sondern weit darüber hinaus verweist, lobt Carsten Happe. "Die bittersüße Atmosphäre ist zu jeder Zeit stimmig, das Timing – selbst in der weitgehend verkürzten Hailsham-Episode – punktgenau. Unterstützt wird ihre Vision eines Englands, das sich im Laufe der 1970er und 80er Jahre eben nicht der Atomtechnologie verschrieben, sondern der Gentechnik einen zentralen Stellenwert zugeordnet hat, von einem grandios spielenden Ensemble."

23. März 2011 | ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN • Kritik • filmgazette.de

"Es geht nicht mehr nur um das Diktat eines durchmedizinisierten Systems über Leben und Sterben junger Menschen, nicht mehr nur um die Frage, wie inhuman die Menschheit werden kann (und darf), um Krankheiten zu besiegen und die Lebenserwartung der Mehrheit zu steigern, es geht um die Liebe in Zeiten der Ausweglosigkeit, darum, wie ein System der Unterdrückung durch anerzogene Gewöhnung nicht als Last, sondern als normale Gegebenheit empfunden wird. Wie Mark Romanek das inszeniert, ist weit spannender, viel intensiver als alles andere, was auch vorstellbar wäre. Das Fehlen des Aufbegehrens, das Akzeptieren des Unmenschlichen, das reine Erzählen eines kleinen Liebesmelodrams vor dem Hintergrund ethischer Erosion: das macht den Film höchst wahrhaftig. Ergreifend, melancholisch, dramatisch, verstörend, berührend. Und unvergesslich."

02. Juni 2010 | ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN • Kritik • scifimoviepage.com

Längerer Text über die literarische Vorlage und die Filmproduktion.

01. Juni 2010 | ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN • Kritik • Never Let Me Go

Überblick zum Film auf moviepilot.de

01. Juni 2010 | ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN • Kritik • imdb.com

Überblick zum Film auf der imdb.

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