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SOMEWHERE

SOMEWHERE

Regie Sofia Coppola
Kinostart 11.11.2010
Genre Drama

Kritiken • SOMEWHERE

04. Oktober 2010 | SOMEWHERE • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

SOMEWHERE (SOMEWHERE Trailer) leidet laut Birte Lüdeking wie seine Hauptfigur am Burnout-Syndrom. Die "Regisseurin hat ein Gespür für Schauplätze und deren Einfluss auf die Protagonisten, darüber hinaus sind ihre Charaktere aber selten besonders komplex angelegt. Die vage gezeichnete Marie Antoinette übertrifft der schemenhafte Johnny Marco noch an Oberflächlichkeit. In beiden Fällen ist die Dekadenz der Figuren zwar eine bewusste, die spätere Wandlung der konsumgeilen Königin und des ausgebrannten Schauspielers wird durch das Drehbuch aber nicht ausreichend vorbereitet. Marco steigt am Ende wieder in seinen Ferrari, ohne im Kreis zu fahren. Doch Sofia Coppola hat es nicht erreicht, dass man sich für seine neue Richtung interessiert."

11. November 2010 | SOMEWHERE • Kritik • kultiversum.de

Sophie Diesselhorst meint: SOMEWHERE (SOMEWHERE Trailer) "arbeitet mit sehr langen Einstellungen und vielen Close-Ups auf die Gesichter von Johnny und Cleo. Dazu knistert die Musik von Phoenix wie ein etwas zu leise gestelltes Radio. Anders als in LOST IN TRANSLATION erliegt Sofia Coppola nicht ansatzweise der Versuchung, zu ästhetisieren. Dadurch, dass sie Johnny auch nicht zur tragischen Figur stilisiert, sondern in ihrem Blick stets freundschaftlich urteilsfrei bleibt, stellt sie eine andauernde Nähe zu ihrer Hauptfigur her, der man sich als Betrachter nicht entziehen kann. SOMEWHERE (SOMEWHERE Trailer) ist kein Film über Hollywood und bestimmt kein Film über eine "besondere Vater-Tochter-Beziehung", sondern, so einfach wie brillant, ein Film über die allzumenschliche Verworrenheit."

10. November 2010 | SOMEWHERE • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala hat in SOMEWHERE (SOMEWHERE Trailer) so wenig und ganz viel entdeckt. "Dass das Bewusstsein von Glück, wenn man es denn überhaupt zulässt, unweigerlich Schmerz heraufbeschwört, weil der Verlust ihm als Gefahr innewohnt: noch so eine Allerweltserkenntnis. Aber hier sieht man unmittelbar, wie lächerlich hilflos und zugleich rührend einer damit umgeht, dass er sich plötzlich selbst begreift. Johnnys Schluchzen am Telefon gegenüber der ungeeignetsten Person ist das Äußerste an – äußerem – Drama, das SOMEWHERE (SOMEWHERE Trailer) seinen Zuschauern zumutet, und natürlich ist es, huschhusch, wieder vorbei."

10. November 2010 | SOMEWHERE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte sah das perfekte filmische Society-Gemälde der Celebrity-Kultur in Hollywod. "Auch wenn SOMEWHERE (SOMEWHERE Trailer) über weite Strecken wie ein zweites LOST IN TRANSLATION wirkt, ist diese Arbeit doch um einiges bitterer und kunstvoller. Mutig weitet Sofia Coppola ihr entlarvendes Society-Gemälde auf die eigene Generation aus. Man kann das Bild leicht noch weiter denken: Welche Rituale der Selbstbestätigung mögen wohl einer Paris Hilton ein erfülltes Dasein vorspiegeln? Doch Sofia Coppola macht es sich nicht so einfach, die Reichen und Berühmten allein für deren Dekadenz verantwortlich zu machen. Erst das Publikum der stumpfen Fernsehgalas und Red-Carpet-Shows macht das Bild komplett."

10. November 2010 | SOMEWHERE • Kritik • Die Presse

Für Christoph Huber beschreibt der Film die Einsamkeit und Melancholie als gefällige Comedy in geschmackvollen Bildern. SOMEWHERE (SOMEWHERE Trailer) schwelgt "genau in dem narzisstischen Ennui, den er zu beklagen behauptet: Als wären Unzufriedenheit und Entfremdung in der Konsumkultur schon eine Form des Widerstands. Die beträchtliche Eleganz verbirgt nicht den Mangel an Substanz. Am Ende geht es an den Anfang zurück, um noch eine überdeutliche Metapher zu strapazieren: Aussteigen ist auch eine Option. Allerdings sollte man sie nutzen, um nachzudenken."

29. Oktober 2010 | SOMEWHERE • Kritik • bummelkino.de

"Innovativ ist das Ganze leider nicht. Und die extreme Länge von so mancher Einstellung verschafft den als Instant-Classic konzipierten Bildern auch nicht mehr Tiefe oder gar Bedeutung. Sofia Coppola nutzt ihre netten Einfälle einzig für eine Parade des Schrägen. Das ist am arg moralisierenden Ende ein weiteres LOST IN TRANSLATION – eine Art Hollywood-Homecoming. Stephen Dorff geht dabei optisch als unehelicher Sohn von Mickey Rourke durch und seine Figur des Johnny Marco verkommt zu einer verjüngten Bob-Harris-Kopie aus dem bereits erwähnten LOST IN TRANSLATION. Sofia Coppola hat mit ihren 39 Jahren scheinbar nichts (mehr) zu erzählen."

20. September 2010 | SOMEWHERE • Kritik • Manifest

Der Film wird laut Sebastian Moitzheim "besser, je länger er dauert. Zwischen Vater und Tochter entsteht eine Dynamik, ihre Beziehung wird enger - und doch ist immer eine gewisse Fremdheit zwischen den beiden zu spüren. Das sorgt gerade kurz vor Schluss für einige sehr berührende Momente, wenn beispielsweise Johnny Marco seiner Tochter sagen will, dass er seine Dauerabwesenheit bereut, aber von Hubschrauberlärm übertönt wird. Hier wird das Potential des Films deutlich: Als Studie der Vater-Tochter-Beziehung, würde deren im Film begonnene Entwicklung auch weiterhin gezeigt."

06. September 2010 | SOMEWHERE • Kritik • Berliner Zeitung

Daniel Kothenschulte schaut auf die Regisseurin. "Mit Kennerblick verzeichnet sie die minimalen nationalen Unterschiede in den Ritualen der Repräsentation. Was in früheren Jahrhunderten die höfischen Feste waren, denen sie sich ausschweifend widmete in Marie Antoinette, sind heute die stets aufs neue gefeierten Events des Glamour. Zunächst aber sind es die Auswüchse der amerikanischen Folklore, die für die Luxus-Langeweile eines Mannes stehen, den die Midlife-Krise schon in seinen späten Dreißigern fest im Griff hat."

06. September 2010 | SOMEWHERE • Kritik • Die Tageszeitung

Je länger Cristina Nord SOMEWHERE (SOMEWHERE Trailer) "folgt, umso drängender stellt sich die Frage, was es mit dem Ennui der Hauptfigur, mit diesem oberflächlichen, leeren Leben eigentlich auf sich hat. In Sofia Coppolas Filmen gewinnt man bisweilen den Eindruck, dass Melancholie und Narzissmus die einzige Psychodisposition ist, die Konsumkapitalismus und Unterhaltungskultur zulassen. Die Regisseurin scheint das zu betrauern, schwelgt aber genau auch darin. SOMEWHERE (SOMEWHERE Trailer) leidet selbst an dem Ennui, der die Hauptfigur befallen hat.

06. September 2010 | SOMEWHERE • Kritik • Der Standard

Der Film hat - so schreibt Isabella Reicher - "wie die anderen Arbeiten Sofia Coppolas, eine eigenwillige atmosphärische Qualität, was wiederum dem feinen Sinn der gelernten Ausstatterin für Orte, Räume und Situationen geschuldet ist. Sobald in einer Szene allerdings das Driften, die stummen Glücksmomente und die Melancholie bei Johnnys Tagediebereien kurz einer dramatischen, geschriebenen Handlung Platz geben müssen, schleichen sich falsche Töne und Banalitäten ein."

06. September 2010 | SOMEWHERE • Kritik • epd-blog

Viele Szenen zeigen für Felicia Kleiner "zurückhaltend, aber überzeugend: Was zunächst eben nach den Luxusproblemen eines Hollywoodstars aussieht, für Außenstehende in ihrer Exklusivität fast von bizarrer Komik, weitet sich zur Geschichte über das existentielle und damit ganz universelle Problem menschlicher Entfremdung."

04. September 2010 | SOMEWHERE • Kritik • Der Tagesspiegel

Persönliche, in der Substanz autobiografische, also intime Filme sind ein unermessliches Risiko für ihre Schöpfer, stellt Jan Schulz-Ojala fest. "Und vielleicht hilft es da, im Prototypischen für ein Milieu zu bleiben wie in SOMEWHERE (SOMEWHERE Trailer), in der Andeutung auch. Unterspielen statt ausspielen, Raum lassen für die Imagination und Erfahrung des Zuschauers, verlocken statt erdrücken: In dieser so unendlich beiläufigen Verführungarbeit erweist sich erneut Sofia Coppolas Meisterschaft."

04. September 2010 | SOMEWHERE • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Susanne Ostwald ist trotzallem angetan: "Das ist gewiss keine aufsehenerregend originäre Erzählidee – und doch ein wunderbarer Film. Mit lakonischem Humor und ohne jegliche Larmoyanz porträtiert Sofia Coppola ihren tragischen Helden, der nicht sehr sympathisch ist und einem dennoch ans Herz wächst – kein geringes Kunststück."

04. September 2010 | SOMEWHERE • Kritik • getidan.de

Peter Claus kann seine Kollegen nicht verstehen, die SOMEWHERE gut finden. "Sicher: der Erzählstil von Frau Sofia Coppola ist hübsch. Sie mag das Beiläufige. Da ist alles irgendwie nett und neckisch, und in alles ist alles deutbar. Lesbar ist das zum Beispiel als Abgesang auf das alte Hollywood, wo es richtigen Glamour gab, richtige Stars wie Cary Grant und Marilyn Monroe. Heute gibt’s nur noch mittelmäßige Abziehbilder. Kann man so deuten, man kann es aber auch lassen."

04. September 2010 | SOMEWHERE • Kritik • film-dienst-blog

Felicia Kleiner lobt die Regisseurin. Sie "spitzt dieses Vater-Tochter-Verhältnis jedoch in keiner Weise zu; sie verzichtet auf große Konflikte und taucht in einen trotz aller "Hollywood"-Umstände letztlich unspektakulären Alltag der beiden ein. Wobei sie ihren verlorenen Helden eine subtil-unaufdringliche Entwicklung durchmachen lässt. Manchem Kritiker war das zu wenig und zu spröde erzählt. Wenn man jedoch die Geduld investiert, sich auf diese stille Entdeckung einzulassen, ist SOMEWHERE (SOMEWHERE Trailer) einer der schönsten Filme des bisherigen Wettbewerbs."

01. Juni 2010 | SOMEWHERE • Kritik • Somewhere

Überblick zum Film auf moviepilot.de

01. Juni 2010 | SOMEWHERE • Kritik • imdb.com

Überblick zum Film auf der imdb.

16. April 2009 | SOMEWHERE • Kritik • variety.com

Bericht über den Beginn der Produktion.

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