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LA NANA - DIE PERLE

LA NANA - DIE PERLE

Regie Sebastian Silva
Kinostart 17.06.2010
Genre Drama

Kritiken • LA NANA - DIE PERLE

28. April 2011 | LA NANA - DIE PERLE • Kritik • negativ-film.de Partner von film-zeit

Sarah Böhmer lobt die Hauptdarstellerin Catalina Saveedra. Sie "liefert eine berührende Schauspielleistung in der Darstellung der immer gleich schlecht gelaunt dreinblickenden Raquel, in deren Leben emotionale Reaktionen so wenig Einsatz finden, dass sie, wenn überhaupt, nur in jähen Eruptionen an die Oberfläche treten. Subtil beginnen im Laufe ihrer Freundschaft mit Lucy Gefühle wieder Ausdruck in ihrer Mimik zu finden, jedoch nie so weit, dass die unbeholfene Starrheit ihrer nicht arbeitsverbundenen Gesten weichen würde."

15. Juni 2010 | LA NANA - DIE PERLE • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Daniel Nehm ist begeistert. "LA NANA - DIE PERLE (LA NANA - DIE PERLE Trailer) ist eines der kraftvollsten Zeugnisse einer aufstrebenden Filmkultur. Während jedoch im zeitgenössischen chilenischen Kino meist in stilisierter Form in Szene gesetzt wird, ist LA NANA - DIE PERLE (LA NANA - DIE PERLE Trailer) eine Ausnahme. Selten hat man einen Film gesehen, der eine präzise, realistische Form so gelungen mit beißendem Humor verwebt und dabei gleichzeitig die sozialen Differenzen einer Gesellschaft im Umbruch durchscheinen lässt."

17. Juni 2010 | LA NANA - DIE PERLE • Kritik • Der Tagesspiegel

Silvia Hallensleben ist durchaus angetan. LA NANA - DIE PERLE (LA NANA - DIE PERLE Trailer) "lebt von der reizvollen Reibung zwischen fast naturalistischen Elementen und dem in schlichtem Dreischritt fast märchenhaft aufgebauten Plot. Catalina Saavedra gibt ihre Raquel trotz aller Lebensnähe oft fast grotesk ins Burschikose überzeichnet. Der Rest des Casts (darunter Sebastian Silvas eigener Bruder als Filmbruder Lucas Silva) agiert mit sichtlicher Spielfreude. Doch für ein Märchenende mit Prinz und Goldschätzen ist LA NANA - DIE PERLE (LA NANA - DIE PERLE Trailer) zu realistisch. Immerhin sieht die Welt am Ende weniger trist aus als zu Beginn – wenn auch nur ein kleines bisschen."

17. Juni 2010 | LA NANA - DIE PERLE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Für Michael Kohler ist der Film gelungen, weil er "sich auf faszinierende Weise nicht festnageln lässt und lange Zeit mehr Fragen aufwirft als beantwortet. Immer wieder legt Sebastian Silva neue Spuren aus, um das Rätsel der Hauptfigur zu lüften. Mal hören wir Raquels verdruckste Telefonate mit ihrer Mutter, mal lässt er die Hausherrin entstellte Familienfotos finden. Doch sobald man sich mit dem Gedanken anfreundet, die Perle demnächst mit dem Küchenmesser durchs Haus schleichen zu sehen, nimmt die Geschichte eine neue Wendung."

17. Juni 2010 | LA NANA - DIE PERLE • Kritik • Der Freitag

Gerhard Midding entdeckt eine Trutzburg der Gefühle. "Starrköpfig verteidigt Raquel fortan ein Territorium, das nicht ihr eigenes ist. Mit kindischen Strategien verscheucht sie die arglose Mercedes und die erfahrenere Sonia aus dem Haus. Mit unerbittlicher Agilität kundschaftet die Handkamera die häuslichen Scharmützel aus, ohne Partei zu ergreifen. Eigentlich ist Raquels Verhalten nicht mehr tragbar, aber man bringt es nicht übers Herz, ihr zu kündigen."

17. Juni 2010 | LA NANA - DIE PERLE • Kritik • Texte zum Film

"Trotz einiger Schwächen, etwa die nachlässige, eher fernsehmäßige Kameraführung oder auch die schon krankhaft-zwanghaft zu nennenden Bemühungen, die verschiedenen Hausmädchen zu entblößen, zeigt der mit dem Jurypreis beim Sundance-Filmfestival ausgezeichnete Film ein fein austariertes Psychogramm der Hauptfigur. Darüber hinaus unterstreicht LA NANA - DIE PERLE (LA NANA - DIE PERLE Trailer) die Kraft der Freundschaft und der Liebe, die den härtesten Panzer aufzubrechen vermag. Zum großen Teil lebt dieser "kleine", große Film indes von der glaubwürdigen Darstellung Raquels durch Catalina Saavedra, die für diese Rolle völlig zu Recht zahlreiche internationale Preise erhielt."

16. Juni 2010 | LA NANA - DIE PERLE • Kritik • Berliner Zeitung

Großartig nennt Barbara Weitzel den Film. Der Regisseur "erfasst die nicht mehr ganz kindliche Zuneigung des pubertierenden Lucas zu seiner Ersatzmutter, den Zickenkrieg zwischen Raquel und der halbwüchsigen Tochter Camila, die unbeirrbare, bisweilen unbeteiligt wirkende Treue der großartigen Claudia Celedon als Mutter Pilar. Auf diese Kenntnisse verlässt sich Sebastian Silva - und auf die rührende Wirkung der Sachlichkeit, die seine großartigen Schauspieler so ungeschminkt, unwirsch und mithin unfreiwillig komisch ausstrahlen wie der ganze Film."

16. Juni 2010 | LA NANA - DIE PERLE • Kritik • Die Tageszeitung

Hier geht um Macht und Ohnmacht, um Sehen und Übersehenwerden, schreibt Barbara Schweizerhof. "Was diesen kleinen Film nun so bemerkenswert und anders als die üblichen "Hausmädchen"-Filme macht, ist Regisseur Sebastian Silvas Abkehr von der üblichen Dramaturgie der Eskalation. Ohne den allgemeinen gesellschaftlichen Hintergrund für den sich aufbauenden Konflikt aus den Augen zu verlieren, legt er die individuelle psychologische Seite daran offen. Damit erst wird aus Raquel - von Catalina Saavedra mit faszinierend verschlossener Eindringlichkeit gespielt - nicht nur eine "Type", eine Chiffre der ungerechten Wohlstandsverteilung, sondern eine Person."

01. Juni 2010 | LA NANA - DIE PERLE • Kritik • programmkino.de

Laut David Siems "verhandelt der Regisseur sehr geschickt die zwei Welten seiner Figuren: Gegen die Lebenszweifel von Raquel stellt er die kindlichen Macken der bourgeoisen Familie, deren Familienoberhaupt sich aus Konflikten heraushält, indem er entweder heimlich Golfspielen geht oder sich in der Arbeit für ein albernes Modellbauschiff verkriecht. LA NANA - DIE PERLE (LA NANA - DIE PERLE Trailer) ist somit auch die Dokumentation über ein Stück lateinamerikanischen Lebensalltag, in der desillusionierte Dienstmädchen auf die Dekadenz gelangweilter Oberschichtler treffen."

01. Juni 2010 | LA NANA - DIE PERLE • Kritik • programmkino.de

Viel an Handlung passiert nicht, stellt Thoma Engel fest. "LA NANA - DIE PERLE (LA NANA - DIE PERLE Trailer) ist aus zwei Gründen beachtenswert, und für die gab es auch Preise: Die Exaktheit und Wahrhaftigkeit, mit der dieses Familienleben geschildert wird, ist fabelhaft. Und die künstlerische Disziplin, mit der Catalina Saavedra die Raquel spielt, ist erstaunlich."

01. Mai 2010 | LA NANA - DIE PERLE • Kritik • La nana - Die Perle

Überblick zum Film auf moviepilot.de

28. Oktober 2009 | LA NANA - DIE PERLE • Kritik • kultur-online.de

Walter Gasperi ist durchaus angetan. "Die Nähe der Handkamera, der – abgesehen vom Ende - Verzicht auf Musik und auf eine dramatische Geschichte sowie die weitgehende Beschränkung auf das Leben im Haus verleihen LA NANA - DIE PERLE (LA NANA - DIE PERLE Trailer) große Geschlossenheit und Dichte. Unterstützt von einem exzellenten Darstellerensemble, aus dem Catalina Saavedra als Raquel herausragt, macht Sebastian Silva mit seinem intensiven Blick auf den Mikrokosmos Brüche im scheinbar harmonischen Zusammenleben sichtbar."

28. September 2009 | LA NANA - DIE PERLE • Kritik • Die Tageszeitung

Claudius Prößer stellt fest: "Für die Chilenen wirkt dieser Blick auf ein sehr reales gesellschaftliches Phä­no­men bestürzend authentisch. Das kommt vielleicht auch daher, dass der 30-jährige Silva die LA NANA - DIE PERLE (LA NANA - DIE PERLE Trailer) stark an seine eigene nana angelehnt hat. Auf alle Fälle ein extrem erhellender, aufklärerischer Film, von des­sen Art Chile noch viele braucht."

01. Juli 2009 | LA NANA - DIE PERLE • Kritik • artechock.de

Einen überflüssigen Film sah Dunja Bialas. "Wer gerne über 90 Minuten herunterhängende Mundwinkel sehen möchte, dem sei dieser Film angeraten, ansonsten empfiehlt es sich hier eher wegzusehen. Die "Nana" Raquel, also das Hausmädchen, um das es hier geht, hat kein eigenes Leben, ist vertrocknet und Gefangene ihrer eigenen Regeln."

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