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AMELIA

AMELIA

Regie Mira Nair
Kinostart 17.06.2010
Genre Drama, Biopic, Liebesgeschichte

Kritiken • AMELIA

04. Juni 2010 | AMELIA • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Rochus Wolff hätte mehr erwartet. "Mira Nairs Film neigt insgesamt dazu, weil er eben auch nur in Andeutungen und kurzen Szenen auf Earharts Mühen und Wirkung eingeht, in jenes klassische Modell des Biografischen zu verfallen, in dem Frauenleben vor allem aus dem Kontext des Privaten heraus begreifbar seien und erzählt werden könnten. Dass der Filmtitel nur aus dem Vornamen der Protagonistin besteht, ist dafür sprechendes Anzeichen. Schlimmer aber noch: Weil AMELIA alle Konflikte und Schwierigkeiten abschleift, macht der Film seine Protagonistin klein und langweilig – und entledigt sich auf diese Weise eigentlich seiner eigenen Existenzberechtigung."

17. Juni 2010 | AMELIA • Kritik • Berliner Zeitung

Platt nennt Alexandra Seitz die Bruchlandung in der Vergangenheit. "Gemächlich dümpelt es auf der faktenreichen Oberfläche dieses Frauenlebens dahin und sammelt unterwegs kolportierte Affären sowie verbürgte Anekdoten ein, die es sodann folgsam bebildert. Was aber Amelia Earhart nun wirklich umtrieb, bleibt einerseits reine Vermutung und andererseits bloße Behauptung."

17. Juni 2010 | AMELIA • Kritik • Die Tageszeitung

Jan Kedves zitiert aus einer anderen Quelle: AMELIA ist ein Zeugnis des Triumphs der amerikanischen Zahnmedizin. "Unendlich lang werfen sich Hilary Swank und Richard Gere zwischendurch ihr strahlendes Lächeln zu, ein Lächeln von Menschen, die im Bewusstsein leben, Menschen der Zukunft zu sein. Wenn Mira Nair für die Faszination des Fliegens Bilder finden will, lässt sie Earharts Zähne aus dem Cockpit blenden, dazu senkt sich goldenes Sonnenlicht auf die Lederhaube der Pilotin. Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein? Solcher Werbekitsch ist für eine Frau, die zu den frühen feministischen Role-Models gehört und mit dafür verantwortlich war, dass heute jeder Fluggast in zwölf Kilometern Höhe sein Chicken-Curry serviert bekommt, zu wenig."

17. Juni 2010 | AMELIA • Kritik • Frankfurter Rundschau

Selten hat Daniel Kothenschulte "einen so uninteressanten Film über einen interessanten Menschen gesehen. Es hilft auch nicht, dass sich Mira Nair zurückhält bei Spekulationen über Earharts Verschwinden bei ihrem Versuch, als erster Mensch die Erde entlang des Äquators zu umrunden. Zuletzt mehrten sich Anzeichen, dass sie eine Zeitlang auf einer einsamen Insel überlebt haben könnte. Das wäre wohl der interessantere Film geworden."

17. Juni 2010 | AMELIA • Kritik • Texte zum Film

"Mira Nair erzählt eine mit der offensichtlich sehr amerikanischen Lebenseinstellung "Ich muss es mir selbst beweisen" übereinstimmende Erfolgsgeschichte, die allerdings die Schattenseiten Amelia Earharts, aber auch ihrer Zeit ausspart. So widmet sie der schweren Wirtschaftsdepression kaum zwei Bilder, die paradoxerweise zu den berührendsten des Filmes gehören. Denn das von Mira Nair gezeichnete Leben Amelia Earharts vermag den Zuschauer deshalb kaum zu bewegen, weil sie lediglich als strahlende Heldin dargestellt wird. AMELIA bietet alles andere als eine nuancierte psychologische Studie."

17. Juni 2010 | AMELIA • Kritik • Der Spiegel

Daniel Haas ist enttäuscht. "Wenn die letzten Bilder sie beim Flug übers ozeanische Nichts zeigen, dann sieht sie aus wie eine unerzogene Göre, der dämmert, sie hätte auf Papi hören sollen, anstatt alleine loszuziehen. Die rigorose Entschlossenheit, mit der Earhart soziale, kulturelle und politische Grenzen ignorierte, sie wird mit diesen Bildern schlichtweg geleugnet. So bleibt schließlich nur die Katalogversion einer mutmaßlich herausragenden Vita. Schade, dass sie keine Rennfahrerin war. Dann hätte man nicht so weit reisen müssen. Und schneller wär's auch gegangen."

16. Juni 2010 | AMELIA • Kritik • Der Tagesspiegel

Regisseurin Mira Nair sucht mit dem Biopic AMELIA das Kino-Abenteuer über den Wolken, schreibt Jan Schulz-Ojala. Aber der Film verheddert sich "in geradezu erschütternd stereotypem Wechsel zwischen Flug- und Liebesszenen und buchstabiert seine Story bloß bis zum absehbar zartbitteren Ende durch – in hölzern arrangierten Situationen und mit ödem Dialogmaterial aus dem Runterleierkasten. Hallo, hat hier irgendjemand im weiten Rund derer, die an dieser Filmproduktion beteiligt waren, irgendwann mal für das Projekt gebrannt?"

02. Mai 2010 | AMELIA • Kritik • filmszene.de

F.-M. Helmke versteht, warum den Film niemand sehen wollte. Was "als beeindruckendes Porträt einer starken Frau gedacht war, verkommt in seiner sprunghaften Erzählung und der komplett einseitig-heroischen Darstellung seiner Hauptfigur zu einer grässlich platten Variante der erbaulichen "Eine Frau geht ihren Weg"-Geschichte, wie man sie jedes Wochenende im öffentlich-rechtlichen TV sehen kann. Da sind die Kostüme vielleicht nicht ganz so edel, die Schauspieler nicht ganz so berühmt und die schönen Luftaufnahmen exotischer Landschaft nicht ganz so betörend, aber erzählerisch bewegt man sich hier kaum auf anderem Niveau. Und das ist einem Film mit so hoch greifenden Ambitionen wie diesem schlicht nicht zu verzeihen."

02. Mai 2010 | AMELIA • Kritik • programmkino.de

Luitgard Koch entdeckt auch Positives. "Trotzdem ist der Film in jenen Sequenzen am stärksten, in denen es ihm gelingt den Nervenkitzel der einsamen, waghalsigen Solofliegerei einzufangen. Schließlich war es Amelia Earhearts sehnsüchtige Liebe zum Fliegen, die schlussendlich alle irdischen Lieben übertraf. Last but not least ist das inspirierende Biopic auch eine großartige Zeitreise, die zeigt, dass die ersten Langstreckenflüge kühne Unternehmungen waren, deren Risiko man heute kaum noch ermessen kann."

01. Mai 2010 | AMELIA • Kritik • Amelia

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