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GOETHE!

GOETHE!

Regie Philipp Stölzl
Kinostart 14.10.2010
Genre Drama, Biopic, Liebesgeschichte

Kritiken • GOETHE!

17. Oktober 2010 | GOETHE! • Kritik • getidan.de

Henryk Goldberg schaut auf die Schauspieler. "Mit seinem Gestus unangestrengter Lässigkeit übersetzt der vorzügliche Alexander Fehling einen jungen Mann der Goethe-Zeit gleichsam in die Jetzt-Zeit. Und der jungmännliche Kontrast von selbstermutigender Großmäuligkeit und uneingestandener Verklemmung ist wohl zeitlos, nur die Formen ändern sich. Miriam Steins Lotte, ein schönes, offenes Locken, offener als die Zeit es ihr damals erlaubt hätte, aber offen für die Projektionen und Gefühle unserer Zeit. Nur Moritz Bleibtreu als Kestner hat ein Problem, vom Kalauer – “Kennen Sie die Galotti?” “Nicht persönlich” – kommt er nie mehr zur ernsthaften Figur."

15. Oktober 2010 | GOETHE! • Kritik • filmrezension.de

"Zweckehen wie nun hier in GOETHE! (GOETHE! Trailer) – Lotte rettet ihre Familie aus der Armut – sind althergebracht und langweilen den Zuschauer regelrecht, weil Philipp Stölzl es nicht anders darstellt als so wie in den genannten, schon viel älteren Filmen, er kann dem Thema keine neue Nuance beifügen, es wirkt antiquiert, jetzt noch einmal diese Thematik anzuschneiden. GOETHE! (GOETHE! Trailer): Alexander Fehling, Miriam Stein. Aber es verbleiben in dem Film schöne Landschafts- und Stadtaufnahmen und ein strahlender Held."

13. Oktober 2010 | GOETHE! • Kritik • Berliner Zeitung

In GOETHE! (GOETHE! Trailer) sah Anke Westphal ein Spiel mit Realität und Fiktion, eine der legitimen Freiheiten, die sich der Regisseur im Umgang mit den Fakten nimmt. "Das ist die Grundlage eines Films, der sorgfältig ausgestattet ist, uns aber über die Wahrheit von Goethes Kunst nicht viel mehr mitzuteilen hat, als dass diese autobiografischer Natur ist. Für ein junges Publikum mag das die richtige Ansprechhaltung sein. Durch Bildung auch im deutschen Erbe verankerte Zuschauer wird es indes nicht überzeugen, Goethe beim Sex mit Charlotte zu sehen."

13. Oktober 2010 | GOETHE! • Kritik • Die Tageszeitung

Regisseur Philipp Stölzl hat einen guten Ansatz, aber seine dramaturgischen Ideen nicht recht im Griff, kritisiert Dirk Knipphals. "Das große Verhängnis ist aber Moritz Bleibtreu als Goethes Gegenspieler und Lottes Verlobter. Am Anfang legt Moritz Bleibtreu ihn zu verkniffen an, in der Mitte zu redlich und am Schluss zu tragisch. Abnehmen tut man ihm keine Gefühlsregung. Philipp Stölzl mag ein Gespür für Schauplätze haben. Seine Schauspieler aber hat er zu wenig im Griff. Zwei schlechte dramaturgische Entscheidungen lassen den Film dann vollends kippen. Zum einen wird Literatur eins zu eins aus dem Leben erklärt. Viele Szenen sind eine Art Preisraten für den Bildungsbürger im Zuschauer: Welche Anspielungen an welche Goethe-Werke erkennt man? Zum anderen werden Gefühle totplakatiert. Das lässt GOETHE! (GOETHE! Trailer) am Schluss zur Schmonzette werden."

13. Oktober 2010 | GOETHE! • Kritik • Der Tagesspiegel

Hier hat jemand den Goethe’schen Begriff von "Dichtung und Wahrheit" offenbar gründlich missverstanden, meint Jan Schulz-Ojala. Dem Regisseur "ist es nicht um die zwangsläufig subjektive Farbe zu tun, die sich auch bei skrupulösestem Umgang mit dem Überlieferten einstellt, sondern um die Lust auf den groben Keil und das KinoKlischee. Was bei derartiger Fixierung aufs Plakative herauskommt, ist letztlich nicht Dichtung und Wahrheit, sondern Fälschung, und das im Gewande eines ausdrücklich detailhuberischen Geschichtsgemäldes. Schon früh zeigen sich entsprechende Symptome im uneleganten Wechsel zwischen antikisierenden und rotzforsch heutigen Sprachebenen sowie einer zwischen frühreifem Biedermeier und Post-Pop schwankenden Haltung zur Story selbst."

13. Oktober 2010 | GOETHE! • Kritik • textezumfilm.de

José García entdeckt die zentrale Frage: Wie verhalten sich in GOETHE! (GOETHE! Trailer) Authentisches und Fiktion zueinander? "Dass der Film etwa spätere Zitate verwendet, gehört zur künstlerischen Freiheit eines Filmschaffenden, die zur Charakterisierung seiner Hauptfigur beiträgt. Nicht anders sah es übrigens auch Thomas Mann bezüglich seines Romans LOTTE IN WEIMAR (1939). Schwerer wiegt es jedoch, wenn bestimmte Abweichungen den Kern der Erzählung betreffen. Für die Filmdramaturgie mag es vorteilhafter sein, dass Goethe Charlotte Buff vor deren Verlobung kennenlernt. Dass ihre Liebe auch sexuelle Intimität einschließen müsse, ist darüber hinaus dem heutigen Zeitgeist verpflichtet, der sich eine "platonische Liebe" wohl kaum vorzustellen vermag. Diese verändern jedoch die innere Wahrhaftigkeit der Beziehung zwischen Johann Goethe und Charlotte Buff."

13. Oktober 2010 | GOETHE! • Kritik • groarr.ch

Schwankend zwischen Authentizität und dem Versuch, frischen Wind in die Leidensjahre des Dichters zu bringen, vergreift sich der Regisseur ab und an im Ton, findet Barbara Lussi. "Trotz authentischer Kulisse, eine Handvoll starker Darsteller und stimmigen Details: GOETHE! (GOETHE! Trailer) überzeugt leider nur stellenweise. Philipp Stölzl gelingt es zwar, frischen Wind in das Leben des Poeten zu bringen, da und dort treibts der Film aber zu bunt: Ein übermotivierter Goethe, affektierte Sprache und ein allzu strahlendes Ende mindern den cineastischen Genuss. Für junges, stürmisches Publikum vielleicht geeignet, Literaturfreunde dagegen werden sich für den Film etwas mehr Seriosität wünschen."

12. Oktober 2010 | GOETHE! • Kritik • film-dienst

Ralf Schenk sagt es unumwunden: Dem Film fehlt es an Tiefe. "Die forcierte Unterhaltsamkeit täuscht kaum darüber hinweg, dass es nur selten gelingt, mehr als die schillernde Oberfläche der Hauptfigur zu erfassen. Konflikte, die im Goethe-Stoff angelegt sind, weichen einer Dramaturgie bloßer Missverständnisse ... Was man stattdessen erlebt, ist ein hedonistischer Jüngling, ein freundlicher Haudegen, ein ganz und gar privates Universum Goethe. Das aber scheint im Falle dieses Dichters zu wenig."

05. Oktober 2010 | GOETHE! • Kritik • Berliner Zeitung

Andreas Kurtz war bei der Premiere in Berlin.

02. Oktober 2010 | GOETHE! • Kritik • programmkino.de

Dieter Oßwald stellt fest: "So aufdringlich die Komparsen samt Gänsen bisweilen durchs Bild geschoben werden, so entspannt erweist sich die durchweg exzellenten Besetzung. Burghart Klaußner zelebriert als zerrissener Schwiegervater einmal mehr seinen maximalen Minimalismus, Moritz Bleibtreu bleibt punktgenau vor der Klischeekippe, derweil Newcomerin Miriam Stein als flotte Lotte verzaubert. Diese unverkrampfte Spielfreude sowie die unverstaubte Dramaturgie machen Lust, den denkmalgeschützten Säulenheiligen deutscher Dichtkunst neu zu entdecken."

01. Oktober 2010 | GOETHE! • Kritik • Filmbewertungsstelle

"Alexander Fehling spielt den jungen, dynamischen Goethe, der um Anerkennung kämpft. Für Miriam Stein als Lotte ist es sogar ihr Kinodebüt, doch sie spielt mit faszinierender Natürlichkeit die Rolle einer Frau, die sich zwischen der Vernunftehe und der wahren Liebe entscheiden muss. Eine Regieleistung ist es, dass die beiden neben den prominenten Kollegen bestehen können. Insgesamt eine vortreffliche Ensembleleistung. Hervorzuheben sind hier Moritz Bleibtreu, Henry Hübchen, Burghart Klaußner und Volker Bruch."

30. September 2010 GOETHE! • Kritik • doppelpunkt.de

Genau möchte Martin Schwarz "mit Klassikern umgehen: authentisch im Setting und in den auftretenden Figuren, aber frei in der Sprache und in der Charakterisierung. So erscheinen zum Beispiel die dämlichen Perücken hier oft als lästig und verrutschen. Philipp Stölzl schildert den späteren Dichterfürsten als einen das Leben ausschöpfenden Jüngling, der sich in seinen ersten großen Liebeskummer stürzt. Denn nur aus so einem Geist konnte der Welterfolg "Die Leiden des jungen Werther" entstehen."

29. September 2010 | GOETHE! • Kritik • br-online

Margret Köhler sah ein starkes Ensemble in einem unterhaltsamen Film. "Die Darsteller sind bis in die Väterrollen von Burghart Klaußner und Henry Hübchen vom Feinsten, die künstlich patinierten Kostüme wirken echt. Gedreht wurde an geeigneten Locations in Thüringen und Sachsen, in vorhandene Räume baute man das Notwendige ein, wenn die Straßenzüge nicht ganz passen, ergänzen digitale Effekte die Bilder. Das große Pfund mit dem Regisseur Philipp Stölzl wuchern kann, ist die Chemie zwischen Alexander Fehling und Entdeckung Miriam Stein in ihrem ersten Kinofilm. Mit Strubbelhaar, Sinnlichkeit und Natürlichkeit bildet sie den Gegenpol zum Sohn aus bürgerlichem Hause. Mögen vielleicht Literaturkenner die Stirn runzeln, dieser GOETHE! (GOETHE! Trailer) aus der Sturm- und Drangzeit gefällt."

01. Mai 2010 | GOETHE! • Kritik • Goethe!

Überblick zum Film auf moviepilot.de

13. Oktober 2009 | GOETHE! • Kritik • Der Tagesspiegel

Regisseur Philipp Stölzl stellte seinen GOETHE! (GOETHE! Trailer) einem ausgewählten Publikum vor.

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