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VERSAILLES

VERSAILLES

Regie Pierre Schoeller
Kinostart 27.05.2010
Genre Drama

Kritiken • VERSAILLES

26. Mai 2010 | VERSAILLES • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

So gewagt laut Daniel Nehm "der Versuch ist, eine dunkle Fabel über sozial Ausgegrenzte vor den prachtvollen Kulissen des einstigen französischen Macht- und Kulturzentrums zu erzählen – das Ergebnis wirkt unscharf, gekünstelt und aufgesetzt. Das liegt vor allem an der Schauspielführung: Da ist der kleine Junge, der mit puppenhaft engelsgleicher Miene und beharrlichem Overacting wie ein unfreiwillig komischer Stummfilmdarsteller wirkt. Genauso theatral agiert seine Filmmutter, der man selbst in Rückenansichten ihre Rolle nicht wirklich abnimmt. Einzig wenn sich das Kameraauge dem fiebrigen Blick und dem Körper von Guillaume Depardieu nähert, beginnt der Film für einige Momente zu atmen."

25. Mai 2010 | VERSAILLES • Kritik • film-dienst

Für Esther Buss erzählt der Regisseur "zurückhaltend und in einfachen, klaren Bildern von ihrem gemeinsamen Leben in den dicht bewachsenen Wäldern, doch er trotzt der Härte ihres Alltags, dem Hunger, der Kälte, der Einsamkeit, dennoch eine gewisse Zärtlichkeit und Schönheit ab, die in manchen Momenten sogar an die Stimmung in Terrence Malicks BADLANDS erinnert. ... VERSAILLES ist alles andere als eine sozialrealistisch gestrickte Elendsgeschichte. Und dennoch erzählt Pierre Schoeller von gesellschaftlich relevanten Themen – von sozialen Normen, von Ausschluss, Zwängen und Freiheit, von der Illusion der Freiheit, vielleicht aber auch von der Illusion eines behüteten Lebens."

25. Mai 2010 | VERSAILLES • Kritik • br-online.de

Ein stilles, berührendes Sozialdrama sah Thilo Wydra. "VERSAILLES ist ein kleiner, feiner, in sich geschlossener Film. Ein Lebensdrama, das einerseits vor einem allgemeingültigen Hintergrund ein sozialkritisches Bild zeichnet, andererseits eine kleine private Geschichte erzählt, die ob ihrer leisen, stillen Töne und der behutsamen und einfühlsamen Art sehr berührt. Anfangs dauert es, bis die Geschichte zu greifen beginnt, einige Wald-Sequenzen wirken etwas langatmig. Doch mit der zunehmenden Entwicklung zwischen Damien und Enzo gewinnt VERSAILLES auch an innerer Spannung."

25. Mai 2010 | VERSAILLES • Kritik • schnitt.de

Dieter Wieczorek lobt den Regisseur. Sein "Film ist ein überzeugendes Plädoyer für ein selbstbestimmtes Leben fern der Mechanismen der Ausbeutung, des endlosen Überlebenskampfes und der sozialen Anerkennung, ein Leben, dessen physische Härten nicht verschwiegen werden. Zur gleichen Zeit liest sich Versailles als Kampfansage an eine Gesellschaft, die ihre sensibelsten und aufrechtesten Teilnehmer ins lebensgefährliche Abseits preßt."

02. Mai 2010 | VERSAILLES • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns schaut auf den Hauptdarsteller. "In einer seiner letzten Rollen vor seinem viel zu frühen Tod spielt Guillaume Depardieu einmal mehr einen brodelnden, brütenden Charakter, der sich der Ungerechtigkeit der Welt entgegenstellt, dafür aber einen hohen Preis zahlen muss: Einsamkeit. Egal ob er sich in seiner Hütte in halbzerfallene Bücher vertieft oder im Haus seines Vaters ein Brot schmiert, niemandem kommt Damien nahe, niemand lässt er an sich ran. Nur dem kleinen Enzo gelingt es für Momente, diese Fassade zu durchbrechen. Lang genug, um sich zu überwinden, etwas für einen anderen Menschen zu tun, aber nicht lang genug, um sein selbstgewähltes Schicksal zu ändern."

01. Mai 2010 | VERSAILLES • Kritik • Versailles

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