Inhalt • PICCO
16 Quadratmeter geteilt durch vier - das ist der neue Lebensraum von Kevin (Constantin von Jascheroff). Kevin ist der neue Häftling, der "PICCO", in der JVA und teilt sich seine Zelle mit Andy (Martin Kiefer), Marc (Frederick Lau) und Tommy (Joel Basman). Wie alle Neulinge gerät auch Kevin ins Schussfeld der älteren Insassen. Er ist mit einer ihm fremden Welt von Gewalt und Machtspielen konfrontiert, in der es nur zwei Rollen gibt: Täter oder Opfer. Es ist nun an Kevin sich seine Position in der Gruppe zu erkämpfen, was dem zurückhaltenden Jugendlichen jedoch sichtlich schwer fällt.
Crew • PICCO
Regie: Philip Koch
Darsteller: Frederick Lau, Martin Kiefer, Constantin von Jascheroff, Joel Basman
Verleih/Copyright: Movienet, München
Kritik • PICCO • 02. Februar 2011 • textezumfilm.de
"PICCO (
) basiert auf wahren Begebenheiten, insbesondere aber auf der unfassbaren Tat, die sich in der JVA Siegburg im Jahre 2006 zutrug, als ein jugendlicher Häftling von seinen drei Zellengenossen stundenlang gequält, gefoltert und schließlich ermordet wurde. Regisseur Philip Koch stellt die Spirale der Gewalt nach. Seine in entsättigte, dem Sujet entsprechend sehr kühle Farben getauchten klaustrophobischen Einstellungen gipfeln in der engen Zelle in einem grausigen Kammerspiel. Obwohl Philip Koch diesen Sadismus in keinem Augenblick voyeuristisch ausnutzt und ihn etwa auch nicht durch den Einsatz von überwältigender Musik verstärkt, kann man als Zuschauer berechtigterweise fragen, ob die Gewalt so explizit und in dieser Länge gezeigt werden muss."