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CARLOS - DER SCHAKAL

CARLOS - DER SCHAKAL

Regie Olivier Assayas
Kinostart 04.11.2010
Genre Drama, Biopic

Kritiken • CARLOS - DER SCHAKAL

04. Oktober 2010 | CARLOS - DER SCHAKAL • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Sascha Keilholz ist des Lobes voll. "Edgar Ramirez begeht nicht den Fehler, seinen Carlos zu überfrachten, ihn mit Details auszustatten, die eine Karikatur zur Folge hätten. Er hat – ganz Chamäleon – seinen Körper größeren Veränderungen unterzogen, um Entwicklungen im Leben des Terroristen nachzuzeichnen. Und dennoch bleibt ein Problem: die Augen. Die Faszination an einer Figur wie Carlos liegt, simplifiziert, in einer Grenzüberschreitung, die der Großteil der Zuschauer nie begehen würde, genauso wenig wie die Vielzahl der Schauspieler. In den Augen und der Stimme lassen sich Abgründe erahnen."

20. Mai 2010 | CARLOS - DER SCHAKAL • Kritik • cannesblog Partner von film-zeit

Quintessentielles, klassisches Erzählkino sah Nino Klingler. "CARLOS - DER SCHAKAL (CARLOS - DER SCHAKAL Trailer) ist absolut sehenswert, auch wenn das Projekt seine Längen hat. Es ist ein im besten Sinne des Wortes klassisches Biopic, dass in einer Figur die widerstreitenden Diskurse einer ganzen Epoche komprimieren will, bei dem jede Szene, jeder Augenblick mit Bedeutung und Sinn aufgeladen ist. Dadurch lernt man viel und hat obendrein auch noch seinen Spaß, aber wirklich nahe kommt Oliver Assayas seiner Hauptfigur nie wirklich. So bleibt Comrade Carlos wohl weiter ein Mysterium."

20. Mai 2010 | CARLOS - DER SCHAKAL • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Großartig bleibt Rüdiger Suchsland nur zu sagen. "CARLOS - DER SCHAKAL (CARLOS - DER SCHAKAL Trailer) ist auch eine wunderbare Schauspielarbeit, und einmal mehr ein Beispiel dafür, dass deutsche Filmemacher zu wenig (und immer nur das Gleiche) mit ihren Schauspielern anzufangen wissen: Julia Hummer hat man außer bei Christian Petzold nie so gut gesehen, wie hier als "Nada", Nora von Waldstätten ist souverän und facettenreich in der schwierigen Rolle der immer als kleinbürgerlich unterschätzten Carlos-Gattin Magdalena Kopp, Alexander Scheer als Weinrich eine Wiederentdeckung. Daneben natürlich Édgar Ramirez in der Titelrolle: großartig."

04. November 2010 | CARLOS - DER SCHAKAL • Kritik • kultiversum.de

Dieser Film ist ein Bombenanschlag auf die Kinobranche, stellt Oliver Heilwagen fest. "Alle seine Bestandteile gelten als Kassengift: Einer der meistgefürchteten Männer des 20. Jahrhunderts als Hauptfigur; ein Ensemble von 120 Nebenrollen; eine endlose Kette undurchsichtiger Aktivitäten; ein unverdauliches Gebräu aus halbgarer Ideologie und nackter Brutalität. Regisseur Olivier Assayas gelingt das Kunststück, diesen monströsen Stoff in ein packendes Antihelden-Epos zu verwandeln. Trotz fünfeinhalb Stunden in der TV-Version (die in manchen Kinos gezeigt wird) und dreieinhalb Stunden in der Leinwand-Fassung langweilt es keine Sekunde."

03. November 2010 | CARLOS - DER SCHAKAL • Kritik • Der Spiegel

CARLOS - DER SCHAKAL (CARLOS - DER SCHAKAL Trailer) hält sich nicht genau an die wahre Geschichte des berühmten Top-Terroristen. Dafür verwandelt der Film das Leben des rätselhaften Revolutionärs in ein packendes Epos - und überzeugt mit einem brillanten Hauptdarsteller, wie Christoph Twickel findet. "Der Film erzählt - und das macht er packend und überzeugend - den Weg eines Mannes, der unerklärlich bleibt, weil er aus Hybris handelt. Der die Geschichte herbeischießen zu können glaubt, auch wenn sie ihn überholt hat."

03. November 2010 | CARLOS - DER SCHAKAL • Kritik • Die Tageszeitung

Die große Qualität von CARLOS - DER SCHAKAL (CARLOS - DER SCHAKAL Trailer) liegt laut Cristina Nord "darin, dass sich Olivier Assayas die nötige Zeit nimmt und dabei eine beeindruckende Sensibilität für Details und Nebensächlichkeiten an den Tag legt. Zugleich inszeniert er treibend genug, damit man sich in den fünfeinhalb Stunden nicht langweilt; der Soundtrack trägt einen guten Teil dazu bei. Ob diese Qualitäten auch in der kürzeren, gut dreistündigen Fassung des Films zur Geltung kommen, ist fraglich - es zu beurteilen steht mir nicht zu, da ich die kurze Fassung nicht sehen konnte."

03. November 2010 | CARLOS - DER SCHAKAL • Kritik • Frankfurter Rundschau

Dass der Film so überaus fesselnd ist, liegt für Michael Kohler auch am Kunstgriff, Carlos als Spielfigur zu inszenieren. "Bei Olivier Assayas ist Carlos vieles: narzisstischer Playboy und skrupelloser Mörder, Hätschelkind des Ostblocks und Handlungsreisender in Sachen Tod. Aber eines ist er eigentlich nicht: eine interessante Figur. Dass CARLOS - DER SCHAKAL (CARLOS - DER SCHAKAL Trailer) trotzdem ein überaus fesselnder Film geworden ist, liegt zum einen am grandiosen Ensemble mit Hauptdarsteller Edgar Ramirez vorneweg und zum anderen an einem Kunstgriff. Gerade weil Carlos nur eine Spielfigur ist, tritt das Spiel umso deutlicher zutage."

03. November 2010 | CARLOS - DER SCHAKAL • Kritik • filmrezension.de

Ein Kinobesuch lohnt sich, weil man Einblick in die Organisation des Terrors erhält, wie Michael Dlugosch feststellt. "Olivier Assayas gelingt es tatsächlich, keinen Leerlauf herzustellen, da er sich um den Stoff wirklich bemüht: Er macht den Terror und die Logistik hinter den Anschlägen plastisch, fühlt dessen Exekutor Carlos in der durch seinen Machismo begründeten Amoral auf den Zahn, erreicht, dass der Zuschauer viel über die Wesensart eines an seinen Prinzipien festhaltenden Top-Killers erfährt. Und Edgar Ramirez als Ilich Ramírez Sánchez ist dabei pure sex."

02. November 2010 | CARLOS - DER SCHAKAL • Kritik • Der Tagesspiegel

Olivier Assayas’ 330-Minuten-Film CARLOS - DER SCHAKAL (CARLOS - DER SCHAKAL Trailer) ist eine klug rhythmisierte, niemals überhitzte Tour de Force und verliert bei aller Detailliebe den Bogen nicht aus den Augen, lobt Christiane Peitz. Der Film "ist mehr als eine Chronik der Ereignisse, mehr als ein psychologisches Kammerspiel mit Edgar Ramírez in der Hauptrolle, der wie Carlos aus Caracas stammt und die paradoxe Aura des Unberechenbaren und klandestinen Selbstdarstellers mit großer Körperlichkeit auf die Leinwand bringt."

01. November 2010 | CARLOS - DER SCHAKAL • Kritik • schnitt.de

Sascha Ormanns lobt die Nebendarsteller. "Ob Julia Hummer, die Gabriele Kröcher-Tiedemann alias "Nada" mit einer wahnsinnigen Konsequenz verkörpert, oder Nora von Waldstätten, die den schwierigen Part von Carlos' jahrelanger Ehefrau Magdalena Kopp mit Bravour meistert. Oder der brillante Alexander Scheer als Carlos' rechte Hand – um nur drei Beispiele für die außerordentlichen Leistungen allein der deutschen Schauspieler zu nennen. Und zuletzt muß Édgar Ramírez in der Titelrolle erwähnt werden, der eine brachiale Leinwandpräsenz besitzt, charismatisch, wandelbar und gänzlich überzeugend agiert."

01. November 2010 | CARLOS - DER SCHAKAL • Kritik • perlentaucher.de

Simon Rothöhler sah kein klassisches Biopic: Der fulminante Actiongeschichtsfilm kartografiert eine Epoche des global vernetzten Terrors. "Edgar Ramirez stellt alle in den Schatten, das betrifft auch den vorwiegend aus jungen deutschen Schauspieler/innen/n bestehenden internationalen Cast. Es ist der konzeptionellen Anlage dieses fast reinen Handlungsfilms geschuldet - der Carlos bis zu seiner Depravierung im Sudan Anfang der 90er Jahre als permanenten Durchlauferhitzer und Bewegungsverstärker inszeniert -, dass es praktisch keine Biopic-typischen "Schauspieler-Szenen" gibt - und kaum Möglichkeiten, einer Nebenfigur eine Kontur jenseits ihres bloßen Ausagierens zu geben."

29. Oktober 2010 | CARLOS - DER SCHAKAL • Kritik • filmering.at

"CARLOS - DER SCHAKAL (CARLOS - DER SCHAKAL Trailer) ist ein wahres Epos. Der Film nimmt sich ausserordentlich viel Zeit um den Mythos des legendären Terroristen zu ergründen und schließlich zu demontieren. In eindringlichen Bildern und getragen von famosen Darstellern schafft es der Film einen unglaublichen Sog aufzubauen und den Zuseher fast über die ganze (beträchtliche) Laufzeit zu fesseln. Lediglich im letzten Drittel häufen sich kleine Längen und einige unrunde Szenen. Doch ansonsten ist CARLOS - DER SCHAKAL (CARLOS - DER SCHAKAL Trailer) ein schlicht umwerfender Film, den man sehen sollte."

01. August 2010 | CARLOS - DER SCHAKAL • Kritik • Carlos der Schakal

Überblick zum Film auf moviepilot.de

20. Mai 2010 | CARLOS - DER SCHAKAL • Kritik • Der Spiegel

Lars-Olav Beier sah eine "mitreißende Tour de force durch mehr als zwei Jahrzehnte europäischer Geschichte, nicht eine Sekunde der Laufzeit von fünf Stunden und 33 Minuten zu lang. Selten wurde im Film so packend von Logistik erzählt, von den Planungen der Anschläge, der Überfälle und der Fluchten. Vielleicht gab es noch nie einen Spielfilm mit so vielen Flughafen-Szenen. Der Film von Oliver Assayas ist schnell, manchmal hyperventiliert er wie sein Held, verliert aber nie seinen epischen Atem. Wenn es darauf ankommt, nimmt er sich Zeit."

20. Mai 2010 | CARLOS - DER SCHAKAL • Kritik • film-dienst-blog

Als pures, energetisches Kino bezeichnet Josef Lederle CARLOS - DER SCHAKAL (CARLOS - DER SCHAKAL Trailer). "Mit visuellem Verve und inszenatorischer Ökonomie arbeitet der Film vielfach nur Grundzüge heraus, ohne sich in Details zu verlieren; einzelnen Stationen wie dem OPEC-Coup oder zentralen Konstellationen wie die Dreiecksbeziehung mit Weinrich und Kopp widmet der Film hingegen viel Zeit und Aufmerksamkeit, was der Gesamtdramaturgie sehr zugute kommt. Die eine Pause, die bei der Premiere in Cannes zwischen zweitem und dritten Teil eingeschaltet wurde, war im Grunde schon zu viel, weil es den spannenden Erzählfluss des Films spürbar unterbrach."

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