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MEIN GLÜCK

MEIN GLÜCK

Regie Sergei Loznitsa
Kinostart 03.02.2011
Genre Drama

Kritiken • MEIN GLÜCK

10. Januar 2011 | MEIN GLÜCK • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Michael Kienzl (CRITIC) sah mit MY JOY einen frei strukturierten Spielfilm, der eine Art Anti-Tourismuswerbung für die Ukraine ist. "Es ist nicht so, als bestünde der Film nur aus einer Aneinanderreihung von Schrecklichkeiten. Gerade in Details finden sich mehrmals surreale und sogar lustige Augenblicke. Vor allem gegen Ende setzt Sergei Loznitsa seine Botschaft aber mit Nachdruck um – bezeichnenderweise endet der Film mit einem Amoklauf. Dabei besteht das Problem von MY JOY nicht darin, dass er sich den Abgründen der ukrainischen Gesellschaft widmet. Vielmehr ist es der Mangel an linearen Handlungsmotiven, der die Aufmerksamkeit ganz auf die Gewalt als einzige Konstante lenkt und den Film wie eine einzige Schwarzmalerei wirken lässt."

02. Februar 2011 | MEIN GLÜCK • Kritik • Neues Deutschland

Gunnar Decker sah Albträume einer Übergangswelt. "Mich hat das Montageprinzip von MEIN GLÜCK (MEIN GLÜCK Trailer) an einigen Stellen ratlos gemacht, mancher Weg durch das Labyrinth des Films blieb einfach nur dunkel. Und dennoch, MEIN GLÜCK (MEIN GLÜCK Trailer) verletzt den Zuschauer mit emotionsloser Gewalt und allgegenwärtigen Roheit. Manche Szenen vergisst man nicht, etwa die, wie Georgy sich in einer unwirklichen Landschaft, halb Industriebrache, halb neuer Urwald, verfährt und auf drei wegelagernde Gestalten trifft."

01. Februar 2011 | MEIN GLÜCK • Kritik • schnitt.de

Jakob Stählin lobt den Regisseur: Er "strotzt er nur so vor filmischer Erfahrung und kompositorischer Sicherheit. Der unbedingte Wille, den Zuschauer teilhaben zu lassen an dieser Vision, ist beeindruckend, wenn auch sehr anstrengend. Dennoch lohnt die Sichtung allein schon deshalb, da der Stoizismus in Bezug auf die handwerkliche Präzision in solcher Vollendung wie sie Sergei Loznitsa exerziert seinesgleichen sucht und andernorts gerade mal bei Uli Seidl, Michael Haneke und Amos Gitai zu finden ist. Kurz: Großes europäisches Kino, das Rußland jedoch den einen oder anderen Touristen kosten sollte."

01. Februar 2011 | MEIN GLÜCK • Kritik • filmgazette.de

Die Erzählhaltung ist laut Ira Kormannshaus "gewöhnungsbedürftig – der Film besteht aus nur lose durch LKW-Fahrer zusammengehaltene Episoden, die nicht immer auserzählt sind. Auch übertreiben es einige Darsteller heftig. Die Übersetzung ist mitunter komisch: So wird die im Film zu sehende Landstraße mit 'Autobahn' übersetzt. Das ist verzeihlich, denn im Wesentlichen ist die Übersetzung in Ordnung – und es ist zu sehen, dass es sich nicht um eine Autobahn handelt. Allerdings bestätigen die Synchronsprecher alle Vorurteile gegen Synchronversionen – so hölzern gesprochen wie auf einer schlechten Theaterbühne. Das sollte im Film keinen Platz haben!"

10. Januar 2011 | MEIN GLÜCK • Kritik • negativ-film.de

Ciprian David sah in MEIN GLÜCK (MEIN GLÜCK Trailer) eine Aneinanderreihung von Gewaltakten. "In dieser von Dokumentarfilmen geprägten Art von Vernetzung von einzelnen Szenen um ein zentrales Thema gelingt es Sergei Loznitsa, eine in ihrer formellen Liberalität revolutionäre - wichtiger aber noch - viel komplexere Darstellung einer Idee, als es dem herkömmlichen Film möglich ist. ... Der Entschluss, auf Video zu drehen und der Wechsel zwischen Handkamera und Stativ sind die ganze Zeit über materiell präsent im Film und signalisieren den Chroniker, der die Geschehnisse dokumentiert."

20. Mai 2010 | MEIN GLÜCK • Kritik • film-dienst-blog

Der Film ist laut Josef Lederle "eine abgründige, durch ihre fragmentierte Erzählweise auch mühsam zu erschließende Fabel, in der die vorzügliche Kameraarbeit mit bestechenden Totalen über manche Ungereimtheit hinweg helfen muss; deutlich wird jedoch, dass die historische Erfahrung staatlich-stalinistischer Willkür und die Gräuel des Weltkrieges das moralische Fundament der Gesellschaft nachhaltig unterspült hat; wer den Film als Spiegel der russichen Wirklichkeit nimmt, wird von Reisen durch das Land fürs erste absehen."

19. Mai 2010 | MEIN GLÜCK • Kritik • sennhauser.ch

"Obwohl man etwa nach der dritten Begegnung weiss, dass jedes vertrauensvolle Entgegenkommen von den anderen Menschen gnadenlos missbraucht werden wird, ist das nie vorhersehbar, langweilig oder gar dogmatisch. Der Film reitet keine Prinzipien, sondern sein Publikum. Und es ist ein Ritt, den man sich gerne gefallen lässt, nüchtern märchenhaft, russisch grotesk und letztlich ganz im Vertrauen darauf, dass die Güte der Opfer die Gewalt der Täter einfach übertreffen muss."

01. Mai 2010 | MEIN GLÜCK • Kritik • Mein Glück

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