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MICMACS

MICMACS

Regie Jean-Pierre Jeunet
Kinostart 22.07.2010
Genre Komödie, Fantasyfilm

Kritiken • MICMACS

23. September 2011 | MICMACS • Kritik • negativ-film.de Partner von film-zeit

Markus Hauschild ist von Jean-Pierre Jeunets filmischen Stil angetan. "Die unnatürlich kräftigen Farben verleihen jedem einzelnen Bild eine fantastische Ebene, die Geschichte, die er erzählt, wird zum Märchen erhoben. Vermeintliche Schrecken, wie zum Beispiel Bazils Kopfschuss, werden so abgeschwächt und an das Komödien-Genre angepasst."

10. Mai 2010 | MICMACS • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Robert Zimmermann erinnert daran, dass MICMACS (MICMACS Trailer) eine satirische Parodie ist. "Durch diese selbstironische Demontage hinterfragt der Film das, was bislang für das Jean-Pierre Jeunet-Universum konstitutiv war: die Geschlossenheit seiner postulierten Welt. Hierdurch verflachen die Figurenzeichungen und deren Handlungsmotivationen etwas, was auch erklärt, warum es Micmacs zuletzt an jener poetischen Kraft fehlt, die das Werk Jean-Pierre Jeunets sonst nahezu ausnahmslos prägt. Am Spaß jedoch, den der Film macht, ändert das nichts."

22. Juli 2010 | MICMACS • Kritik • Der Tagesspiegel

Mit der Komödie MICMACS (MICMACS Trailer) scheint Jean-Pierre Jeunet endgültig in einem robusten Optimismus für Kinder jedweden Alters angekommen zu sein, schreibt Jan Schulz-Ojala. "Tatsächlich gibt es im unablässigen Bemühen des Unternehmens um die drolligstmögliche Situation ein paar Szenen, angesichts derer sich auch auf den Lippen strengster Zeitgenossen ein Lächeln abzeichnen sollte. Über weite Strecken jedoch regiert ein erdrückend originalitätssüchtiges Imponierkino, das mit bloß mechanistischer Energie seine Instrumente herzeigt, statt Gefühle zu erzeugen."

22. Juli 2010 | MICMACS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Michael Kohler hat sich nicht ganz überzeugen lassen. "Eine Szene jagt die nächste, bis sich die Handlung zu einer grotesken RIFIFI-Hommage steigert. Tetsuo Nagata hat dieses Kabinettstückchen in das für Jean-Pierre Jeunet typische Sepiabraun getaucht, und um die nostalgische Stimmung noch zusätzlich zu betonen, wird ausgiebig aus Max Steiners Hollywood-Kompositionen zitiert. Der schrullige Stil passt hier weit besser als zuletzt in Jean-Pierre Jeunets Kriegsdrama MATHILDE. Trotzdem ist auch bei den MICMACS (MICMACS Trailer) häufig der Punkt erreicht, an dem sich die ausgefeilte Mechanik tot zu laufen scheint."

22. Juli 2010 | MICMACS • Kritik • Der Freitag

Simon Rothöhler kann dem Ganzen nicht viel abgewinnen. "Hardcore-Süße ist denn auch das hervorstechende Kennzeichen von MICMACS (MICMACS Trailer), der aber immerhin deutlich macht, dass das vorgeblich zeichenbewusste "postmoderne Kino" mittlerweile in seiner Retrophase angelangt, selbst ein Stil unter anderen geworden ist, der zitiert werden kann. Der ins Leere laufende Wille zur Originalität ist alles, was davon übrig zu sein scheint. Schwerfällige Gesten eines spießig gewordenen Arthouse-Pop."

22. Juli 2010 | MICMACS • Kritik • Der Spiegel

Daniel Sander findet nicht viel Gefallen an dem Film. "MICMACS (MICMACS Trailer) ist kein Desaster, dem es auf jeden Fall aus dem Weg zu gehen gilt. Visuell liefert Jean-Pierre Jeunet wieder einmal Meisterliches. Doch die Geschichte ist so simpel und teilweise albern geraten, dass sie es auch ohne einen derart angestrengten Hauptdarsteller schwer gehabt hätte. Am Ende bleibt ein niedlicher Spaß für regnerische Sommertage. Für so viel versammeltes Talent erschreckend wenig."

21. Juli 2010 | MICMACS • Kritik • texte zum film

"Obwohl das Paris von MICMACS (MICMACS Trailer) mit Amélies Paris gar nichts gemeinsam hat, zeichnet es sich durch eine Mischung aus Wirklichkeit und Fantasie aus, durch die Gegensätze zwischen den modernsten und den baufälligsten Gebäuden, zwischen schnellsten Verkehrsmitteln und uralten Dreirädern etwa. Dass die Straßen stets menschenleer sind, verstärkt den Kulissen-Charakter eines Paris, das es wohl nur in Jeunets Fantasie gibt. Ein Paris, das Szenenbildnerin Aline Bonetto – wie bereits das der DIE FABELHAFTE WELT DER AMÉLIE – kongenial ausgestattet hat und von Tatsuo Nagata in den schönsten Bildern fotografiert wurde."

16. Juli 2010 | MICMACS • Kritik • schnitt.de

Lena Serov schaut auf den Regisseur. "Damit belebt Jean-Pierre Jeunet jedoch erneut eine der Ursprungsideen des Kinos, die der Attraktionen und Illusionen, die Georges Méliès auf die kinematographische Bühne zauberte. Gleichzeitig läuft Jeunets Kino aber Gefahr, nur Attraktionskino zu bleiben. Wahrscheinlich ergeht es Micmacs so wie dem selbstgedrehten Enthüllungsvideo der Rächerbande über die Machenschaften der Waffenhändler, das im YouTube-Universum nur Amüsement, aber keine weiteren Reaktionen auslöst. Aber vielleicht ist ihm dies ja auch schon genug."

14. Juli 2010 | MICMACS • Kritik • Der Tagesanzeiger

Ein Kuriositätenkabinett auf der Müllhalde sah Christoph Schneider. "Dieser Film ist auch ein Lob des subversiven Bastelns, eine einzige Nostalgie nach der lebenden Seele von weggeworfenen Dingen. Jean-Pierre Jeunet ist unter den Kuriosen ein ganz Grosser: ein Bruder im Geist von Buster Keaton und Terry Gilliam. ... Manchmal wirds durchsichtig, und man sieht die Fäden, an denen er seine Figuren führt. Aber es ist anderseits auch das Feine und Beruhigende eines Märchens."

02. Mai 2010 | MICMACS • Kritik • filmszene.de

Die Abenteuer und Kapriolen von Bazil und Konsorten lassen letztlich ziemlich kalt. "Ein halbgar ausgeführter Liebessubplot wirkt wie uninspiriert und pflichtschuldig dazu addiert, weil man irgend so was in die Richtung halt auch machen muss; emotional mitgenommen wird man von diesem Film jedenfalls nicht. So bleibt letztlich nur eine Menagerie an mal mehr, mal weniger beeindruckenden Jean-Pierre Jeunet-Ideen, von denen manche zwar sehr nett, aber auch alle zusammen kein überzeugender Grund sind, dafür nun unbedingt ins Kino gehen zu müssen."

02. Mai 2010 | MICMACS • Kritik • programmkino.de

Norbert Raffelsiefen lobt besonders Superstar Dany Boon, "der hier als gewitzter Tramp auf den Spuren von Charles Chaplin wandelt. Sein Spiel versprüht genau den richtigen Zauber, um die überbordende Fantasie von Jeunets Kinowelten nicht zum schieren Selbstzweck werden zu lassen. Eine schauspielerische Qualität, wie sie damals auch Audrey Tautou als Amélie in den Film einbrachte. So kann sich der Betrachter ganz der kindlichen Freude am Kampf von David gegen Goliath hingeben. Eine Schlacht, in der sich Kreativität und Komik zu bestem Kintopp vereinen und die am Ende vor allem einen Sieger kennt: den Zuschauer."

01. Mai 2010 | MICMACS • Kritik • Micmacs - Der große Coup der kleinen Leute

Überblick zum Film auf moviepilot.de

30. Dezember 2009 MICMACS • Kritik • doppelpunkt.de

Schön nennt Martin Schwarz den Film. "Wieder einmal breitet Jean-Pierre Jeunet ein das Medium Kino zelebrierendes Tableau vor uns aus, auf dem sich die unkonventionellen Helden auf atemberaubende Weise austoben und dabei vor keiner noch so abseitigen Erfindung zurückschrecken. Die Bilder verströmen die für Jean-Pierre Jeunet schon übliche braunstichige Wärme. Kino als sympathischer Zauberkasten: kurzweilig, mitunter etwas künstlich, aber voller Liebe für die bis ins Detail ausgeschmückte Geschichte und ihre Figuren."

23. November 2009 | MICMACS • Kritik • intro.de

Laut Alexander Dahas sieht der Film aus wie "der Blick in eine Spieluhr, in der eine raffinierte Kettenreaktion stattfindet, an deren Ende die märchenhafte Gerechtigkeit wiederhergestellt ist, ohne die einen der Regisseur nicht mehr in den Alltag entlassen will. Die satirischen Aspekte der Story werden dementsprechend heruntergespielt zugunsten eines Slapstick-Humors, der hinter seiner gutmütigen Fassade auch immer bäuerlich-dickköpfige Züge trägt. Aber die trägt Hauptdarsteller Dany Boon ja auch."

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