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CHONGQING BLUES

CHONGQING BLUES

Regie Xiaoshuai Wang

Kritiken • CHONGQING BLUES

14. Mai 2010 | CHONGQING BLUES • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala sah eine Überraschung, zumindest in seiner ersten Hälfte. Aber dann setzt der Film leider auf Überdeutlichkeit. "Das Motiv der Vaterlosen, die selbst als Vaterhasser Vatersehnsüchtige bleiben, wird ebenso überreizt wie der Aufklärungsfuror Lins, der irgendwann nichts mehr erfährt, was der Zuschauer nicht längst wüsste. Und schon vergeudet sich, was so hintergründig und vorsichtig begann, an die Wiederholung, die dramaturgische Ausbeutung, den Effekt."

14. Mai 2010 | CHONGQING BLUES • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte "beginnt immerhin, sich für die Nebensächlichkeiten des Dramas zu interessieren: die lebensvolle Zeichnung des Alltags in Chongqing. In einer zentralen Szene lässt sich der Vater das Geisterbild, das eine Überwachungskamera von seinem Sohn aufnahm, auf Postergröße abziehen. Nun steht der Seemann vor einem Meer aus Pixeln. Doch statt zu rühren, wirkt das wie eine Szene aus einem schlechten Wim Wenders-Film."

14. Mai 2010 | CHONGQING BLUES • Kritik • sennhauser.ch

"Leider aber ist nicht nur der Film eher gemächlich inszeniert, mit Ausnahme des Hauptdarstellers Xueqi Wang sind auch die meisten Akteure leicht überfordert, bzw. eine Spur zu theatralisch im Auftritt. So bleibt am Schluss der Eindruck einer Vater-Sohn-Schmonzette mit ein paar starken ruhigen Momenten und einem zuerst grossartig zurückhalten eingesetzten musikalischen Score, der aber im verlauf des Films von wenigen zarten Klängen zu etlichen zu viel davon aufgeblasen wird."

14. Mai 2010 | CHONGQING BLUES • Kritik • film-dienst-blog

Josef Lederle entdeckt die Poesie. "Mit großer Ruhe folgt die Kamera der Spurensuche, bei der nach und nach nicht nur die biografischen Hintergründe ans Tageslicht kommen, sondern auch ein bedrängendes Bild des Lebens in der grauen Industriemetropole gezeichnet wird. Wie Termitenhügel schieben sich graue Betonklötze dicht an dicht in den dunstigen Himmel, beengte Wohnwaben für unvorstellbar viele Menschen, deren Alltag meist im Freien stattfindet, wo sie sich in Scharen auf Straßen, Plätzen und Emporen tummeln, bestenfalls mit Blick auf den fernen Fluss."

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