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TRUE GRIT

TRUE GRIT

Regie Ethan Coen
Joel Coen
Kinostart 24.02.2011
Genre Drama, Western

Kritiken • TRUE GRIT

10. Februar 2011 | TRUE GRIT • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Für Sascha Keilholz bleibt der Western tot. "Nächtliche Dunkelheit, künstliches Licht. Voice-over. Schon die Eingangssequenz macht deutlich, wie sich die Coens von Hathaway abgrenzen wollen. Setting, Natur, Bild – alles artifiziell, am Anfang und am Ende. ... Die Coens blicken auf die Filmgeschichte und ihre Genres, sie spielen damit, kommentieren. Im Idealfall, wie bei BARTON FINK, ist das so innovativ, sind die Brüder so bei sich selbst, dass etwas genuin Eigenes entsteht, das überdauern kann. Im schlimmsten Fall, wie jetzt bei TRUE GRIT (TRUE GRIT Trailer) geschehen, löst sich der Stoff in seinen Bezügen beinahe auf, wird unkenntlich."

10. Februar 2011 | TRUE GRIT • Kritik • negativ-film.de Partner von film-zeit

Ciprian David ist ganz analytisch. "Dem Raum wird die typische Westernweite in beinah allen Einstellungen entnommen, und doch sind die Figuren häufig in diesem, von einem Fluss von der restlichen Welt getrennten und künstlich, allein durch ihre Präsenz, zum Ort des Westerns erklärten Raum verloren. Ein Indianerterritorium, in welchem die wenigen Indianer zivilisierter sind als die Weißen, wird zum Schauplatz eines Konflikts der letzteren, ihrer Suche nach dem längst verschwundenen Mythos, der nur noch in obskuren Erzählungen durchschimmert, und selbst im Moment des Showdowns nicht mehr erreicht werden kann."

23. Februar 2011 | TRUE GRIT • Kritik • Der Spiegel

Der furiose Rachewestern TRUE GRIT (TRUE GRIT Trailer) der Regie-Brüder Joel Coen und Ethan Coen wird beim Oscar 2011 nicht leer ausgehen, meint Christian Buß. "Die Stille nach dem Schuss - sie besitzt in diesem nahezu ironiefreien Neo-Western etwas Religiöses. So wie hier jedes Wort eine Kugel ist, wird schließlich jede Kugel zum Bibelzitat. Erstaunlich: John Wayne, der alte Schweiger, wirkt angesichts dieses sakralen verbalen Minimalismus geradezu wie ein Quasselkopf."

23. Februar 2011 | TRUE GRIT • Kritik • textezumfilm.de

"TRUE GRIT (TRUE GRIT Trailer) besitzt sehr klassische Elemente vor allem auf der visuellen Ebene: Kameramann Roger Deakins fängt die sprichwörtliche Weite der amerikanischen Prärie in Panoramabilder von epischer Kraft ein. Der Zuschauer erlebt in TRUE GRIT (TRUE GRIT Trailer) ein Wiedersehen mit den Sehgewohnheiten des klassischen Westerns: in der sorgfältig komponierten Gerichtsverhandlung, im Bild des Mannes auf der Veranda, im Duell zu Pferd einer gegen vier, oder auch im Ritt durch die weite Prärie. Der exquisite Soundtrack von Carter Burwell konterkariert jedoch die typischen Western-Bilder, insbesondere auch durch die Filmmusik, die Burwell der Ritt-Szene unterlegt."

23. Februar 2011 | TRUE GRIT • Kritik • getidan.de

Peter Claus ist enttäuscht. "Jeff Bridges agiert, als wolle er in einer Aufführung in einem Freilufttheater die Zuschauer in Reihe 276 erreichen. Jede Geste ist überzogen, alles wird dick aufgetragen. Er nervt noch mehr als seine jugendliche Kollegin. Ja, es gibt tolle Bilder, lustige Szenen und die blauen Bohnen knallen. Stimmig aber ist das alles nicht."

22. Februar 2011 | TRUE GRIT • Kritik • kultiversum.de

Denis Demmerle stellt fest: "Bei all den (Vorschuss-)Lorbeeren, soll nicht unerwähnt bleiben, dass den Coens mit TRUE GRIT (TRUE GRIT Trailer) wieder einmal ein Meisterwerk gelang. Er überzeugt mit der Coenesquen Figurenzeichnung, grandiosen Bildern und einer überaus gelungenen Interpretation der Romanvorlage."

12. Februar 2011 | TRUE GRIT • Kritik • festivalblog

Tiziana Zugaro stellt fest: "Obwohl hier viel geritten, geschossen und um Lagerfeuer herum gesessen wird: TRUE GRIT (TRUE GRIT Trailer) ist viel mehr ein Film über das Verhältnis dieses ungewöhnlichen Mädchens mit ihrem zusammen gewürfelten Revanche-Trupp, als dass hier groß irgendwelche Western-Mythen verhandeln würden. Eine Geschichte über ein ungewöhnliches Mädchen, das unter ungewöhnlichen Umständen eine ganz ungewöhnliche Zielstrebigkeit und Zähigkeit entwickelt und so zwei gestandene Revolverhelden um den Finger wickelt."

12. Februar 2011 | TRUE GRIT • Kritik • Berlinale im Dialog

Michael Kienzl fehlt der Schneid. "Die Qualität selbst weniger gelungener Coen-Filme liegt in den skurrilen Situationen und seltsamen Figuren. Diese sucht man in TRUE GRIT (TRUE GRIT Trailer) aber meist vergebens. Da gibt es eine Szene, in der ein kauziger Medizinmann in einem Bärenfell angeritten kommt, die typisch für die Coens ist. Ansonsten konzentriert sich der Film jedoch auf die stereotypen Figuren des abgewrackten, aber liebenswürdigen Säufers und der dickköpfigen Göre."

12. Februar 2011 | TRUE GRIT • Kritik • Sennhauser

"Die Westerngeschichte von True Grit wird zur marginalen Episode im Leben einer Buchhalterin, die nie geheiratet hat und auch die (Anti-)helden von damals nie wiedergesehen hat. Ein neuerlicher Geniestreich der etwas verrückten Brüder: TRUE GRIT (TRUE GRIT Trailer) ist tatsächlich gleichzeitig grosses Westernepos und die komplette Demontage des Genres in einem."

12. Februar 2011 | TRUE GRIT • Kritik • f.lm

Was als Umkehrung oder gar Dekonstruktion von Genrekonventionen daherkommt, ist für Stefan Rybkowski nur ein Mittelweg. "Normalerweise sind es die Shootouts, die einen Western interessant machen, allen voran dann, wenn es keine sonstige Spannung gibt. Hier versagen die Coens besonders deutlich, denn die Shootouts in TRUE GRIT (TRUE GRIT Trailer) sind nicht spannend, sondern einmal mehr comichaft inszeniert. An anderer Stelle kommt es jedoch zum urplötzlichen Gewaltausbruch, der dem gegenübersteht und den Zuschauer einmal mehr verunsichert, ob er hier gerade eine Komödie oder ein Drama sieht."

12. Februar 2011 | TRUE GRIT • Kritik • Die Zeit

Jessica Braun sah ein großartiges Kammerspiel in einer weiten Landschaft. "Die Coen-Brüder haben die literarische Vorlage von True Grit mit protestantischem Eifer von allen Schnörkeln befreit und deren Irrwitz noch zugespitzt. Ihr Western ist nun selbst zu einer Ikone geworden: Mit seinen religiösen Bezügen, den Anspielungen auf das Ende einer Ära und den skurrilen Charakteren ist er näher an der puritanischen Wild-West-Darstellung des erfolgreichen Computerspiels Red Dead Redemption als an den Genre-Klassikern. Und damit moderner denn je."

11. Februar 2011 | TRUE GRIT • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte sah die perfekte Literaturverfilmung. "Die Coen-Brüder sind bekannt für ihren Hang zum Makaberen, doch sie widerstehen der Versuchung des Grotesken. Sie sind die Ironiker des postmodernen Kinos schlechthin, doch hier entscheiden sie sich gegen den Humor und für das Pathos. So muss eine Literaturverfilmung sein, und bringt man das Ethos der Filmemacher auf den Punkt, sind es fast schon Westerntugenden: Respekt und Eigensinn."

11. Februar 2011 | TRUE GRIT • Kritik • perlentaucher.de

Für Thomas Groh neigt der Film zur Makellosigkeit. "Der Western ist hier keine Schaubühne mehr, auf der Symptome bildhaft greifbar werden, sondern eine nostalgische Form, die zur Makellosigkeit und damit Könnerschaft strebt. Jedes Bild, jede schmutzige Textur, jeder am Mund verschleifte gutturale Laut aus Jeff Bridges' unrasierter Kehle gerät präzise zur Aufführung und schwelgt in eigener Detailverliebtheit. Die wuchtigen Landschaften – im John Wayne-Film noch mit der trotzigen Insistenz ins Bild gerückt, dass die große Zeit des Westerns, entgegen allen Anzeichen, nicht vorbei ist – bleibt hier vor allem närrische Blickbezirzung."

11. Februar 2011 | TRUE GRIT • Kritik • Berliner Zeitung

Die Coens nehmen es sehr ernst, dass TRUE GRIT (TRUE GRIT Trailer) einem Ritt ins Herz der Finsternis gleicht, stellt Anke Westphal fest. "Die Natur aber steht über all dem. Tote Wälder schweigen hier steinern im Winter eines großen Mißbehagens. Henry Hathaways schöne, sonnige Landschaften gibt es im Arkansas der Coens nicht. Die Bilder (Kamera: Roger Deakins), Szenerien, Kostüme sind im Wortsinn zum Sterben schön."

10. Februar 2011 | TRUE GRIT • Kritik • Die Tageszeitung

Die Romanadaption balanciert souverän zwischen Ernst und Ironie, lobt Andreas Resch. "In TRUE GRIT (TRUE GRIT Trailer) feilscht jeder ständig mit jedem, alle sind irgendwie käuflich, alles hat seinen Preis, und so werden die Duelle in der ersten Hälfte weniger mit der Waffe als mit der Zunge ausgetragen. Das wird sich in der zweiten Hälfte grundlegend ändern. Hier offenbart sich die große Stärke der Neuverfilmung. Denn während Hathaways Film ab der Mitte mehr und mehr in sich zusammenfällt, gelingt es den Coens auch hier, wo weniger über Dialoge als über Bilder erzählt wird, dem Geist des Romans weitgehend treu zu bleiben."

10. Februar 2011 | TRUE GRIT • Kritik • Der Tagesspiegel

Eine schnörkel- wie makellose Geschichte sah Jan Schulz-Ojala. Sie "funktionierte als Abgesang auf die amerikanische Großmanns- und Großmaulssucht, als eskapistisches Kinostück zum Vietnamkrieg und zum gesellschaftlichen Aufbruch jener Jahre. In der ungleich tieferen heutigen Krise, in der sich eine Großmachtdämmerung konturiert, treffen die Coen-Brüder den Nerv der Nation. Ihr Remake haben sie als geradlinigen, altmodischen Western angelegt – und die Amerikaner stürmen diesen Film, als sei in diesem uramerikanischsten aller Genres Labsal und Halt zu finden."

10. Februar 2011 | TRUE GRIT • Kritik • Der Standard

Isabella Reicher stellt fest: "Die eigentliche Attraktion ist weniger die Standardhandlung als vielmehr das Sammelsurium an Figuren: Matt Damon (mit buchstäblich fragwürdiger Haartracht), Josh Brolin (mit sprichwörtlich vollen Hosen) und jede Menge ungewaschener Kleinstdarsteller in damaliger Funktionskleidung, vom Bärenkopf-Käppi bis zu Schaffell-Wadenwärmern, machen so manche Textlänge vergessen."

10. Februar 2011 | TRUE GRIT • Kritik • Die Presse

Die ironische Distanz, Kaltblütigkeit und Unnahbarkeit, die laut Markus Keuschnigg "das Werk der Brüder kennzeichnen, haben sie für ihre Neubearbeitung des John Wayne-Klassikers auf ein Mindestmaß heruntergedrosselt: Zwar geben sie einem immer noch zu verstehen, dass sie weniger einen Western als einen Western über einen Western drehen, aber sie sprengen die klassische Abenteurer-Odyssee nicht mit unnötigen postklassischen Schmähs auf. Gerade aber in den Figuren zerbricht viel vom altmodischen Charme, den die Bilder von Kameramann Roger Deakins und die Musik von Carter Burwell versprühen."

10. Februar 2011 | TRUE GRIT • Kritik • Der Spiegel

Wolfgang Höbel will kein Fan, sondern streng sein: "TRUE GRIT (TRUE GRIT Trailer) ist eine Har-Har-Komödie der charmantesten Art. Die drei Helden reiten selbstzufrieden und nett und spannungsfrei durch die ansehnliche Winterprärie. Die Pointen und die Überraschungen sind streng rationiert. Die Musik ist die reine Genre-Schwelgerei. TRUE GRIT (TRUE GRIT Trailer) ist ein Film, der so glücklich mit sich selber ist wie ein gutmütiger Bär am Honigtopf. Er will auch die Zuschauer so unbedingt beglücken, dass es schon ein bisschen nervt."

26. Januar 2011 | TRUE GRIT • Kritik • outnow.ch

"TRUE GRIT (TRUE GRIT Trailer) mit seinen epischen, zum Teil unvergesslichen Bildern (eingefangen von Coen-Stammkameramann Roger Deakins), dem an traditionellen Liedern ausgerichteten Soundtrack und den grossartigen Schauspielleistungen darf sich als ein Highlight des Kinojahrs bezeichnen."

12. Januar 2011 | TRUE GRIT • Kritik • negativ-film.de

Jan-Philipp Kohlmann schreibt aus Anlaß des baldigen Kinostarts des Westerns TRUE GRIT eine Hommage an ein verstaubtes Genre.

08. Januar 2011 | TRUE GRIT • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns schreibt: "Es fällt leicht, TRUE GRIT (TRUE GRIT Trailer) als Allegorie über das moderne Amerika zu verstehen, in dem durch Kriege Rache für Terroranschläge genommen wird, die aber alles andere als Gerechtigkeit herbeiführen. Und so wird im Laufe der Geschichte zunehmend deutlich, wie wenig sich die scheinbar so moralische Mattie von dem angeblich so unmoralischen Cogburn unterscheidet. Wie so oft also begeben sich die Coens auch in TRUE GRIT (TRUE GRIT Trailer) in moralisches Niemandsland."

23. Dezember 2010 | TRUE GRIT • Kritik • movies.msn.com

TRUE GRIT (TRUE GRIT Trailer) ist laut Glenn Kenny ein "echter, fulminanter Western mit einer mitreißenden Geschichte, unglaublich lebendigen Charakteren, konsequent pfeffrigen Dialogen, nervenaufreibender Spannung, Action pur und einem großem – und wieder, echtem – Herzen. ... TRUE GRIT (TRUE GRIT Trailer) ist ein visuell und klanglich schöner Film, der sich Raum und Zeit nimmt, um den Zuschauer in eine ganz besondere Welt aus Geheimnissen, Ehrfurcht und Brutalität mitzunehmen."

23. Dezember 2010 | TRUE GRIT • Kritik • variety.com

"Es gibt wohl keine größere Herausforderung, als in die Fußstapfen von John Wayne zu treten und genau die Rolle zu übernehmen, für die Wayne seinerzeit mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Und doch gelingt es Jeff Bridges im Remake der Coen-Brüder, die Rolle des Rooster Cogburns geschickt neu zu definieren.", fasst Peter Debruge von Variety sein Urteil zusammen.

02. Mai 2010 | TRUE GRIT • Kritik • wikipedia.de

Artikel zum Film DER MARSHALL (1969) unter der Regie von Henry Hathaway.

01. Mai 2010 | TRUE GRIT • Kritik • True Grit

Überblick zum Film auf moviepilot.de

01. Mai 2010 | TRUE GRIT • Kritik • imdb.com

Überblick zum Film auf der imdb.com

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