VERTRAUTE FREMDE

film-zeit Film: VERTRAUTE FREMDE
Regie Sam Garbarski
Kinostart 20.05.2010
  • film-zeit Film: VERTRAUTE FREMDE
  • film-zeit Film: VERTRAUTE FREMDE
  • film-zeit Film: VERTRAUTE FREMDE

Inhalt • VERTRAUTE FREMDE

Der Comic-Zeichner Thomas steigt nach einer Geschäftsreise in den falschen Zug und landet in einem Dorf in den französischen Bergen - dem Ort seiner Kindheit. Lange war Thomas nicht mehr hier, Erinnerungen kommen hoch an die Zeit, als sein Vater die Familie ohne Ankündigung verlassen hatte. Noch ahnt er nicht, welches Abenteuer ihn nun erwartet.

Kritiken • VERTRAUTE FREMDE

17. Mai 2010 | Kritik • Partner von film-zeit

Birte Lüdeking sah ein psychotherapeutisches Zeitreise-Märchen. "Der Blick des Regisseurs auf seine Figuren ist ein uneingeschränkt verständnis- und liebevoller, seine Inszenierungen sind zurückhaltend und detailliert, tendieren aber auch zum Glatten und Gefälligen und enden stets optimistisch oder utopisch. ... Der Anschluss an die Gegenwart und Wirklichkeit glückt in VERTRAUTE FREMDE (film-zeit Trailer: VERTRAUTE FREMDE) allerdings weniger. Zum Schluss verfährt sich Garbarskis dritter Langfilm in einem allzu knappen therapeutischen Resümee, und seine bis dahin so geduldige Zeitreise steigt doch noch auf den abkürzenden Schnellzug um."

20. Mai 2010 | Kritik •

Regisseur Sam Gabarski hat die Idee des Films nicht retten können, sagt Peter Körte unumwunden. "Der Erwachsene im Jungen ist zu begriffsstutzig, Alexandra Maria Lara zu jung und rehäugig als Mutter, und wenn am Ende alle losen Fäden säuberlich zum Schleifchen gebunden werden, ist der Charme restlos dahin."

20. Mai 2010 | Kritik •

Unser Wunsch sollte nicht sein, in eine ganz andere Wirklichkeit zu entfliehen, sondern in der eigenen Realität gegenwärtig zu leben, philosophiert Rainer Gansera. "So erzählt VERTRAUTE FREMDE (film-zeit Trailer: VERTRAUTE FREMDE) nicht von ausschweifender Fantasy, sondern von dem Glück, das sich in alltäglichsten Szenen finden lässt. Beim Spaziergang mit dem Hund im Wald, beim Badengehen mit den Freunden. So gelingt dem Helden die Wiederversöhnung mit dem Vater und mit sich selbst."

20. Mai 2010 | Kritik •

Regisseur Sam Garbarski lässt Gelegenheiten zu Komik und ausgewählten Pointen nicht aus, entdeckt Philipp Bühler. "Ob er es gut gemacht hat, ist die Frage. Comics und Filme stehen seit je in einer symbiotischen Beziehung, die traumwandlerische Qualität von Taniguchis Bildfolgen verdankt sich gerade jenen klassischen Mitteln von Ellipse und Dehnung, die auch Regisseuren zur Verfügung stehen, zumindest prinzipiell. Eine Sofia Coppola könnte keine realistische Szene drehen, selbst wenn sie es wollte. Sam Garbarski hat umgekehrt keinen Schimmer vom Träumen. Man kommt auf den Vergleich, weil auch er sich der Musik von Air bedient, um seinen Film wenigstens ein bisschen schweben zu lassen."

20. Mai 2010 | Kritik •

Christiane Peitz hat sich nicht überzeugen lassen. "Atmosphärisch hat Garbarskis Zeitreise ihren Charme: die steilen Sträßchen, die Schulmädchen im TwiggyLook, Alexandra Maria Lara als hübsche Mutter mit traurigen Kulleraugen, Fernsehnachrichten über den Mauerbau, dazu der SynthiePop von Air: Den sorgsam ausstaffierten Szenen ist die Werbe-Vergangenheit des Regisseurs anzusehen. Aber warum verschenkt er das komödiantische Potenzial des Stoffs und lässt Pascal Greggory mit bedeutungsschwerer Ernsthaftigkeit auf sein jugendliches Alter Ego blicken?"

20. Mai 2010 | Kritik •

"Trotz der atmosphärisch dichten Bilder gelingt es dem Regisseur kaum, die behauptete traumartige Stimmung in Bilder umzusetzen. Dazu kommt eine schleppende Dramaturgie, die den Zuschauer denken lässt, dass diese Handlung besser in einem 60- als in einem 100-minütigen aufgehoben wäre. Dennoch: VERTRAUTE FREMDE (film-zeit Trailer: VERTRAUTE FREMDE) besticht immer wieder durch eine geglückte Mischung aus poetischen, ernsthaften und witzigen Momenten sowie durch die heiter-eindringliche Art, eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung darzustellen."

01. Mai 2010 | Kritik •

Für Margret Köhler war VERTRAUTE FREMDE (film-zeit Trailer: VERTRAUTE FREMDE) filmischer Balsam für die Seele. "Die Reife des Protagonisten eröffnet eine neue Dimension und führt zu manchmal komischen Situationen, so bemerkt der Heranwachsende zum allgemeinen Erstaunen ganz nebenbei, dass die Berliner Mauer mal fallen wird und behauptet beim Flirt mit einer Bardame, zwei Kinder zu haben. Witzig wird es, wenn er seiner Freundin nicht mehr schüchtern, sondern mit der Attitude eines Erwachsenen begegnet. ... Dieses poetische Zeitreise-Märchen ist Balsam auf die Seele gestresster Gegenwartsmenschen."

01. Mai 2010 | Kritik •

Dieter Oßwald lobt den Regisseur. Er "entwickelt seine surreal anmutende Vater-Sohn-Geschichte spannungsreich mit hübschen Wendungen und geschickt eingestreuten Geheimnissen. Die als Comic geborenen Figuren funktionieren auch auf der Leinwand bestens und bleiben alles andere als eindimensional. Die halbe Miete sind dabei die überzeugenden Akteure: Der junge Leo Legrand, der all die grässlich altklugen Hollywood-Kids gekonnt in den Schatten stellt. Und seine Eltern Alexandra Maria Lara und Jonathan Zaccai, die gleichfalls auf ein unaufdringliches weniger-ist-mehr setzen."

01. Mai 2010 | Kritik •

Manch ulkiges Dilemma entspricht laut Gerhard Midding "ganz amerikanischem Zuschnitt – etwa Thomas’ Skrupel, sich zu verlieben und damit seiner späteren Ehefrau untreu zu werden –, wenngleich sich die "Zurück in die Zukunft"-Mechanik sonst rechtschaffen in Grenzen hält. Die schönste Neuerfindung sind die erwachsenen Gesten des Trostes, zu denen Thomas fähig ist. Sein Reservoir an Einsicht macht ihn tatkräftiger, entschlossener. Er kann seinen Eltern und seiner Schwester jene Fragen stellen und Gefühle eröffnen, die er einst im normalen Lauf der Dinge versäumte. Dem jungen Leo Legrand gelingt es wunderbar, den 48-Jährigen aus seiner Figur hervorzubringen."

01. April 2010 | Kritik •

Überblick zum Film auf moviepilot.de

01. April 2010 | Kritik •

"Die Schauspieler sind ausgezeichnet besetzt und vermögen die intensiven Beziehungsgeflechte eindringlich und mit wohlgesetzten dramatischen Momenten umzusetzen. VERTRAUTE FREMDE (film-zeit Trailer: VERTRAUTE FREMDE) überragt die üblichen filmischen Zeitreisen durch die genaue psychologische Auslotung, atmosphärisch dichten Bilder und eine zurückhaltende leise und poetische Erzählweise, die dennoch abenteuerlich und spannend genug ist, um auch fantasygewohnte Jugendliche zu fesseln."

Aktueller Stand der Datenbank:
15498 Filme,
15242 Bücher & Artikel,
801 Biographien,
49 Themen & Listen
all: 0.75189