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DU SOLLST NICHT LIEBEN

DU SOLLST NICHT LIEBEN

Regie Haim Tabakman
Kinostart 20.05.2010
Genre Drama, Liebesgeschichte

Kritiken • DU SOLLST NICHT LIEBEN

20. Mai 2010 | DU SOLLST NICHT LIEBEN • Kritik • Berliner Zeitung

Christina Bylow ist überaus angetan. "Haim Tabakman erzählt dieses Drama in strengen, kühlen Bildern von großer Schönheit. Lange, stumme Blicke, Schattenwürfe an der Wand, Treppen ins Nichts, die Enge der Gassen, in denen sich Gewalt anstaut: Stilmittel, die an das Dämonische des expressionistischen Kinos erinnern. Haim Tabakman kreiert dabei eine Atmosphäre der Gefahr und des Eingeschlossen-Seins, die über die Geschichte der beiden Männer hinausweist."

20. Mai 2010 | DU SOLLST NICHT LIEBEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Es ist eine Zeitreise, auf die uns der Film mitnimmt, schreibt Katja Lüthge. "Die alten Häuser und die verwinkelten Gassen des überschaubaren Viertels, in denen die traditionell gekleideten Menschen sich bewegen, muten sonderbar vormodern an. Eine Welt, in der Gott wahrlich noch im Zentrum des Daseins steht. Eine rigide Welt aber auch, in der die Kontrolle jedes Einzelnen ausgeprägt ist. ... Es gibt, so ist zu lesen, zaghafte Versuche homosexueller (ultra-) orthodoxer Juden, als existentes Phänomen anerkannt zu werden. Der Film, so wunderbar er ist, wird hier wohl nicht weiterhelfen - bildgebende Medien genießen in orthodox-jüdischen Kreisen ein denkbar schlechtes Ansehen."

20. Mai 2010 | DU SOLLST NICHT LIEBEN • Kritik • Der Freitag

Spannungsvoll und schlicht ist der Film für Angelika Nguyen. "Die Geschichte wird geradlinig erzählt, ohne jede sentimentale Ausschmückung. Regisseur Haim Tabakman zeigt in diesem Spielfilmdebüt bereits eine klare visuelle Handschrift. Die traumhaften Bilder entstehen durch eine strenge Stilisierung. Alles Zufällige in den Kulissen lässt der Film weg. Die Räume der Fleischerei wirken karg, nicht wie ein wirklicher Kaufladen, gebaut fürs Spiel der Darsteller. Der Kamerablick auf das Wasserbecken außerhalb der Stadt, in das Ezri und Aaron anfangs nackt eintauchen, zeigt die biblische Landschaft, macht die Geschichte der beiden universell."

20. Mai 2010 | DU SOLLST NICHT LIEBEN • Kritik • perlentaucher.de

Ekkehard Knörer ist zwiegespalten. "Bis ins letzte Bild hinein bleibt der Wille des Films spürbar, auf vermintem Gelände keinen verkehrten Schritt zu tun. Man kann nun bewundern, dass ihm das Einstellung für Einstellung wirklich gelingt. Man kann aber auch etwas irritiert sein über die ausgezirkelte Leidenschaftslosigkeit, mit der Haim Tabakman seinen bewusst schematisch entworfenen Problemkreis ausschreitet."

19. Mai 2010 | DU SOLLST NICHT LIEBEN • Kritik • Die Tageszeitung

Ulrich Gutmair sah outgesourcte Widersprüche. Der Regisseur "dirigiert durch spärliche Kulissen eine ganze Reihe hervorragender Schauspieler, die das Handwerk kleiner Gesten und vielsagender Blicke verstehen. Die ruhige Kamera observiert Leute, die sich langsam, wie im Traum oder durch dicke Luft zu bewegen scheinen und nur das Nötigste miteinander sprechen. Es sind schöne, vielleicht sogar etwas zu schöne, zu stilisierte Bilder, die Kameramann Axel Schneppat aufgenommen hat. Man darf es ruhig Orientalismus nennen, wenn europäischen Zuschauern so angeboten wird, durchs Schlüsselloch der mittelalterlich anmutenden Welt jüdischer Orthodoxer zu schauen."

15. Mai 2010 | DU SOLLST NICHT LIEBEN • Kritik • film-dienst

Für Esther Buss liegt die Stärke des Film "darin, dass er seine Figuren nicht funktionalisiert, wie es bei manchem Thesenfilm der Fall ist. Haim Tabakman lässt eine dichte, mitunter bedrückend enge Atmosphäre einer Gesellschaft entstehen, in der kein direkter, unverstellter Ausdruck für Gefühle oder Lust vorgesehen ist. Umso wichtiger sind die flüchtigen Blicke und kleinen Gesten, die inoffiziellen "Texte". Etwa wenn Ezri Aaron seine Zeichnungen junger Männer zeigt, die ganz subtil von schwulem Begehren erzählen."

14. Mai 2010 | DU SOLLST NICHT LIEBEN • Kritik • schnitt.de

Offen ausgesprochen wird laut Matthias Wannhoff das heikle Thema nicht. "Gleichwohl deuten die beinahe mafiös wirkenden Repressionen seitens der Gemeinde sowie die sinnlich-sittliche Zerrissenheit Aarons – bravourös gespiegelt im dezenten Minenspiel von Zohar Strauss – die Dimension jener Problematik an, welche es letzten Endes nicht filmisch, sondern systemimmanent zu bearbeiten gilt. Genuin filmisch ist derweil der Moment vor Aarons und Ezris erstem Kuß, in welchem die Zizit, wesentlicher Bestandteil jüdisch-orthodoxer Kleidungsetikette, plötzlich als Symbol homoerotischer Lust fungiert."

02. April 2010 | DU SOLLST NICHT LIEBEN • Kritik • 451 Filmportal

"Der Film behandelt sein in religiösen Kreisen brisantes Thema wohltuend unspektakulär. Ruhig, oft schweigsam führt er durch die Geschichte; es sind die Augen der Protagonisten, die erzählen. Und letztlich sind es die Augen der Zuschauenden, die betrachten, abwägen, in denen Gnade gefunden werden kann oder auch nicht. Ein Film, der zu reden geben wird."

02. April 2010 | DU SOLLST NICHT LIEBEN • Kritik • cineast.ch

DU SOLLST NICHT LIEBEN (DU SOLLST NICHT LIEBEN Trailer) "ist dabei ein Film, der die ganze Welt angeht, vor allem aber wohl die meisten (wenn nicht gar alle) Religionen: die Ausgrenzung von Andersdenkenden und -liebenden wird gerade (aber nicht nur) in einem streng religiösen Umfeld weltweit praktiziert – auch heute noch, auch in westlichen Ländern."

01. April 2010 | DU SOLLST NICHT LIEBEN • Kritik • Du sollst nicht lieben

Überblick zum Film auf moviepilot.de

11. März 2010 | DU SOLLST NICHT LIEBEN • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Bettina Spoerri führt ein Gespräch mit dem Regisseur Haim Tabakman.

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