Inhalt • DIE BESCHISSENHEIT DER DINGE
Der 13-jährige Gunther Strobbe (Kenneth Vanbaeden) lebt gemeinsam mit seinem Vater, dem Säufer und Nichtsnutz Marcel alias Celle (Koen De Graeve) und dessen drei ebenso abgewrackten Onkeln Lowie "Petrol" (Wouter Hendrickx), Pieter "Beefcake" (Johan Heldenbergh) und Koen (Bert Haelvoet) bei seiner liebenswürdigen Großmutter (Gilda de Bal). Während sich die alte Dame abrackert, haben die vier erwachsenen Männer nichts als Unsinn im Kopf und sind mit wenig anderem beschäftigt, als die Ehre der Strobbes in der Dorfkneipe und bei Großereignissen wie einem Nacktfahrradrennen oder dem Weltrekordversuch im Dauerbiertrinken zu verteidigen. Und Gunther ist immer mit dabei.
Crew • DIE BESCHISSENHEIT DER DINGE
Regie: Felix Van Groeningen
Darsteller: Johan Heldenbergh, Valentijn Dhaenens, Kenneth Vanbaeden, Koen De Graeve, Wouter Hendrickx ...
Verleih/Copyright: Neue Visionen, Berlin
Kritik • DIE BESCHISSENHEIT DER DINGE • 20. Mai 2010 • Neues Deutschland
Eine Balance aus Humor und Melancholie nimmt Marion Pietrzok wahr. "Authentizität in der Zeichnung des Milieus mit all ihrem Derben, Ordinären und Grotesken zeichnet den Film aus, ebenso ein liebevolles Hinschauen auf die Gestrandeten, deren geistiger Horizont immer am nächstbesten sinnlosen Spaß endet. Herablassung gegenüber der Unterschicht ist ihm so fern, dass er nicht einmal den Gedanken an das (leidige Mode-)Wort Prekariat aufkommen lässt. Bittere Realität wird unterm sachlich-feststellenden Blick des Kindes – dem problemlos erste Pubertätspickel sprießen und das dem Vater selbstverständlich die Zigarette anraucht, das nicht urteilt oder gar aburteilt – einfach nur Da-Sein."