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FAIR GAME

FAIR GAME

Regie Doug Liman
Kinostart 25.11.2010
Genre Thriller, Drama

Kritiken • FAIR GAME

21. Mai 2010 | FAIR GAME • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Was Nino Klingler "am meisten beeindruckt an diesem Film, ist, wie er Schabernack treibt mit unserer Zeitwahrnehmung. Am Anfang braucht es ein bisschen, bis man sich eingefunden hat in die bleierne Atmosphäre der amerikanischen Post-9/11-Gesellschaft. Das wirkt mittlerweile alles sehr fern, so eine Mischung aus politischem Mittelalter und Science-Fiction-Dystopie. Aber dann gewinnt die Story an Fahrt, und die Gegenwart des Films breitet sich aus in alle Richtungen, auch bis in den Zuschauersaal. Wenn dann am Ende mit eingangs erwähntem Pathos die Lebendigkeit der amerikanischen Idee beschworen wird, glaubt man mit daran, gibt dieser Gesellschaft noch einmal, zum wievielten Male eigentlich, noch eine Chance."

25. November 2010 | FAIR GAME • Kritik • kultiversum.de

Der Polit-Thriller von Doug Liman ist im besten Sinne konventionell, stellt Oliver Heilwagen fest: "Chronologisch erzählt, beleuchtet er anschaulich, welche Machenschaften in den Krieg führten. Ein bildmächtiges Plädoyer für Zivilcourage, auch wenn seine Argumente nicht neu sind. Nur die irakische Seite bleibt unterbelichtet: Die Opfer dieser Politik geraten kaum in den Blick."

25. November 2010 | FAIR GAME • Kritik • Die Tageszeitung

Cristina Nord ist der Film zu brav. "FAIR GAME (FAIR GAME Trailer) kommt als politische Kritik am Irakkrieg viel zu spät und bleibt in seiner Verspätung bieder und redlich. Das Gute, suggeriert die penetrant positive Schlusseinstellung des Films, wird sich durchsetzen. Dabei wurde Lewis Libby, der einzige vor Gericht zur Rechenschaft gezogene Politiker, kurz nach dem Urteil von Bush begnadigt. Hätte FAIR GAME (FAIR GAME Trailer) mehr Mut, er hätte sich den Nihilismus von New Hollywood zum Vorbild genommen."

25. November 2010 | FAIR GAME • Kritik • telepolis

Als lahmarschig und verlabert bezeichnet Rüdiger Suchsland den Film. "Leider ist Doug Limans Regie seinem Sujet und diesem Inhalt ästhetisch nicht gewachsen: Zu lahm ist das Tempo, zu unausgewogen die Balance zwischen ruhigen Dialog- und Stoff-Entwicklungspassagen einerseits und Action. Die Mischung stimmt nicht, der Sturm bleibt im Wasserglas, und so wirkt dieser Film allzusehr wie ein Dokudrama, oder besser: wie die zweite, fehlende Hälfte zu "Salt". War dieser ein wunderbar anzusehendes rasantes Nichts, so ist dies lahmarschige, verlaberte Substanz. Chance versemmelt, überaus schade!"

25. November 2010 | FAIR GAME • Kritik • Der Spiegel

Daniel Sander stellt fest: "Es ist eine irrwitzige, faszinierende Geschichte, eine Propagandaschlacht, von der man nicht glauben möchte, dass sie in unseren angeblich so aufgeklärten Zeiten möglich ist. Regisseur Doug Liman muss nicht groß dramatisieren oder übertreiben, er erzählt ganz sachlich, was einen umso sprachloser macht. Natürlich ist der Film parteiisch, er basiert auf den Erinnerungen von Plame und Wilson, aber er widersteht dem Drang, die beiden zu tragischen Helden zu verklären. Plame ist in Gestalt von Naomi Watts eine fleißige und gute Agentin ohne große eigene politische Meinung. Sean Penn ist als ihr Mann ein ehrenwerter, aber selbstgerechter Moralist."

25. November 2010 | FAIR GAME • Kritik • Der Standard

Dominik Kamalzadeh ist enttäuscht. "Anstatt sich auf eine faktenbezogene Ebene zu verlassen - oder umgekehrt das Spiel mit Täuschung und Lüge noch ein paar Schritte weiterzutreiben -, lässt Liman die Profession des Ehepaars auf denkbar konventionelle Weise im Privatbereich nachwirken. Ehekrise hin oder her, angesichts der Brisanz des Sujets erscheint dieser emotionale Verstärker doch eher nebensächlich. Nachteilig auf FAIR GAME (FAIR GAME Trailer) wirkt sich zudem aus, dass die mit moralischem Eifer versehene Abhandlung, die zwischen gut und böse wenig Grauzonen kennt, spät kommt - die Fronten sind allzu vertraut. Nur Sean Penn, der seine politische Gesinnung als Schauspieler nie vehehlt, verkörpert Wilson mit einer Wut, welche die Zeit geradezu grotesk überstanden hat."

25. November 2010 | FAIR GAME • Kritik • dasmanifest.com

Michel Opdenplatz ist "durchaus erleichtert und freut sich mit den Protagonisten, wenn Valerie am Ende den Gerichtssaal betritt und endlich öffentlich Stellung bezieht zu dem, was sie und ihr Mann aufgedeckt haben. In einem letzten gelungenen Kniff gelingt die stilistische Schleife zurück zum Anfang, wenn eben plötzlich nicht mehr Naomi Watts hinter den Mikrofonen sitzt sondern die echte Valerie Plame in einer Archivaufzeichnung der Verhandlung. Die wirklich großen Probleme sind nicht gelöst, die Kriege wüten immer noch, doch der Kinobesucher fühlt sich immerhin um eine gelungene Gesellschaftsstudie bereichert."

24. November 2010 | FAIR GAME • Kritik • Berliner Zeitung

Wie Bert Rebhandl schreibt, gehört der Film in den größeren Prozess, den Hollywood schon seit einiger Zeit der Regierung Bush macht. "Wie auch in GREEN ZONE (GREEN ZONE Trailer) werden tatsächliche Ereignisse für ein breites Publikum popularisiert, so dass daraus so etwas wie eine Gegengeschichte der vergangenen acht Jahre entsteht. Valerie Plame geht daraus als die eigentliche Patriotin hervor: als Trägerin amerikanischer Tugenden in dunklen Jahren. Bei einem Film dieser Art kann es nicht im eigentlichen Sinn um Spannung gehen, sondern um eine andere Art der Identifikation: um die Bestätigung des Glaubens daran, dass individuelles Handeln noch immer einen Sinn haben kann."

24. November 2010 | FAIR GAME • Kritik • Der Tagesspiegel

Das Beste an FAIR GAME (FAIR GAME Trailer) ist laut Christiane Peitz die Schauspielerin Naomi Watts. "Attraktiv wie die echte Valerie Plame, tritt sie als kluge, unerschrockene Frau auf, die doch eine Spur Skepsis ausstrahlt, eine kaum merkliche, aber existenzielle Nervosität, noch wenn sie mit ihren ahnungslosen Freundinnen schwatzt. Bei aller Professionalität haftet ihr etwas Schutzloses an – und das Wissen darum. Als die Enttarnung Plames Patriotismus und politische Identität erschüttert, übersetzt Watts auch das nicht in dramatische Posen, sondern spielt es mit minimalistischer Präzision und Intensität."

24. November 2010 | FAIR GAME • Kritik • Frankfurter Rundschau

Die Hintergründe der Affäre sind bis heute nicht geklärt, das wird auch im Film spürbar, findet Michael Kohler. "FAIR GAME (FAIR GAME Trailer) folgt weitgehend ihrer in zwei Büchern niedergelegten Sichtweise und füllt diskret die Lücken auf, wo Plames CIA-Tätigkeit bis heute der Geheimhaltung unterliegt. An der einen oder anderen Stelle hätte Liman vielleicht auch eine andere Perspektive andeuten oder Zweifel inszenieren sollen. Andererseits schleicht sich dieser im Ringen um die historische Wahrheit ohnehin von ganz alleine ein."

24. November 2010 | FAIR GAME • Kritik • schnitt.de

Dietrich Brüggemann kritisiert den Film als in der zweiten Hälfte ein wenig soap-lastig. "In solchen Momenten fühlt man sich dann fast an Veronica Ferres erinnert, aber auch das geht vorbei, oder besser gesagt: Man bleibt trotzdem dran. Nur als die Ehe dann tatsächlich in die Brüche zu gehen droht, denkt sich der Zuschauer für einen Moment: So blöd könnt ihr doch eigentlich nicht sein! Denkt mal kurz nach und haltet inne! Das ist genau, was eure Gegner jetzt wollen! Doch am Ende dreht sich alles zum Guten, die Bösen werden bestraft und das Leben kann weitergehen. So merkwürdig konsequenzlos scheint ja auch die Bush-Administration und ihre Untaten vorübergegangen zu sein."

23. November 2010 | FAIR GAME • Kritik • filmring.at

Michael Föls sah einen soliden, routinierten Polit-Thriller, der aber zu viele Schwächen hat, als dass man ihn wirklich empfehlen könnte. "Der Agentenaspekt ist zu klischeebeladen, die emotionale Seite wirkt unterkühlt und das Hauptthema der Massenvernichtungswaffen im Irak ist leider schon durchgekaut. Zwar können Sean Penn und Naomi Watts durchaus überzeugen, aber gegen das etwas flache Drehbuch können sie auch nichts ausrichten. Potential ist vorhanden, aber mehr auch nicht."

23. November 2010 | FAIR GAME • Kritik • film-dienst

Dass FAIR GAME (FAIR GAME Trailer) für Jörg Gerle "ein kurzweiliges Filmerlebnis ist, verdankt er seiner perfekten Machart und der Zeitlosigkeit der Erkenntnis, wie unverfroren in der Politik mit Wahrheit umgegangen wird und wie häufig Menschen dadurch auf der Strecke bleiben. Die "Kriegsspiele" demokratisch legitimierter Führer der westlichen Welt bleiben, das zeigt FAIR GAME (FAIR GAME Trailer), weitgehend ungesühnt. Er zeigt aber auch, dass manche wenigstens versuchen, an den Sockeln der Unantastbaren zu rütteln. So bekommen diese zivilcouragierten Helden der Zeitgeschichte auf filmische Weise ihr Denkmal."

20. November 2010 | FAIR GAME • Kritik • rationalgalerie.de

"Dem wuchtigen, fulminanten Film ist nicht anzulasten, dass die Kriegsverbrecher Rumsfeld, Cheney und Bush bis heute vor kein ordentliches Gericht gekommen sind. Soweit kann ein Film leider nicht in die Wirklichkeit ragen, auch wenn er nichts anderes macht als eine wahre Geschichte in Szene zu setzen. Aber es bleibt eine kleine Bitte an die deutsche Fassung: Im Abspann sollte Angela Merkel genannt werden, die damals als Oppositionsführerin den Krieg der USA im Irak nachdrücklich unterstützte."

17. November 2010 | FAIR GAME • Kritik • br-online.de

Hartes Politkino nach wahren Begebenheiten sah Margret Köhler. "Die spannende und stimmig erzählte Story zwischen Politik und Privatem übersteigt jeglichen Vorstellungsrahmen, gewinnt durch das Starensemble Naomi Watts und Oscargewinner Sean Penn zusätzlich an emotionaler Sprengkraft. Auch wenn die Informationen nicht mehr so neu, sondern schon ein wenig abgenutzt sind, ist der Blick hinter die verlogene Fassade der Bushadministration ein Abenteuertrip ins Schlangennest der Spionage, wo die Mächtigen mit gezinkten Karten spielen und sich keinen Deut um die Wahrheit scheren. Mehr als nur gutes Genrekino."

14. November 2010 | FAIR GAME • Kritik • bummelkino.de

"Am Ende ist FAIR GAME (FAIR GAME Trailer) ein typischer US-Thriller aus dem liberalen Lager Hollywoods mit gewohnt patriotischer Überfrachtung und einem noch Sekunden vor dem Abspann reingewürgten Benjamin-Franklin-Zitat, dessen gut gemeinte Ambitionen ihm eigentlich niemand richtig verübeln kann. Für einen guten Film aus dieser Sparte reicht es aber nicht. Wo Paul Greengrass mit GREEN ZONE (GREEN ZONE Trailer) kürzlich noch unterhaltsame Systemkritik übte, verkommt Doug Liman hier zum krittelnden Studienrat, respektive zur eintönigen Meckerziege."

02. November 2010 | FAIR GAME • Kritik • progammkino.de

Interessanterweise hinterlässt FAIR GAME (FAIR GAME Trailer) für Marcus Wessel "den stärksten Eindruck, wenn er sich ganz auf die Innensicht der Wilsons konzentriert. Auch dank einer großartigen, zwischen Stärke und Zerbrechlichkeit changierenden Naomi Watts entwickelt sich der Politskandal fast unmerklich zu einem packenden Ehedrama. Mitansehen zu müssen, wie nur die besten Absichten zwei Menschen auseinander bringen können, ist eine ausgesprochen unbequeme Erfahrung."

24. Mai 2010 | FAIR GAME • Kritik • outnow.ch

"Spannend ist Fair Game deshalb eigentlich nur dann, wenn das Zwischenmenschliche zwischen Plame und Wilson gezeigt wird. Schliesslich ist Doug Liman auch der Regisseur, der schon "Brangelina" in MR. & MRS. SMITH mitten im Kugelhagel miteinander zanken liess. Die Ehe, die sich vor allem der Post-its als Kommunikationsmittel bedient, ist nicht nur von aussen durch den Medienrummel nach der erfolgten Enttarnung bedroht, sondern wird auch durch die Sturheit der beiden Eheleute kriselig."

21. Mai 2010 | FAIR GAME • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal ist enttäuscht. "Das sind alles Dinge, die wir bereits wissen, was nicht bedeutet, dass man keine Filme mehr darüber machen sollte. Die Menschen müssen immer wieder erinnert werden - das ist auch eine Aufgabe des Kinos. Naomi Watts und Sean Penn sind die bestmöglichen Hauptdarsteller für FAIR GAME (FAIR GAME Trailer); Doug Liman ist jedoch nicht der bestmögliche Regisseur, denn er teilt uns durch seinen Film nicht viel mehr mit, als dass es eben auch gute Menschen gibt beim CIA."

20. Mai 2010 | FAIR GAME • Kritik • Der Spiegel

Lars-Olav Beier sah mit FAIR GAME (FAIR GAME Trailer) einen packenden Thriller über zwei Geheimnisträger, die plötzlich mitten ins Licht der Weltöffentlichkeit gerissen werden. "In der ersten Hälfte des Films inszeniert Liman eine großartige Szene, in der Plame und Wilson mit ihren Freunden am Esstisch sitzen und jeder der Gäste seine eigene Theorie über Saddam Hussein zum Besten gibt. Immer wieder sehen sich Plame und Wilson an, weil sie beide wichtige Informationen über die Situation im Irak besitzen - diese aber nicht preisgeben dürfen. Doch als einzige ahnen sie, was politisch und militärisch wirklich vor sich geht. Am Ende des Films gibt es keinen Winkel ihrer Privatsphäre mehr, der nicht ausspioniert wird."

20. Mai 2010 | FAIR GAME • Kritik • film-dienst-blog

Das politisch ambitionierte, packende Drama hat Josef Lederle überzeugt. "Mit den Mitteln des emotionsgeladenen Unterhaltungskinos werden viele Fakten und Hintergründe mit aufklärerischem Impetus und einem deutlichen Appell für Zivilcourage zu einer Story verwoben, in der auch Platz für die persönlichen Motive und Intentionen der Protagonisten ist. Was anfänglich wie ein Politthriller erscheint, schwenkt bald aufs Drama um und begründet den Kampf für republikanischen Tugenden nicht nur politisch, sondern auch persönlich. Der Appell an die Verantwortung jedes einzelnen Bürgers korrespondiert dabei trefflich mit dem Insight-Blick in die CIA-Dependence in Washington."

01. April 2010 | FAIR GAME • Kritik • Fair Game

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