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OUTRAGE

OUTRAGE

Regie Takeshi Kitano
Kinostart 2010
Genre Thriller, Drama

Kritiken • OUTRAGE

19. Mai 2010 | OUTRAGE • Kritik • cannesblog Partner von film-zeit

Für Nino Klingler sieht der Regisseur rot. Er "will ganz unbedingt klarstellen, dass hier Tabus gebrochen werden, und zwar sehr insistierend. Darin steckt auch ein Kommentar zur Yakuza-Welt: einmal angeworfen, schnurrt die Rachemaschine, bis alles kaputt ist. Und das ist natürlich auch allegorisch auf die kapitalistische Gesellschaft münzbar: Jeder frisst jeden (die Yakuza-"Familien" sind ja auch so etwas wie mittelständische Unternehmen: autokratisch regiert und bevölkert von steifen Männern in grauen Anzügen in grauen Büros). Und auch ein Kommentar an uns Zuschauer fehlt nicht, wie schrecklich abgestumpft wir sein müssen, uns so was zu geben."

19. Mai 2010 | OUTRAGE • Kritik • Die Tageszeitung

OUTRAGE geizt nicht mit Schockeffekten, schreibt Cristina Nord. "All das geschieht mal offscreen, mal onscreen und wird mit jenem trockenen, unerschrockenen Blick registriert, für den Kitanos Filme bekannt sind. Aus dem Kontrast von maßloser Gewalt und großer Ungerührtheit bezieht OUTRAGE zwar einerseits seinen Witz, andererseits will Takeshi Kitano den Fatalismus, der seiner Geschichte innewohnt, durchaus ernst nehmen. Das ist weder ein Novum in seinem Oeuvre, noch will es ihm hier recht glücken."

18. Mai 2010 | OUTRAGE • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala sah das unbarmherzigste Porträt einer kriminellen Gesellschaft, die sich in nicht endenden Clan-Kämpfen selbst vernichtet. "OUTRAGE ist schrecklich, und schrecklich konsequent. Takeshi Kitano verzichtet nahezu auf eine Geschichte und hält sich nur an Riten und Struktur. Doch anders als bei Johnnie To, der seine seriellen Patronen-Ballette in Zeitlupe feiert, macht hier nichts Spaß. ... Zwischen all den Faustschlägen, Fußtritten und Schießereien funkelt in diesem – kinematografisch brillanten – Exerzitium nur ein Sinn auf: die Fundamental-Anklage gegen Takeshi Kitanos Heimat Japan."

18. Mai 2010 | OUTRAGE • Kritik • Berliner Zeitung

Für Anke Westphal ist OUTRAGE das erste Ärgernis im Wettbewerb; Takeshi Kitano dehnt die Grenzen der Gewaltdarstellung bis ins Untolerierbare. "Abgesehen von zwei in Großaufnahme abgeschnittenen Fingern werden wir keine weiteren Beispiele bringen für die extreme Gewalt, die in diesem Film mit unbestreitbar großer Kunst inszeniert wird. Jede Folter, jeder sadistische Mord ist in die Geschichte des Machtkampfs unter den Gangstern integriert und folgt der Logik der jeweiligen Situation. Und dennoch ist es falsch, das alles rein affirmativ zu zeigen."

18. Mai 2010 | OUTRAGE • Kritik • Der Standard

Laut Dominik Kamalzadeh scheint es dem japanischen Regisseur mehr denn je "um die Funktionalität des Genres zu gehen, um ein schon fast musikalisches Spiel des Tötens in blau-metallenen Interieurs, das mit großer Eleganz zelebriert wird ... Die eruptive Qualität dieses Terrors ist allerdings kein Selbstzweck, sondern die direkte Folge eines außer Rand und Band laufenden Systems, in dem selbst der Ehrbegriff nichts mehr gilt. Der Nihilismus, der aus diesen zu Comic-Figuren mutierten Gangstern spricht, hätte vielleicht eine Dosis weniger Humor vertragen können."

01. April 2010 | OUTRAGE • Kritik • Outrage

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