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DIE LIEBESFÄLSCHER

DIE LIEBESFÄLSCHER

Regie Abbas Kiarostami
Kinostart 13.10.2011
Genre Drama, Liebesgeschichte

Kritiken • DIE LIEBESFÄLSCHER

23. März 2011 | DIE LIEBESFÄLSCHER • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Lukas Foerster sah mit DIE LIEBESFäLSCHER (DIE LIEBESFäLSCHER Trailer) eine Reflexion des modernistischen europäischen Kunstkinos und dessen Fortschreibung. Der Film "stellt die Fragen nach Liebe und der Möglichkeit lebenslanger Partnerschaft zwar im Modus des philosophischen Spiels, er meint sie dabei aber durchaus ernst. Und es fasziniert an diesem Film gerade seine Schlichtheit, die Einfachheit seiner Mittel. Eine Kamera, ein Mann und eine Frau, viel mehr ist da erst einmal nicht. Ein Spaziergang wird zu einer Ehe, eine Bewegung im Raum zu einer Schichtung von Zeit."

13. Oktober 2011 | DIE LIEBESFÄLSCHER • Kritik • getidan.de

Peter Claus sah einen Film über Zusammenhang und Kontrast von Original und Fälschung. "Wer sich darauf einlassen kann, erlebt einen Hochgenuss, regt das Vexierspiel doch zu einer Flut von Gedanken über das eigene Ich an, darüber, wieweit man sich selbst treu geblieben ist."

13. Oktober 2011 | DIE LIEBESFÄLSCHER • Kritik • kunstundfilm.de

Oliver Heilwagen liebt Juliette Binoche. "Es ist ihr Film. Wie sie sämtliche Register ihrer Schauspielkunst zieht; wie sie während eines Wortwechsels binnen Sekunden mehrmals ihren Ausdruck ändert; wie sie alle Regungen ihrer Mimik blitzschnell an die Situation anpasst; wie sich weibliche Gemütszustände von aufkeimender Verliebtheit einer auf den zweiten Frühling Hoffenden bis zur Angst vor dem Altern einer allein erziehenden Mutter in ihren Zügen spiegeln – daran kann man sich kaum satt sehen."

13. Oktober 2011 | DIE LIEBESFÄLSCHER • Kritik • taz.de

Ein Film über die europäische Kunst und das europäische Kunstkino, meint Andreas Busche über den neuen Film von Abbas Kiarostamis, der zudem Bezug auf den Film REISE IN ITALIEN von Roberto Rossellini nimmt. Doch Abbas Kiarostamis wirft darüber hinaus auch "grundlegende Fragen über das Rollenverhältnis zwischen Mann und Frau auf"."

13. Oktober 2011 | DIE LIEBESFÄLSCHER • Kritik • Berliner Zeitung

Christina Bylow zeigt sich begeistert von der Hauptdarstellerin Juliette Binoche, die "eine seltene Autonomie" besitzt, die "ihr kein Drehbuch stehlen" kann. In DIE LIEBESFäLSCHER (DIE LIEBESFäLSCHER Trailer) wird die Schauspielerin trotz der undankbaren Rolle der sehnsüchtigen Frau zu einer Königin.

13. Oktober 2011 | DIE LIEBESFÄLSCHER • Kritik • derFreitag

"Unendlichen Gesprächsstoff" erkannte Matthias Dell im Film von Abbas Kiarostami und behauptet, DIE LIEBESFäLSCHER (DIE LIEBESFäLSCHER Trailer) wäre ein ideales Thema für eine Party, da sicherlich jeder Kinogänger seine eigene Theorie zu den Rätseln in diesem Film mit William Shimell und Juliette Binoche hat. Da auch der Regisseur keine Klärungsangebote macht, ist die Geschichte auch für jeden anders richtig.

12. Oktober 2011 | DIE LIEBESFÄLSCHER • Kritik • textezumfilm.de

José García findet es "Schade, dass der deutsche Filmtitel zu sehr Partei nimmt – Abbas Kiarostami lässt es freilich wunderbar in der Schwebe, welche Version der Liebesgeschichte nun Original und welche Fälschung ist."

11. Oktober 2011 | DIE LIEBESFÄLSCHER • Kritik • FILMtabs

Günter H. Jekubzik ist von der Hauptdarstellerin begeistert. "Juliette Binoche fasziniert mit der mutigen Offenheit ihrer Figur, einen liebevollen Neuanfang anzubieten. Das Repertoire von Emotionen auf ihrem Gesicht erstaunt immer wieder, dafür gab es 2010 in Cannes die Auszeichnung als Beste Darstellerin."

11. Oktober 2011 | DIE LIEBESFÄLSCHER • Kritik • schnitt.de

Alexander Scholz meint: "Der Kunstgriff übrigens, die äußere Authentizität von Gefühlen gegen ihren möglicherweise defizitären Status der schnöden Kopie ins Spiel zu bringen, ist selbstredend nur mit so großen Schauspielerinnen wie Juliette Binoche zu machen, die für ihre Leistung 2010 in Cannes endlich als Beste Darstellerin ausgezeichnet wurde."

10. Oktober 2011 | DIE LIEBESFÄLSCHER • Kritik • filmgazette.de

Wolfgang Nierlin sah ein raffiniertes Spiel um Sein und Schein. "In doppeldeutigen Bildern und Dialogen, getragen von einem ruhigen, konzentrierten Tonfall, erzählt Kiarostami vom Wandel der Liebe, ihrer "süßen Illusion" und dem "bitteren Geschmack der Realität", dem Glück des Augenblicks und dem "Garten ohne Blätter".

20. September 2011 | DIE LIEBESFÄLSCHER • Kritik • Das Manifest

Björn Lahrmann war angetan. "Im Spannungsfeld zwischen hedonistischer Abgrenzung zum und liebevoller Aufopferung für das Gegenüber vibriert dieser kühne, fesselnde, quicklebendige Film, der ironischerweise ja selber eine Art "Kopie" ist, ein Rückgriff auf die großen europäischen auteurs der klassischen Moderne: eine taghelle Kontrafaktur von Antonionis LA NOTTE, oder ein via Rossellini geerdeter Resnais. Es wäre wohl ganz im Sinne James Millers, zu verkünden: Kiarostami ist seinen Originalen durch und durch ebenbürtig."

20. November 2010 | DIE LIEBESFÄLSCHER • Kritik • groarr.ch

"Egal, wie die jeweilige Beziehung verlaufen ist, das Resultat ist wie im Vergleich von Original und Kopie nahezu dasselbe, so lautet eine weitere Botschaft des Films. Die psychologisch genaue Darstellung und geschickt ausleuchtende Kameraführung von Luca Bigazzi in schon dutzendfach wiedergegebener toskanischer Landschaft lassen dabei keine handwerklichen Wünsche offen. Doch der unvermittelte Bruch im Drehbuch und die Banalisierung der Protagonisten, deren Motive im Unklaren bleiben oder sich zumindest nur nach Schema X deuten lassen, führen zu einer gewissen Langeweile, zum "Schon 1000 Mal gesehen"-Effekt."

21. Mai 2010 | DIE LIEBESFÄLSCHER • Kritik • Die Tageszeitung

Cristina Nord reflektiert das Verhältnis von Original und Kopie. "Alles wirkt wie die Wiederholung vergangener Streitereien; jeder Satz trägt die Last von vorangegangenen Verletzungen und Kränkungen in sich. Je länger DIE LIEBESFäLSCHER (DIE LIEBESFäLSCHER Trailer) dauert, umso stärker wird der Zweifel, dass die Prämissen des Filmes sich geändert haben könnten: Die Figuren sind tatsächlich seit 15 Jahren verheiratet, ihr So-tun-als-ob fand statt, solange sie vorgaben, sich nicht zu kennen. Kopie - Original? Abbas Kiarostami lässt diese Frage ohne Antwort. Unter der etwas betulich wirkenden Oberfläche reißt er Abgründe auf."

19. Mai 2010 | DIE LIEBESFÄLSCHER • Kritik • Berliner Zeitung

Es gibt Wichtigeres in Cannes als diesen Film, meint Anke Westphal. "Ein Tag in einem toskanischen Dorf bildet den Rahmen des recht papieren wirkenden Thesenfilms über Originale und Kopien, Leben und Kunst, Blickwinkel und Werte sowie das Konzept der Einzigartigkeit an sich. Die Darsteller sind hervorragend, die Handlungsorte wirklich schön. Für das, was der Film verhandelt, mag man sich indes nicht recht interessieren."

19. Mai 2010 | DIE LIEBESFÄLSCHER • Kritik • Der Tagesspiegel

Als fantastisches, ästhetisches und kognitives Experiment bezeichnet Jan Schulz-Ojala DIE LIEBESFäLSCHER (DIE LIEBESFäLSCHER Trailer). "Was in betont klischeehaftem Toscana-Setting und bildungsgesättigten Dialogen à la Manoel de Oliveira beginnt, enthält bald wundersame Widerhaken. ... Alles Wiederholung, Nachahmung, Spiel. Und so verwandelt sich der Tag in Lucignano unmerklich in die Kopie eines anderen, und ein faszinierendes Schillern zwischen Original und Nachbildung, Realität und Fiktion, Ernst und Spiel beginnt – wer's mag, fantasiere sich durch ästhetische Theorien von der antiken Mimesis bis zum barocken "Leben als Traum"."

19. Mai 2010 | DIE LIEBESFÄLSCHER • Kritik • Der Standard

Kunstvolle Beiläufigkeit entdeckt Dominik Kamalzadeh. "Interessant wird DIE LIEBESFäLSCHER (DIE LIEBESFäLSCHER Trailer) erst durch eine Drehung, welche die davor nur in der Theorie gestellte Frage der Repräsentation direkt auf den Film anwendet: Das Paar beginnt so zu agieren, als wäre es schon seit 15 Jahren vereint. Auf diese Weise wird der Raum doppelt imaginär - eine Bühne für Beziehungsmuster, die echte Wirkungen zeitigt."

19. Mai 2010 | DIE LIEBESFÄLSCHER • Kritik • sennhauser.ch

"Auch dieser Film von Abbas Kiarostami ist also wieder eine Versuchsandordnung mit Menschen, ein Spiel mit Hypothesen und Hypotheken, mit Erwartungen und Erfüllungen, das nur darum allen Erwartungen zum Trotz aufgeht, weil Juliette Binoche Rollen spielen kann, bei denen andere Schauspielerinnen verloren wären."

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