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UN HOMME QUI CRIE

UN HOMME QUI CRIE

Regie Mahamat-Saleh Haroun
Kinostart 07.04.2011
Genre Drama

Kritiken • UN HOMME QUI CRIE

16. März 2011 | UN HOMME QUI CRIE • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Die Wahl eines solchen Schauplatzes sagt laut Nino Klingler "viel aus über Mahamet-Saleh Harouns subtilen und intelligenten Film. Anstatt Zusammenhänge und Zustände des afrikanischen Lebens unmittelbar auszusprechen, scheinen sie, auch wenn die Figuren mittendrin stehen, wie aus einer Art inneren Distanz betrachtet. Haroun bedient weder Klischees exotischer westlicher Träumereien, noch zeigt er explizite Armut und Brutalität, die man als Bewohner der westlichen Welt mit einem Land wie dem Tschad wohl zuallererst assoziieren würde. Aber auch vom schrillen Fließbandfilmemachen der Nollywoodschule grenzt sich UN HOMME QUI CRIE (UN HOMME QUI CRIE Trailer), durch das reduzierte und ungemein charismatische Spiel seiner Darsteller ebenso wie durch eine ausgefeilte Bildsprache."

07. April 2011 | UN HOMME QUI CRIE • Kritik • Die Tageszeitung

Ekkehard Knörer bilanziert: "UN HOMME QUI CRIE (UN HOMME QUI CRIE Trailer) ist ein Bürgerkriegsfilm, der ein privates Drama erzählt, und er ist eine Familiengeschichte, die den Bürgerkrieg zum stets präsenten Hintergrund hat. Gerade in dem Maß, in dem der Krieg zuletzt doch vor allem Kulisse bleibt für einen familiären Verrat von Tragödienformat, bleibt der Film allerdings problematisch, weil allzu unspezifisch allgemeinmenschlich."

07. April 2011 | UN HOMME QUI CRIE • Kritik • kultiversum.de

Geschrien wird in diesem Film kaum, schreibt Oliver Heilwagen; "eher herrscht die drückende Stille der allafrikanischen Resignation. Regisseur Mahamat Saleh-Haroun erzählt in ruhigen, eindringlichen Bildern eine Geschichte von existentieller Wucht. Wie schon beim Vorgänger DARATT kommt er dabei ohne große Worte oder grelle Effekte aus. Geschickt verwebt Mahamat Saleh-Haroun zahlreiche Motive, die das Leben in Schwarzafrika prägen: Hotels sind nicht einfach Herbergen, sondern begehrte und umlagerte Inseln des Wohlstands in einem Meer der Entbehrungen."

07. April 2011 | UN HOMME QUI CRIE • Kritik • Berliner Zeitung

Alexandra Seitz hat einen archaischer Konflikt gesehen, der so alt ist, wie die Menschheit selbst und so mächtig und unheilvoll in seinen Konsequenzen. "Und doch verhandelt Haroun nicht einfach nur die mörderische Eifersucht eines schwächer werdenden Vaters auf die Lebendigkeit und Energie seines Sohnes. Er bettet diese Geschichte vielmehr ein in die politische Gegenwart des Tschad und trifft damit auch eine Aussage über gesellschaftliche Verhältnisse nicht nur in Afrika. Der Verlust von Arbeit und Ansehen in Folge globalisierter Profitmaximierungsstrukturen ist dabei der Dreh- und Angelpunkt."

07. April 2011 | UN HOMME QUI CRIE • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala sah eine universelle, auf einen Familienkonflikt heruntergebrochene Geschichte in eindrücklichen Bildern und mit unverwechselbar afrikanischer Langsamkeit. "Es ist, neben der souverän beiläufigen Entfaltung des Plots, vor allem dieses so andere Erzählen, das hier besticht. Aus ihm erwächst, bei allem Wissen ums Weltkino, eine Weite und Großzügigkeit, wie sie so nur fern von Hollywood und fern auch von europäischen Filmsprachen gedeiht."

07. April 2011 | UN HOMME QUI CRIE • Kritik • Die Tageszeitung

Andreas Busche sah besonders auf die Vater-Sohn-Rolle. "Mehr noch als in ABOUNA und Harouns letztem Film DARATT wird in Ein Mann der schreit deutlich, welche Schlüsselfunktion der Regisseur dem Verhältnis von Vätern und Söhnen innerhalb der gesellschaftlichen und politischen Umbrüche im Tschad beimisst. In seinen früheren Filmen hatten die Rollen noch eine klare Zuordnung. Harouns Figuren sind stets in einer Suchbewegung unterwegs, die abwesenden Väter wurden dabei auch zur Projektionsflächen einer gesellschaftlichen Sinnsuche."

07. April 2011 | UN HOMME QUI CRIE • Kritik • Der Freitag

Eine "tückisch einfache Fabel um Schuld und Buße, die sich zuverlässig als Parabel (Afrika opfert seine Kinder) lesen lässt, jedoch zusehends an Ambivalenz gewinnt" konstertiert Georg Midding. "Von der ersten Szene an, in der Vater und Sohn im Pool einen spielerischen Wettstreit austragen, gibt der Film seine Absichten zu erkennen. Seine Konflikte spitzt er nicht dramatisch zu (die Darsteller sind Laien), sondern entfaltet sie in einem langsamen Rhythmus der Betrachtung."

06. April 2011 | UN HOMME QUI CRIE • Kritik • Die Zeit

UN HOMME QUI CRIE (UN HOMME QUI CRIE Trailer) beschreibt unaufgeregt und eindrücklich, wie ein Regime das Leben der Menschen im Griff hat, meint Fokke Joel. "Viele Szenen bereitet er durch lange stumme Einstellungen vor, bevor die Protagonisten zu sprechen beginnen und sich der Sinn der Szene endgültig enthüllt. An diesen ruhigen Erzählrhythmus muss sich ein Zuschauer, der die hektische Bilderwelt vieler westlicher Filmproduktionen kennt, erst einmal gewöhnen. Gerade diese Erzählweise macht die Tragödie von UN HOMME QUI CRIE (UN HOMME QUI CRIE Trailer) so eindringlich."

15. März 2011 | UN HOMME QUI CRIE • Kritik • outnow.ch

Der Film bietet "die Erkenntnis, dass eine Schwimmbrille in Abwesenheit eines Motorradhelmes dessen Zwecke ebenfalls erfüllt. Die sparsamen Dialoge und langen Kameraeinstellungen rütteln zwischendurch freilich an der Aufmerksamkeit der Zuschauer. Doch dem Hauptdarsteller und der berührenden Story ist zu verdanken, dass Un homme qui cri auch nach Abzug des "In-Afrika-haben-sie-halt-beschränkte-Mittel"-Sympathiebonus noch funktioniert."

02. März 2011 | UN HOMME QUI CRIE • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns lobt den Regisseur. "Die Qualitäten, die Mahamat-Saleh Haroun vorzuweisen hat, würden auch westlichen Regisseuren gut zu Gesicht stehen. Vor allem die Präzision, mit der er die Gefühlswelten Adams zeichnet, beeindruckt, nicht zuletzt dank des exzellenten Hauptdarstellers Youssouf Djaoro. In jedem Fall also ein sehenswerter Film, auch wenn man sich bisweilen fragt, ob das hier afrikanisches oder europäisches Kino ist."

30. Oktober 2010 | UN HOMME QUI CRIE • Kritik • ray-magazin

"Die Inszenierung ist fern von Hollywoodkonventionen, aber auch nicht richtig Arthousemäßig. Die Afrikaner erzählen ihre Storys natürlich anders, ein wenig wirkt der Film wie aus den 50er Jahren mit seiner etwas bemühten Ernsthaftigkeit und seiner biederen Dramaturgie. Trotzdem bekommt man neben einer an und für sich spannenden Geschichte auch einen guten Einblick in die Wehrlosigkeit der einfachen Leute den politischen Wirren im Tschad gegenüber."

01. April 2010 | UN HOMME QUI CRIE • Kritik • Un Homme qui Crie

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